batte im Bundesrat – und ich bedanke mich jetzt natürlich auch schon für die vielen wohlwollenden Worte – dieses Gesetz sozusagen ins Finale zu bringen.
Mein besonderer Dank – und den möchte ich deutlich zum Ausdruck bringen –, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, gebührt in diesem Zusammenhang meinem Amtsvorgänger als Sportminister, Norbert Darabos. Er hat maßgebliche Schritte gesetzt, er hat dieses Gesetz maßgeblich begleitet, er hat maßgebliche Initiativen gesetzt, damit wir das heute beschließen können. Lieber Norbert, in Abwesenheit herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Alle sportlich Interessierten, alle Politikerinnen und Politiker, die mit Sportlerinnen und Sportlern, aber auch mit Funktionärinnen und Funktionären aus dem Sport regelmäßig Kontakt haben, wissen, dass wir aufgrund unserer aktuellen Situation doch einige Defizite haben, die wir mit diesem Gesetz beseitigen. Es gab in der Vergangenheit zu viele Fördertöpfe, es gab in der Vergangenheit nur eingeschränkte Kontrollen oder Kontrollen, die zum Teil nicht sehr gut funktioniert haben, und wir wissen natürlich auch, dass die sogenannte Gießkannenförderung im Sport nicht das Gelbe vom Ei ist.
Darüber hinaus gab es immer wieder einen hohen administrativen Aufwand für die Fördernehmer, und die Planungssicherheit für die Verbände war meines Erachtens auch nur eingeschränkt gewährleistet. Das neue Gesetz bringt in diesem Zusammenhang zweifellos erhebliche Fortschritte, und wenn wir davon ausgehen – und ich glaube, diese politische Einschätzung eint uns –, dass das Geld in Zukunft nicht mehr wird, dann ist effizienter Umgang mit den öffentlichen Mitteln nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern das bedeutet letztlich auch verantwortungsvolle Politik.
Das neue Modell wird im Wesentlichen im Bereich der Verbandsförderung maßgebliche Veränderungen bringen. Wir kommen mit diesem Bundes-Sportförderungsgesetz zu einer klaren Trennung zwischen dem Spitzensport und dem Breitensport, und ich sage in aller Offenheit: Jawohl, der Spitzensport wird davon profitieren, in Summe mit 5 Millionen € pro Jahr mehr.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit diesem neuen Bundes-Sportförderungsgesetz einen essentiellen Beitrag dazu leisten, auch im Rot-Weiß-Rot-Sport in Zukunft schönere Erfolge zu erzielen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit diesem neuen Gesetz auch Rahmenbedingungen schaffen, die es ermöglichen, dass wir wieder zu neuen sportlichen Vorbildern kommen, und wenn ich das so besonders betone, dann meine ich damit natürlich, dass neue sportliche Vorbilder auch wichtig für unsere Jugend sind.
Wir alle erinnern uns zurück: Wenn uns jemand im Sport besonders begeistert hat, dann sind wir mit einem gewissen Elan dabei gewesen, dann haben wir uns das zwar auch im Fernsehen angeschaut, aber sind eben nicht in dieser Passivsportrolle verblieben, sondern wir haben uns dann auch aktiv in den Sport eingebracht, weil wir natürlich geschaut haben, ob es auch uns gelingt, einen Aufschlag wie zum Beispiel Thomas Muster am Trainingsplatz zustande zu bringen. (Allgemeine Heiterkeit.)
Daher bin ich felsenfest davon überzeugt, dass mit diesem Gesetz neue sportliche Vorbilder wieder möglich werden, und das ist meines Erachtens ein wichtiger Beitrag auch für unsere Jugend, um diese wieder für den Sport zu begeistern.
Mir ist vollkommen bewusst, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, dass dieser Spagat, auf der einen Seite mehr Kontrolle zu gewährleisten, aber auf der anderen Seite keine zusätzlichen neuen administrativen Hürden aufzubauen, etwas ist, das zu bewältigen ist. Aber ich bin auch der Meinung, dass mit dem vorliegenden Gesetz dieser Spagat sehr gut bewältigt wird und wir daher in Zukunft auch zu mehr Transparenz durch mehr Kontrolle kommen werden, insbesondere natürlich mit der Förderungsdatenbank.
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