BundesratStenographisches Protokoll827. Sitzung / Seite 42

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Zweitens: Die Medizinische Fakultät bedeutet mehr Chancen für den Forschungs­stand­ort Österreich und insbesondere Oberösterreich. Die gewählten Forschungsschwer­punkte Versorgungsforschung und klinische Altersforschung eignen sich hervorragend für Forschungskooperationen mit den bestehenden medizinischen Universitäten und auch, das darf nicht übersehen werden, für die Gewinnung internationaler Partner, denn das sind absolute Zukunftsthemen. Wie auch durch Gutachten belegt, wäre die Johannes Kepler Universität mit der vorliegenden Konstruktion in Fragen der inter­fakul­tären Kooperation und der Querschnittsschwerpunktsetzung an einer medizinischen Fakultät im deutschen Raum in diesen Bereichen führend.

Drittens: Die Medizinische Fakultät, darüber wird sicher auch Minister Mitterlehner noch sprechen, bedeutet eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich und insbesondere Oberösterreich. Gerade wir als zweitstärkster Ballungsraum in Österreich erfahren hier eine besondere Aufwertung.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir werden diese Potenziale nutzen. Diese Themen, wo wir die Forschungsschwerpunkte setzen, können ebenso wie die Medizin­technik nur dann qualitativ hochwertig erforscht, innovative Produkte entwickelt und Dienstleistungen auch für die Patientinnen und Patienten umgesetzt werden, wenn es dazu eine wissenschaftlich fundierte medizinische Basisforschung und Ausbildung gibt.

Natürlich bedeutet das eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich, für unsere medizinnahe Industrie, die mit herausragenden Unternehmen in Oberöster­reich vertreten ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Unternehmen auch die Chancen nützen werden, die diese Fakultät bieten wird. Ja, meine Damen und Herren, die Fakultät bedeutet aufgrund dieser wahrgenommenen Chancen durch die Unter­nehmen auch einen gewaltigen Impuls für den Arbeitsmarkt, insbesondere für qua­lifizierte Arbeitsplätze. Davon bin ich ganz fest überzeugt.

Meine Damen und Herren! Natürlich bedeutet diese Fakultät mehr Chancen für unsere Jugend. Und der sukzessive Aufbau der Universität bis hin zu 300 Studierenden pro Jahr, im Endausbau 1 800, dieser sukzessive Ausbau sichert auch, dass wir die Qualität gewährleisten können.

Die Medizinische Fakultät wird – fünftens – natürlich ein wesentlicher Beitrag zur Ver­sor­gungssicherheit und Versorgungsqualität. Ja, es stimmt: Laut der jüngsten Erhe­bung, die wir mit 15. Jänner durchgeführt haben, fehlen 115 Turnusärzte und Aus­bildungs- und Fachärzte an den oberösterreichischen Spitälern. Und es ist keine Seltenheit mehr, dass wir einen Gemeindearztposten drei oder vier Mal ausschreiben müssen, bis sich Bewerber insbesondere für den ländlichen Raum finden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! In Summe ist die Medizinische Fakultät ein Meilenstein für das Bundesland Oberösterreich und insbesondere ein gewaltiger Schritt in Richtung Volluniversität für unsere Johannes Kepler Universität. Als großer, bedeu­tender und erfolgreicher Wirtschafts- und Industrieraum bleibt natürlich die Forderung einer Volluniversität unser Ziel. Und diesem Ziel kommen wir nun ein gewaltiges Stück näher.

Ich sage dazu, Herr Rektor Hagelauer, auch mit einer Gratulation an deine Mannschaft verbunden, das ist auch zu Recht so, denn erfreulicherweise zählt die Johannes Kepler Universität bereits jetzt zu den Top 50 der weltbesten jungen Universitäten. Das ist eine besondere Leistung! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedanke mich abschließend bei allen, die zur Realisierung dieses Projektes beigetragen haben. Ich bedanke mich bei der Bun­desregierung, dem Herrn Bundeskanzler und dem Herrn Vizekanzler, ich bedanke mich bei Wissenschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner – ich habe auf seine beson-


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