dern weil nur einige Zentimeter gefehlt hatten: 7 Zentimeter unter der Oberkante der Spundwände.
Gerade durch den Schutz, den wir dem Machland seit dem Hochwasser 2002 gewährt haben, in den wir investiert und den wir fertiggestellt haben, können wir sehen, dass das Machland in diesem Bereich großteils wirklich geschützt wurde, von Mauthausen an über Grein an der Donau bis St. Nikola. Das war natürlich 2013 in anderen Bereichen, wie im Eferdinger Becken, in Melk, im Ybbser Raum, in vielen Bereichen entlang der Donau und in Schärding (Ruf: Am Inn!) – am Inn – eine Katastrophe.
Wir wissen, welcher Schaden angerichtet wurde, wir wissen, dass es 2002 500 Millionen € Schaden in diesen Gebieten gab, und stellt man die vergangenen Investitionen gegenüber – 195 Millionen €, die in Oberösterreich schon investiert wurden –, dann sieht man, dass das gut investiert wurde in den Schutz vor Hochwasser.
In Schärding wurden 200 Häuser evakuiert – mein Kollege hat das vorhin schon geschildert: die Hochwassermarken von Schärding und die Jahrhundertstände bis in das 15. Jahrhundert zurück. Die Fußball-Tribüne stand unter Wasser; das war auch so ein Erinnerungsfoto, das der Fußballverein wahrscheinlich lange in seiner Kantine hängen haben wird. (Ruf: Welche Kantine?)
150 Straßen waren unterbrochen, es gab den Schaden für die Wirtschaft, die Westbahn war unterbrochen, und auch einen Bürgermeisterkollegen aus unseren Reihen, Bundesrat Franz Wenger, hat es in dieser Zeit in Taxenbach mit den Murenabgängen in der Gemeinde schwer getroffen. Die Bahn war unterbrochen, die Straße war unterbrochen, aber er hat auch persönlich durch sein Engagement einen gesundheitlichen Schaden erlitten. Er hat wirklich in der Zeit sehr viel geleistet: 48, 72 Stunden lang und darüber hinaus hat er sich für seine Gemeinde engagiert.
Unser Bundesratskollege Robert Zehentner, den ich einige Tage darauf in Taxenbach treffen wollte, hat mir gesagt: Du, Ewald, ich kann nicht mehr! Es ist 10 Uhr abends, ich bin fertig! Wir haben den ganzen Tag die Schäden der Murenabgänge beseitigt, wir können uns heute nicht mehr treffen. – Ich hatte Verständnis dafür, weil auch ich bei vielen Einsätzen der Feuerwehr dabei bin. Damit komme ich schon zu den Einsatzkräften, die uns immer unterstützen und dabei sind.
Viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, Tausende Männer und Frauen, sind im Einsatz, auch mit Unterstützung von zivilen Kräften, die mithelfen, die Feuerwehren zu versorgen. Indem sie Sandsäcke füllen, einfache Tätigkeiten ausführen, unterstützen sie die Freiwillige Feuerwehr. Es gibt aber auch das Rote Kreuz – immerhin gab es sehr viele Verletzungen und leider hat es im vergangenen Jahr auch fünf Tote bei dem Hochwasser gegeben.
Geschätzte Damen und Herren! Im abgelaufenen Jahr hatten wir eine sehr lange Debatte über das österreichische Bundesheer. In diesem Bereich hat das österreichische Bundesheer wieder einmal gezeigt, dass es gerüstet ist für solche Einsätze, insbesondere für die Leistungen danach, wenn die Feuerwehren nicht mehr können, wenn den Feuerwehren auch aufgrund ihrer Ressourcen die Luft ausgeht. Ich habe gesehen, wie ein paar Tage später die Feuerwehren die Bahnstrecken vom Schlamm, der getrocknet war und wie Beton auf dem Bahndamm lag, freigeklopft haben. Hier brauchen wir eine gute Koordination, und die haben wir. Mit Bundesminister Gerald Klug, der sehr wohl fördert und unterstützt, dass gerade das Bundesheer herangezogen werden kann, sind wir gut aufgestellt.
Geschätzte Damen und Herren! Gerade im Eferdinger Becken, für das wir heute diese Förderung, diese Artikel-15a-Vereinbarung beschließen, waren es 25 Quadratkilometer Überschwemmung mit 612 Objekten, und es gab im Ausschuss die Frage, ob es Luxusvillen in diesem Bereich gibt. – Nein, der Großteil sind landwirtschaftliche Objekte; es
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