Beruf und Familie. Ganz besonders für Alleinerzieherinnen ist es ein wichtiger Schritt, um in der Berufswelt wieder Fuß zu fassen und sich hier wieder verankern zu können.
Diese Schließtage – Kollegin Rausch hat es vorhin schon gesagt – werden jetzt gestaffelt für die Kindergärten sein, so wie das Geld auch gestaffelt ausbezahlt wird. Bis jetzt ist es so, dass die Kindergärten 30 Wochen im Jahr offen hatten. Bis zum Jahr 2014 soll es schließlich und endlich so sein, dass 47 Wochen im Jahr die Kinderbetreuungseinrichtungen offengehalten werden.
Aber es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass mit dieser Artikel-15a-Vereinbarung rund 20 000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Und es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass wiederum neue Arbeitsplätze für Kindergartenpädagoginnen und hoffentlich auch für Kindergartenpädagogen geschaffen werden.
Ich möchte heute in der Länderkammer vor allem aber auch darauf hinweisen, dass diese Bundesfördermittel, die hier ausgeschüttet werden, von den Bundesländern kofinanziert werden. Was mein Bundesland Burgenland betrifft, so sind das in etwa 430 000 € jährlich, die das Land Burgenland ab dem Jahr 2012 drei Jahre lang bekommt. Gerade für uns ist dieser Zuschuss sehr wichtig, und er hat auch dazu beigetragen, dass wir jetzt Vorreiter in der Kinderbetreuung sind: unser kleines Land Burgenland! Und sicherlich auch mit der geringsten Förderung, aber sie wird ja (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Machen wir! Das sage ich der Kollegin Resetar, aber vielleicht sehen Sie sie vorher, weil sie ist ja eine Parteikollegin von Ihnen, aber sie wird es ganz sicher machen. (Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner.) – Wirklich wahr? Na dann rufe ich heute gleich an. Das wird sie sicherlich machen, die Kollegin Resetar, denn beim letzten Mal war sie auch so spät dran.
Aber wir sind trotzdem wirklich sehr stolz darauf, und diese
Förderung hat uns wirk-
lich sehr geholfen. Wir sind jetzt bei einer Betreuungsquote von
99,9 Prozent bei den
Drei- bis Fünfjährigen, und auch bei den Unter-3-Jährigen haben
wir mittlerweile schon 26,9 Prozent erreicht. Das heißt, da sind wir
auch schon knapp am Barcelona-Ziel.
Die Reduktion der Schließtage, die ich schon positiv erwähnt habe, stellt aber für die ländlichen Strukturen auch eine große Herausforderung dar. Auch hier, möchte ich sagen, ist es mit dieser Artikel-15a-Vereinbarung gelungen, wieder dort anzusetzen, wo es die Länder und die Gemeinden wirklich brauchen, nämlich, dass wir hier gemeindeübergreifend kooperieren können und so wirklich zu einer sinnvollen Lösung für Eltern und Kinder kommen können.
Die Gemeinden werden hier sicherlich auch einen hohen Kostenanteil übernehmen. Ich als Bürgermeisterin bin hier natürlich auch betroffen und werde dadurch sicherlich höhere Personalkosten haben. Aber ich möchte sagen, dass ich mit Stolz diese Kosten übernehmen werde, denn hier kann ich in die Bildung unserer Kinder investieren. Wenn ich diese Kosten vergleiche mit den hohen Kosten, die ich in die Straßen investieren muss, dann freue ich mich, dass ich dieses Geld für die Bildung ausgeben kann.
Mit der Artikel-15a-Vereinbarung haben die Gemeinden sicher auch die Möglichkeit, die Personalkosten, die wir gefördert bekommen, wieder zurückzurechnen.
Alles in allem möchte ich sagen, dass es wirklich eine sehr durchdachte Vereinbarung ist. Als kleinen Wermutstropfen möchte ich nur anführen, dass wir jetzt fast ein Jahr darauf haben warten müssen, bis diese Anstoßfinanzierung gekommen ist, aber jetzt haben wir sie auch.
Ein Wort möchte ich noch zu den Qualitätsstandards sagen. Vereinbart ist bis jetzt, dass wir mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeiten haben müssen, dass wir an vier Tagen in der Woche mindestens 9,5 Stunden offen halten müssen, dass es das
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