BundesratStenographisches Protokoll801. Sitzung / Seite 58

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Mayer: Alles in Ordnung, Herr Kollege!) Passt. (Heiterkeit.) Jetzt geht es unter ande­rem auch um die ÖBB. Es ist zu erwarten, dass Stadler am Rednerpult ist.

Bevor ich auf einige Aussagen des Kollegen Krusche eingehe, zu Tagesordnungs­punkt 3: Tätigkeitsbericht der Schienen-Control GmbH, es handelt sich um einen sehr umfassenden und sehr informativen Bericht, ein paar Worte. Meine Vorredner und Vor­rednerinnen haben sich bereits positiv dazu geäußert, ebenso die Frau Bundesministe­rin. Also kann ich meine Ausführungen zu diesem Punkt sehr kurz halten. Das Jahr 2010, das im Zeichen der beginnenden wirtschaftlichen Erholung stand, hat natür­lich auch positive Auswirkungen auf den Schienengüterverkehrsmarkt gehabt.

Betrachtet man den Schienengüterverkehr im gesamten österreichischen Schienen­netz, so zeigt sich, dass nach dem Einbruch 2009 im Jahr 2010 das Niveau von 2008 erreicht wurde, sei es beim Aufkommen, bei den Nettotonnen als auch bei der Netto­verkehrsleistung, bei den Nettotonnenkilometern. Die Zahlen von 2008 wurden sogar übertroffen. Lediglich bei den Bruttotonnenkilometern blieben 2010 die Zahlen unter dem Wert von 2008. Dem Bericht ist allerdings zu entnehmen, dass die Auslastung der Züge besser war und dass die Produktionsabläufe optimiert wurden.

Die Frau Ministerin hat auch schon kurz von der Liberalisierung gesprochen, die ja im Güterverkehr auch bei uns bereits verstärkt zu spüren ist. Ich habe schon einige Male über diese Liberalisierung ein paar Sätze verloren. Die privaten EVUs steigerten laut Bericht 2010 den Marktanteil beim Aufkommen auf 20 Prozent und bei der Verkehrs­leistung auf 13 Prozent. Das gilt für den Güterverkehr. Beim Personenverkehr fielen die Wachstumsraten insgesamt geringer aus.

Vergleicht man also die Zahlen im Berichtszeitraum 2010 mit den Zahlen 2009, kann man erfreulicherweise eine sehr positive Entwicklung im Güterverkehrssektor feststellen.

Die Frau Bundesministerin hat betont, dass im Personenverkehr im Berichtszeitraum an die 240 Millionen Reisende befördert wurden, also ein erheblicher Anstieg gegen­über den Vorjahren. Das ist wirklich eine positive Entwicklung, ein positiver Aspekt. Da sind im Personenverkehr, wie gesagt, die Privatbahnen eher geringfügig vertreten. Es wird in Zukunft, wie wir wissen, ab Fahrplanwechsel 2011/12, also ab Dezember, die Westbahn AG geben, die auf der Westbahnstrecke Züge für den Personenverkehr füh­ren wird. Somit wird der Marktanteil der Privaten im Bericht 2012, denn 2011 wird sich dies nicht mehr so auswirken, höher sein. Momentan liegt er im Personenverkehr bei zirka 12 Prozent.

Zwei Punkte noch, die auch schon ganz kurz angesprochen wurden und dem Bericht zu entnehmen sind, die die Menschen bewegen und eine Menge Arbeit für die Schie­nen-Control oder die Schlichtungsstelle bedeuten, das sind die Pünktlichkeit und die aus Unpünktlichkeit resultierenden Beschwerden. Die Frau Bundesministerin hat be­reits darauf hingewiesen, dass die Pünktlichkeit stark gestiegen ist. Im Berichtszeit­raum 2010 lag sie, wie sie schon gesagt hat, bei 94 Prozent.

Ich habe es eingangs schon gesagt, das wissen auch alle, dass ich seit fast 40 Jahren in diesem Unternehmen arbeite und täglich die neuesten Daten über die Pünktlichkeit im Personenverkehr auf meinen Dienstlaptop bekomme. Ich kann das nur unterstrei­chen und bestätigen, was die Frau Bundesministerin über den bisherigen Schnitt im Jahr 2011 gesagt hat, dass nämlich fast 97 Prozent der Personenzüge in Österreich pünktlich unterwegs sind.

Was die Verspätungen betrifft, möchte ich mich jetzt speziell als ÖBBler nicht auf die Nachbarbahnen ausreden, muss aber doch betonen, dass gerade im Fernreiseverkehr die meisten Verspätungen auf verspätetes Eintreffen von Zügen aus den Nachbarlän­dern zurückzuführen sind, was sich natürlich auch auf die Pünktlichkeit in Österreich


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