BundesratStenographisches Protokoll809. Sitzung / Seite 50

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Diese wirtschaftlichen Daten zeigen ganz klar, dass es unter Mitwirkung aller Mitar­beiterinnen und Mitarbeiter des ORF gelungen ist, die wirtschaftlichen Ziele überzuerfüllen und abermals – nach 2010 – schwarze Zahlen zu schreiben. Daher gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ORF für dieses gute wirtschaftliche Ergebnis besonderer Dank. Die mehr als 50 Auszeichnungen, die 2011 an ORF-Redakteurinnen und -Redakteure gingen, bestätigen die tagtäglich gute Arbeit.

Das Jahr 2011 war für den ORF aber nicht nur ein wirtschaftlich sehr gutes Jahr, sondern auch ein historisch gesehen besonderes Jahr. Durch den Start der beiden neuen 24-Stunden-Spartenkanäle „ORF III Kultur und Information“ sowie „ORF SPORT +“ am 26. Oktober vergangenen Jahres konnte die Senderfamilie erweitert und den Österreicherinnen und Österreichern noch mehr Programm, mehr Vielfalt und mehr Österreich geboten werden als je zuvor. Zum Zeitpunkt der Bericht­erstellung haben bereits – und das ist, glaube ich, keine geringe Zahl – 3,49 Millionen Seherinnen und Seher ORF III und 1,36 Millionen SeherInnen ORF SPORT + genutzt, was eindeutig die richtige Entscheidung für die neuen Spartenkanäle dokumentiert.

Von diesen neuen Sendern profitieren schlussendlich auch wir im Bundesrat, da seither sämtliche Bundesratssitzungen auf ORF III live mitverfolgt werden können.

Die gute Arbeit des ORF bestätigen aber auch die einigermaßen stabilen Zahlen betreffend Reichweiten und Marktanteile, wodurch der ORF – laut Bericht – einer der erfolgreichsten öffentlich-rechtlichen Programmanbieter Europas ist.

Natürlich, das will ich nicht verhehlen, wirkt sich die starke Konkurrenz im Fernseh­bereich aus. Der durchschnittliche Marktanteil der ORF-Fernsehprogramme betrug 36,4 Prozent. Damit verbrachten die Österreicherinnen und Österreicher aber mehr als ein Drittel der gesamten Fernsehnutzungszeit mit den beiden ORF-Programmen. Knapp ein Fünftel entfiel 2011 auf andere öffentlich-rechtliche Sender, der Rest auf Privatsender.

Schlüsselt man die Marktanteile nach einzelnen Sendern auf, lagen beide ORF-Programme – ORF eins mit 2,2 Millionen Zuseherinnen und Zusehern pro Tag und einem Marktanteil von 13,8 Prozent, ORF 2 mit täglich 2,8 Millionen Zuseherinnen und Zusehern und einem Marktanteil von 22,6 Prozent – jeweils deutlich vor den übrigen Sendern. Also dürfte das Programm doch nicht so schlecht sein, wie vorher angemerkt wurde. (Ruf bei der FPÖ: Wenn man Seher verliert?)

Die stärksten Konkurrenten waren 2011 Sat 1 und RTL mit einem Marktanteil von jeweils 6,5 Prozent.

Bezogen auf die Programm-Kernzone, die wichtigste Fernsehzone, also zwischen 17 und 23 Uhr, erreichten die beiden ORF-Programme im Jahr 2011 einen Marktanteil von insgesamt 41,6 Prozent. Trotz des immer stärker werdenden Konkurrenzdrucks waren sowohl ORF eins als auch ORF 2 im Jahr 2011 nicht nur insgesamt, sondern auch bei der jüngeren Bevölkerung von 12 bis 49 Jahren die stärksten Einzelsender, wobei die Daten auch klar zeigen, dass ORF 2 eindeutig beliebter ist als ORF eins. Mit der gesamten Senderfamilie von ORF 2 Europe, den Spartensendern ORF III Kultur und Information, ORF SPORT + und 3sat erreichte der ORF im Jahr 2011 einen Marktanteil von 38,9 Prozent.

Und beim Radio – rund 5,2 Millionen Hörerinnen und Hörer tagtäglich –, das sich insbe­sondere dadurch auszeichnet, dass es ein schnelles Medium ist, also sofort auf aktuelle Ereignisse reagieren kann, ist die Reichweite laut Bericht 69,6 Prozent. Der Marktanteil liegt bei 75 Prozent; das heißt, drei von vier Personen hören Radio.

Der erfolgreichste Radiokanal ist, wie Sie alle wahrscheinlich wissen, Ö3, der mit täglich rund 2,8 Millionen Hörerinnen und Hörern und einem Marktanteil von 31 Pro-


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