folge in der Öffentlichkeit nicht immer so wahrgenommen werden, wie es zum Beispiel in den Bereichen Soziales, Infrastruktur, Wirtschaft oder eben auch im Bereich der Landesverteidigung der Fall ist. Meine Vorredner haben ja schon sehr viel über Landesverteidigungsthemen gesprochen, daher werde ich mich eher auf den Bereich Sport konzentrieren.
Mit den Auswirkungen der Sportpolitik beschäftigen sich sehr stark die Sportfunktionärinnen und -funktionäre in den Verbänden, in den Vereinen, aber auch die Sportlerinnen und Sportler selbst. Es gibt auch ein eher geringeres Interesse der Medien, darüber zu berichten. Der Fokus wird viel mehr auf Erfolge, gegebenenfalls auch auf Misserfolge oder Skandale im Sport gelegt.
Es freut mich ganz besonders, dass du als unser neuer Verteidigungs- und Sportminister die Umsetzung des von deinem Vorgänger Norbert Darabos initiierten Sportförderungsgesetzes ganz oben auf deiner Prioritätenliste hast und das auch vorantreiben möchtest. Dieses Sportförderungsgesetz, das bereits – und das wurde auch bereits angesprochen – vorbereitet ist und dem auf parlamentarischer Ebene nur noch die Beschlussfassung fehlt, ist ein wichtiger Schritt. Im Breitensport soll für die Grundförderung der Dachverbände in Zukunft eine Mindestquote festgeschrieben werden, die für die Förderung der Vereine verwendet werden muss.
Im Spitzensport soll als Beurteilungskriterium eine leistungsorientierte Reihung der Fachverbände eingeführt werden. Diese inhaltliche Planung der Förderschwerpunkte obliegt einem Gremium, das mehrheitlich vom organisierten Sport beschickt werden soll.
Zwei fachliche Beiräte mit unabhängigen Expertinnen und Experten für den Breiten- und den Spitzensport werden sicherstellen, dass die Förderungen auch zielorientiert eingesetzt werden. Damit ist eine langjährige Forderung des Sports realisiert, möglichst alle Verbandsförderungen an einer Stelle beantragen zu können. Und für die Transparenz nach außen wird eine Förderdatenbank sorgen.
Letztendlich muss man sich auch die Frage stellen, welche Konsequenzen wir zum Beispiel aus den Olympia-Teilnahmen – ich denke da an London 2012, wo es keine einzige Medaille für Österreich gab – ziehen sollen. Eine Konsequenz – das wurde heute schon angesprochen – ist die finanzielle Sicherung für Rio 2016 in der Größenordnung von 20 Millionen €. Eine weitere muss nicht finanzieller, sondern durchaus inhaltlicher Natur sein: Mit dem Sportförderungsgesetz würde eine deutliche Trennung zwischen Breiten- und Spitzensport erfolgen, ein klares Abgehen von der „Gießkannen“-Förderung hin zu einer konkreten Projektförderung und ein neues Maß an Transparenz und guter Kontrolle der Mittelverwendung.
Auch die Umsetzung des in der Planungsphase befindlichen Masterplans zum Sportstättenbau unter Einbindung der SportlandesrätInnen, wie du das heute bereits angeführt hast, ist ein wesentlicher Beitrag zu einer besseren Kontrolle des Mitteleinsatzes und könnte in Zukunft auch eher schwächer repräsentierten und von weniger Menschen betriebenen Sportarten erlauben, vielleicht neue Akzente zu setzen.
Mich freut besonders das Bekenntnis von dir, Herr Minister Klug, als zuständigem Sportminister, einen Beitrag dazu leisten zu wollen, aus der klassischen Wintersport-Nation Österreich auch eine Sommersport-Nation zu machen.
Eine weitere Unterstützung für den Sport, die heute auch wieder ausgesprochen wurde, wäre die täglichen Turnstunde in der Schule. Die Bundessportorganisation hat dafür über 150 000 Unterstützungsunterschriften gesammelt. Diese Forderung wird von allen Parlamentsparteien unterstützt und auch von dir, geschätzter Herr Minister, getragen. Unabhängig davon, wie das in der Umsetzung letztendlich aussehen wird,
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