15a-Verträge, wo wir sehr eng in Abstimmung sind und wo wir versuchen – wir konnten die 15a-Verträge ja „nur“, unter Anführungszeichen, mit den Bundesländern abschließen –, uns da mit dem Städtebund, mit dem Gemeindebund, mit den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen hinsichtlich Information kurzzuschließen, damit diese Mittel auch gut eingesetzt werden. Sie haben recht, wir haben es da mit unterschiedlichen Kompetenzlagen zu tun. Das war ja auch der Grund, warum ein 15a-Vertrag zur Umsetzung überhaupt notwendig war. Wenn Sie mich fragen, habe ich gegen eine Verbundlichung nichts einzuwenden. Ich war immer schon für eine Bundeskompetenz im Schulbereich. (Ruf bei der ÖVP: Wettbewerb schadet auch nicht!)
Zum Thema Qualifikation von Beschäftigten im Bereich der Freizeitpädagogik: Da sind wir eben auch genau in der Kompetenzthematik; Herr Bundesrat Schweigkofler hat es ja auch angesprochen. Ich kann hier von meiner Seite nur sagen, dass wir die Curricula für die Ausbildung der Freizeitpädagogen fertiggestellt haben, dass die ersten Freizeitpädagogen an den Pädagogischen Hochschulen im Februar ihren Abschluss haben. Das heißt, wir versuchen, über diese Seite die Qualifikationskomponente entsprechend zu verankern, rechnen Qualifikationen an, zum Beispiel in Musikschulen oder in Sportvereinen, damit berufsbegleitend diese Ausbildung auch gelingen kann.
Zum Dienst- und Besoldungsrecht habe ich schon kurz Stellung genommen. Ein wesentlicher Punkt – und Sie haben ihn angesprochen – wird dabei natürlich sein, das Konzept des Sekundarstufe-I-Lehrers auch umzusetzen. Das beginnt bei der Ausbildung und hat natürlich auch dienst- und besoldungsrechtliche Konsequenzen.
Zum Herrn Bundesrat Schreuder möchte ich sagen: Ja – dreimal unterstrichen –, Schule soll Freude machen. Wir wissen das ja von uns selber: Was wir gerne machen, geht uns gut von der Hand. Ich glaube aber gleichzeitig, dass Freude und Ernsthaftigkeit kein Widerspruch sind, sondern dass die Disziplin ja mit dem Interesse wächst und steigt und dass wir da an beides denken sollten.
Zur Bundesrätin Bettina Rausch: Da muss ich jetzt ein bisschen ausholen (Zwischenruf bei der ÖVP) – immateriell und symbolisch natürlich. In aller Wertschätzung und in großem Respekt: Die Neue Mittelschule ist ein Etappenziel für mich. Ich darf da schon auch noch einmal auf die sehr intensiven Gespräche Bezug nehmen, vor allem mit Elmar Mayer, mit Werner Amon, in denen wir wirklich – ich kann das sagen, aus meiner Sicht – professionellst zusammengearbeitet haben.
Wir haben versucht, unter Einbeziehung auch der Praktiker, ein modernes pädagogisches Konzept mit der Neuen Mittelschule umzusetzen. Da sind all die Punkte drinnen, die uns allen, glaube ich, wichtig sind: Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche, Berufsberatung, Bildungsberatung – verpflichtend, 3., 4. Klasse –, möglichst auch Freiraum für die Schulen, um Leitbilder zu entwickeln, die Direktoren auch dementsprechend zu stärken, Wahlmöglichkeiten, Schwerpunkte.
Das ist also wirklich ein großes Werk – würde ich sagen –, das da gelungen ist, worauf ich auch stolz bin, worauf wir, denke ich, gemeinsam stolz sein können, und wo wir alles daran setzen, das jetzt auch umzusetzen. – Das ist der eine Punkt, aber auf der anderen Seite habe ich auch politische Ziele, wenn Sie so wollen, politische Fernziele. Mir ist schon klar, dass das jetzt, zu dieser Zeit, nicht umsetzbar ist, aber träumen wird man noch dürfen, Visionen wird man haben dürfen.
Mir jetzt zu sagen, ich dürfe über meine Ziele nicht reden, ist ein bisschen viel verlangt und geht über das hinaus. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesrat Mag. Himmer: Das hat sie ja überhaupt nicht gesagt! Die Kollegin hat nur gemeint, dass es nett wäre, wenn Sie sich an die Regierungsvereinbarung halten würden!) – Sie formulieren das jetzt im Konjunktiv und unterstellen mir damit, dass ich mich nicht an ein Regierungsübereinkommen halte!? (Bundesrat Mag. Himmer: Dass das Gymnasium bleibt !) –
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite