weiterer toller Schritt gesetzt wurde. Ich denke, dass wir mit der Einführung der Schülerfreifahrt und jetzt wiederum mit dem TOP-Jugendticket wirklich sehr viel Gutes tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Ein Vorteil ist auch schon angesprochen worden: Patchwork-Familien sind natürlich ganz eindeutig diejenigen, die davon profitieren werden. Wir haben heute schon bei einem anderen Punkt über die Familien und über das geänderte Familienbild gesprochen. Das Familienbild ist schon lange ein anderes und nicht mehr die Idealfamilie. Endlich kommt die Politik auch dieser Tatsache nach und setzt Rahmenbedingungen für diese Familien.
Ein Jahresbeitrag von 60 € ist natürlich sehr erfreulich und vor allem – und das, denke ich, ist wichtig –, dass dieses Ticket für die Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge auch in den Ferien gilt. Umweltfreundlich, umweltbewusst und ein Hinführen dieser Personen zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel – also wirklich alles sehr, sehr positive Dinge.
Die Kostenneutralität hat auch Kollegin Rausch schon angesprochen, darauf brauche ich nicht mehr einzugehen.
Was ich jetzt noch sagen möchte, ist: Im Nationalrat wurde diskutiert – ich weiß jetzt aber nicht, wie weit das schon aufgenommen wurde – bezüglich der behinderten Beschäftigten, dass wir 2011 ja gerade in Arbeitsprojekten Behinderte beschäftigt haben und ob die jetzt auch schon diesen Bus benutzen können, ob hierfür schon Vorkehrungen getroffen wurden für jene, die in Projekten waren.
Und was ein Problem darstellt – und da glaube ich, dass wir gemeinsam eine Lösung suchen müssen –, sind die Bedarfslinien. Es ist so, dass die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrlinge im ländlichen Bereich zur Autobushaltestelle gehen und dort nicht unterscheiden können: Ist das jetzt ein Linienbus oder ist das eine Bedarfslinie, die eingerichtet wurde?
Wir haben im Burgenland die Situation, dass wir aus den Bezirken Neusiedl, Mattersburg und Eisenstadt die Schülerinnen und Schüler und die Lehrlinge in die Berufsschule, in die Krankenschwesternschule und in die Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik nach Oberwart fahren. Das ist eine Bedarfslinie, und diese Jugendlichen sind natürlich sehr enttäuscht, weil sie das TOP-Jugendticket dort nicht nutzen können, weil diese Linie nicht im Verkehrsverbund ist.
Ich denke, dass wir hier auch eine Lösung schaffen müssen, nicht – und ich möchte es noch einmal sagen – weil sich diese Jugendlichen oder diese Eltern um nichts kümmern, sondern es ist schon eine sehr lange Tradition – ich glaube, diese Bedarfslinie gibt es schon seit 20 Jahren –, sodass es für die Eltern, für die Familien eigentlich ganz klar ist, es ist ein Linienbus. Und jetzt werden sie nicht unterstützt. Ich denke, dass wir hier schauen müssen, dass wir auch diese Schüler – weil sie ja eine Ausbildung machen: Kindergartenschule, Berufsschule – noch ins Boot holen.
Was das Burgenland betrifft, so weiß ich, dass über diese Sache schon diskutiert wird, dass hier auch eine Lösung gesucht wird. Das Land Burgenland zahlt jetzt schon 384 000 € zu diesem TOP-Jugendticket dazu. Ich möchte dafür den Landeshauptleuten ein herzliches Danke sagen, und allen voran natürlich meinem Landeshauptmann.
Ich freue mich, dass wir heute hier die Grundlage für hoffentlich – und da wünsche ich Ihnen bei den Verhandlungen wirklich alles, alles Gute – ein österreichweites TOP-Jugendticket schaffen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
18.43
Präsident Georg Keuschnigg: Zu Wort gelangt Frau Bundesrätin Michalke. – Bitte.
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