BundesratStenographisches Protokoll827. Sitzung / Seite 43

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dere Rolle bereits hingewiesen –, bei seinem Vorgänger Dr. Karlheinz Töchterle, insbe­sondere auch bei der vorigen Finanzministerin Dr. Fekter und bei Gesundheitsminister Stöger, die ebenfalls wichtige Geburtshelfer waren.

Oberösterreich ist ein Nettozahler in alle Kassen des Bundes, daher haben wir auch selbstbewusst dieses Projekt und das Engagement des Bundes eingefordert. Aller­dings wissen wir, dass es trotzdem in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit ist, dass derartige Projekte beschlossen werden. Das wissen wir sehr zu schätzen und danken dir, sehr geehrter Herr Minister, stellvertretend für die Bundesregierung noch­mals sehr, sehr herzlich.

Ich danke der Hochschulkonferenz, die sich ebenfalls für diese Fakultät ausge­sprochen hat, und ich danke allen Fraktionen des Nationalrates und heute des Bun­desrates, die diesem Projekt ihre Zustimmung geben – beim Bundesrat bin ich in guter Hoffnung; das ist noch nicht erfolgt.

Sehr geehrte Frau Dr. Reiter, ich werde auf Ihre Argumente jetzt nicht gesondert eingehen, sondern verweise auf das Stenographische Protokoll der Nationalratssitzung und gebe Ihnen den Rat, die Ausführungen der Frau Abgeordneten Dr. Lichtenecker genauer zu lesen (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ), die ich vor mir liegen habe, denn dann werden Sie eher davon überzeugt sein, als wenn Sie ein Fraktionsfremder von diesem Projekt überzeugen möchte. Ich kann nur feststellen: Ich bin nicht immer der Meinung der Grünen, aber in diesem Fall hat Frau Dr. Lichtenecker recht! (Beifall bei der ÖVP.)

Es tut uns leid, dass Sie als Salzburgerin und damit als Nachbarin gegen dieses Projekt stimmen. Sie als geschichtsbewusste Dame wissen, das nehme ich an, dass von 1812 bis 1849 die beiden Bundesländer ein Bundesland gebildet haben. Und wäre das heute noch so, würden Sie sicher nicht – das könnte ich mir nicht vorstellen – gegen das eigene Projekt stimmen. (Heiterkeit bei der ÖVP.)

Oder ist das eine Vorsichtsmaßnahme? – Aber ich kann Ihnen sagen, ich habe schon drei Generationen von Salzburger Landeshauptleuten die Zusicherung gegeben: Wir stellen sicher nie mehr Gebietsansprüche in Richtung Salzburg! (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses Projekt ist auch deshalb Wirklichkeit geworden, weil im Land Oberösterreich alle – ich betone: alle! – politischen Fraktionen an einem Strang gezogen haben.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Fraktionen des Landtages für dieses ge­schlossene Auftreten.

Nicht zuletzt ist dieses Projekt Wirklichkeit geworden, weil die Stadt Linz und das Land Oberösterreich ebenfalls ihre Kräfte gebündelt haben. Und ich stehe nicht an, an dieser Stelle auch Herrn Bürgermeister außer Dienst Dr. Franz Dobusch, der gemeinsam mit mir Jahre hindurch das Proponentenkomitee angeführt hat, meinen Dank für seinen Einsatz zu sagen.

Die Zusammenarbeit über Fraktionen hinweg hat Oberösterreich in der Vergangenheit stark und erfolgreich gemacht, und dieses Projekt ist ein Beispiel dafür. Daher plädiere ich dafür, für die Politik und in der Politik das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, denn dann wird sie erfolgreich und glaubwürdig sein.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedanke mich auch bei den Mitgliedern des Expertenkomitees, Herrn Rektor Professor Dr. Richard Hagelauer, Herrn Vize­rektor Dr. Herbert Kalb, Herrn Dekan Dr. Meinhard Lukas, beim Expräsidenten der Medizinischen Gesellschaft Dr. Franz Schramm, bei Herrn Primarius Professor Dr. Josef


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