schaftsüberlegungen weiter fortsetzen und werden um einiges schmäler auch in dieser Struktur werden.
Das zweite große Thema ist die Spitalsreform in der Steiermark, wobei es dort primär um Leistungsangebotskonzentration in unseren Spitälern geht. Sie wissen, dass die höchstwertige Medizin, vor allem in den Operationsmethoden, bestimmte Fallzahlen verlangt und es undenkbar ist, dass wir in unseren 21 Spitälern in der Steiermark in jedem Regionalspital dieselbe höchstwertige Medizin anbieten können. Die Mobilität der Menschen ist heute eine wesentlich größere geworden, aber Sie wissen: früher drei Wochen Spitalaufenthalt bei Gallen- oder Meniskus-OP, heute Laparoskopie oder Endoskopie, was auch immer: zwei Tage Spital, Kreislauf stabil, wieder nach Hause.
Das entwickelt sich technisch ständig weiter, und daher braucht man bestimmte Fallzahlen, konzentriert in sogenannten Schwerpunktspitälern, um da höchstqualitative medizinische Leistung für die Bürgerinnen und Bürger anbieten zu können. Aber mit diesen Leistungsangebotskonzentrationen, ohne dass wir Spitäler sperren – ein einziges, das über Jahrzehnte als spezifische Lungenheilanstalt eingerichtet war, das aber auch aufgrund der Entwicklung im Lungenfachbereich durchaus an ein anderes Spital angedockt werden kann –, also mit diesen Leistungsangebotskonzentrationen erreichen wir wirklich auch in der Kostenentwicklung in den Spitälern sehr viel.
Es ist nicht leicht, das den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor Ort klarzumachen. Hallo (in Richtung des Bundesrates Köberl), Bad Aussee! (Heiterkeit.) Das ist nicht einfach, aber das, was ich damit auch sagen wollte: In Wirklichkeit geschieht es einfach in tiefer Diskussion mit allen Betroffenen. Wir sind nicht immer gleicher Meinung, manchmal müssen wir es auch demokratisch entscheiden. Aber ich glaube, wir sind auch in diesem Bereich auf einem sehr guten Weg.
Das dritte große Kapitel in der Steiermark ist eine Schulreform, wobei es um standortinhaltliche Fragen geht, aber auch um pädagogische, qualitativ pädagogische Maßnahmen, die den Kindern noch mehr Optimum an pädagogischer Begleitung bringen sollen. Auch dort erwarten wir einiges, aber primär an qualitativer Steigerung in der pädagogischen Betreuung für die Kinder.
Und dann kommt die sensibelste Geschichte, die natürlich landauf und republikauf und -ab das Thema ist – das wissen Sie alle bestens aus Ihren Bundesländern –: Das ist die Gemeindestrukturreform. Das muss man wissen, Sie wissen es inzwischen ohnedies: Die Steiermark ist das kleinststrukturierte Bundesland. Wir haben 542 Gemeinden, davon fast hundert mit unter 500 Einwohnern und 200 mit unter tausend. Also wir sind sehr kleinstrukturiert, was auch im Finanzausgleich nicht unbedingt von Vorteil für unsere Gemeinden ist.
Aber jetzt geht es um ein sehr wichtiges Argument: Wir erleben seit 20 Jahren in der Steiermark – das hat auch sehr viel mit dem Industrieland in der Obersteiermark über die vielen Jahrzehnte zu tun – unglaubliche Abwanderungsströme und die Gefahr, dass die eine oder andere wunderschöne Region langsam sozusagen austrocknet, weil die Jugend immer stärker abwandert, keinen Job in der Region findet. Ich spreche jetzt von einer größeren Region. Wir haben sieben Großregionen eingerichtet. Und da ist unser großes Anliegen: Wie gelingt es uns gemeinsam, diese Abwanderung aus den wunderschönen Regionen auch unseres Bundeslandes – es ist bei Ihnen das Gleiche –, wie gelingt es uns, wenigstens diese Entwicklung einzudämmen? Man wird das nicht ganz stoppen können. Sie müssen sich vorstellen: Monatlich wächst Graz, Graz Umgebung um tausend Einwohner, die ja von irgendwo weggehen.
Und jetzt kommt es: Die Identifikation, die Verwurzelung, die wir, alle Österreicherinnen und Österreicher, so wahnsinnig gerne leben und schätzen, ist ja nicht, wo das
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