nicht, das ist wurscht, das spielt keine Rolle, sondern wichtig ist das pädagogische Geschick, das er/sie hat. (Beifall bei der SPÖ sowie der Bundesrätin Kerschbaum.) Und Gott sei Dank – das ist ja heute schon erwähnt worden – haben eben sehr viele Lehrerinnen und Lehrer wirklich dieses Geschick und arbeiten sehr engagiert.
Nächste Stufe: Sekundarstufe I, die Hauptschule. – Ich kann sagen, wir waren schon ganz nett überrascht im Heiligen Land Tirol, als unser Landeshauptmann vor einigen Wochen gesagt hat, in Tirol soll die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen eingeführt werden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Bundesrätin Kerschbaum.) Wir haben natürlich schon überlegt, woher denn der Sinneswandel kommt, was dahintersteckt.
Ich kann es auch nur vermuten. Da man in Tirol nicht mehr so gerne auf die Jagd geht, ist unser Landeshauptmann vielleicht ein paar Mal mit Landeshauptmann Durnwalder in Südtirol auf die Jagd gegangen, und der wird ihm dann erzählt haben, welch gutes Schulsystem die Südtiroler schon seit Jahrzehnten haben. Dann hat er vielleicht gesagt: Das machen wir im Norden auch!
Wir haben in den letzten Jahren schon immer Südtiroler Politiker zu uns nach Nordtirol geholt und sie gebeten, der ÖVP doch endlich ihr tolles Schulsystem zu erklären, die gemeinsame Schule, die so erfolgreich ist. Es kann ja nicht sein, dass das in Südtirol bestens funktioniert, aber in Nordtirol nicht möglich sein soll.
Mittlerweile ist es so. Ich kann nur unserem Landeshauptmann meine Hochachtung aussprechen, weil er das jetzt auch durchsetzt. Das Expertenteam steht, glaube ich, auch schon. Es wird daran gearbeitet, und wir hoffen, dass wir sozusagen das erste Bundesland sind, das flächendeckend die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen einführt, obwohl in den Hauptschulen sehr viele Kolleginnen und Kollegen fragen, warum jetzt noch die Neue Mittelschule umgesetzt wird, wenn dann ohnehin die gemeinsame Schule kommt. Wenn das das Ziel ist, sollte man dann nicht gleich überhaupt zur gemeinsamen Schule übergehen?! Also bei mir an der Schule wäre eine Mehrheit der Lehrer sofort dafür, die gemeinsame Schule einzuführen, anstatt den Weg dorthin über die Neue Mittelschule zu gehen.
Aber so ist es nun einmal. Wir wissen, die Bildungspolitik ist schwierig, es gibt mehrere Strömungen, aber wir kommen zum Ziel. Davon bin ich genauso wie du, Frau Ministerin, überzeugt.
Ebenfalls erwähnen möchte ich, dass die Bildungsstandards auch in den Hauptschulen sehr gut angenommen werden und auch bestens funktionieren, höre ich von Kolleginnen und Kollegen.
Es gibt auch ein Projekt, das mich sehr beeindruckt und das das Unterrichtsministerium gemeinsam mit dem Sozialministerium, glaube ich, betreibt. Das ist das Coaching am Ende der vierten Klasse Hauptschule, aber auch in der Polytechnischen Schule (Präsident Keuschnigg gibt das Glockenzeichen) – Aha, das ist der Herr Präsident. Ich habe mir gedacht, da ich aus dem gleichen Bezirk wie er komme, hätte ich ein bisserl einen Vorteil, aber ich habe wohl keinen Vorteil. (Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Bundesrat Mayer: Hast eh schon 3 Minuten überzogen!) – Ach so, habe ich schon. Danke schön, das kann man vielleicht irgendwo anders abzwacken.
Eines muss ich noch erwähnen, ein Superprojekt, Frau Ministerin: „Kunst macht Schule“. Das gab es in der Hauptschule in St. Johann heuer im Frühjahr, ich war da ein bisserl dabei, und ich muss sagen: Das ist ein tolles Projekt! Die Schüler haben eine Gaudi gehabt, die Lehrer haben eine Gaudi gehabt, und es vermittelt einfach Kunst. Deshalb die Bitte, auch dieses Projekt weiterzuführen und mit diesem Engagement weiterzuarbeiten, dann wird es für unsere Schule, für unsere Kinder vor allem, bestens ausgehen.
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