zelnen Sektoren zusammenarbeiten, die Bauern mit der Industrie, mit dem Tourismus. Damit können wir in ländlichen Gebieten, wo es wenig Arbeitsplätze gibt, auch oft für Frauen, neue schaffen. Das ist ein zäher, mühseliger Prozess.
Der Dank gebührt da diesen LAGs, diesen Arbeitsgruppen. Der Obmann sitzt da, der Bundesrat Temmel, andere werden auch dabei sein. Da geht es darum, dass wir über Parteigrenzen hinweg schauen, dass der ländliche Raum eine Dynamik kriegt. Denn in Europa und auf der ganzen Welt ist es so, dass die Städte immer größer werden und das Land immer mehr entvölkert wird, dass in den Dörfern nur mehr alte Leute leben, weil die Jungen wegziehen.
Daher ist ein Teil der Politik im ländlichen Raum, zu schauen, dass der ländliche Raum vital bleibt und neue Chancen eröffnet. Das ist schwierig, aber das war immer unser Grundsatz, und den wollen wir auch weiterverfolgen. Dazu braucht es Geld. Die Finanzverhandlungen zum europäischen Budget waren ja positiv, denn Österreich verliert nur 2,8 Prozent der Mittel in der ländlichen Entwicklung. Das war eine gemeinsame Arbeit der Bundesregierung. Bayern beispielsweise verliert 20 Prozent in der ländlichen Entwicklung und kann daher diese Programme nicht mehr fortführen. Das ist der eine Punkt.
Das Ziel ist klar, nur damit Sie das auch noch hören, was das Ziel der österreichischen Agrarpolitik ist: Wir wollen eine produzierende Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung. Wir wollen, dass die Bauern leistbare Qualitätslebensmittel erzeugen – bio, konventionell, österreichisch –, österreichische Qualitätslebensmittel, auf die man sich verlassen kann, die eine hohe Qualität haben und die man sich leisten kann. Darüber hinaus haben die Bauern auch eine ökologische Verantwortung. Sie müssen auf die Umwelt schauen, Boden, Luft, Wasser sauber halten und letztendlich auch erneuerbare Energie produzieren.
Stichwort Fischereipolitik, weil Sie es erwähnt haben. Österreich ist eines von fünf Binnenländern in der Europäischen Union und hat sich immer für nachhaltige Fischerei ausgesprochen, speziell was Meeresfischerei anlangt. Erstmals haben wir hier jetzt eine aktive Rolle eingenommen, weil wir gesagt haben, es ist nicht mehr akzeptabel, dass die Meere leergefischt werden, dass hier all das passiert, was Sie angesprochen haben, etwa die Problematik Beifang, wo in Wahrheit das meiste, das gefangen wird, wieder ins Meer zurückgeworfen wird und dabei die Meereslebewesen, Fische und anderes Meeresgetier zugrunde gehen.
Es gibt eine sehr mutige Fischerei-Kommissarin, eine Griechin, nämlich Frau Damanaki, die dieses Thema angeht, und Österreich steht hier an der Spitze, wir unterstützen sie dabei, weil auch die Konsumenten in Österreich immer kritischer werden und fragen, woher kommt der Fisch, genauso wie bei allen anderen Lebensmitteln, wie wurde der erzeugt. Jetzt wurde bereits die Reform angegangen, auch im Europäischen Parlament: strengere Regeln für die europäische Fischereiwirtschaft, damit derartiger Beifang und Rückwurf vermieden wird, reduziert wird, ganz verhindert wird.
Das, was wir aber gleichzeitig machen, ist, dass wir in Österreich die Fischereiproduktion steigern wollen. Wir haben vor zwei Jahren ein Aquakulturkonzept entwickelt, und wir wurden für unsere Aktivitäten belohnt: Die Fischereikommissarin hat in Österreich einen großen Aquakulturkongress in Mondsee gemacht, wo das Ziel ist, die heimische Fischereiwirtschaft zu heben. Wir werden nicht den ganzen Fisch, der in Österreich gegessen wird, in Österreich erzeugen können, dieses Potenzial haben wir nicht, aber eine nachhaltige Produktion mit heimischer Fischereiwirtschaft, das wollen wir. Da haben wir einen klaren Plan, wie wir diese ausbauen wollen, und den werden wir auch umsetzen.
Es wurde die Energiewirtschaft erwähnt. Wir haben vorhin über die Atomkraft gesprochen. Ja, wir sind derzeit in Europa in der Phase, dass Energie eine zentrale Stand-
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