BundesratStenographisches Protokoll827. Sitzung / Seite 66

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Zur Frage 4:

Nein, natürlich nicht. Wir haben im Regierungsprogramm festgelegt, dass kein Darüber-Hinaus möglich sein soll, nämlich die Abschaffung der Schulnoten, um auf den Punkt zu kommen. Ich stehe auch dazu, dass das nur schrittweise geschehen kann. Wir beginnen bei den Kleinsten, um einen möglichst stressfreien Schulbeginn zu gewähr­leisten. Das halte ich für die richtige Vorgehensweise.

Zur Frage 5:

Die Beantwortung erübrigt sich meiner Ansicht nach aufgrund der Beantwortung von Frage 4. Diese habe ich gerade ebenfalls dahin gehend beantwortet, dass darüber hinaus nichts geplant ist. Es steht nichts im Regierungsprogramm dazu, alle Noten abzuschaffen.

Zur Frage 6:

Auch wenn zurzeit nicht in Diskussion steht, was über diese Legislaturperiode hinaus geschehen soll, finde ich es gut, dass diese Debatte einmal in Gang gekommen ist. Wir alle wissen nicht, was nach 2018 geschehen wird, wie sich dann die Regierung zusam­mensetzen wird, aber es gibt genug Expertinnen und Experten, die jetzt schon sagen, dass Noten nicht wirklich das einzige aussagekräftige Instrument sind und auch nicht wirklich ausreichen, um Kinder in ihrer Gesamtheit zu erfassen.

Zur Frage 7:

Wir werden die Hauptschulen folgendermaßen zu Neuen Mittelschulen weiterent­wickeln: Im Schuljahr 2014/2015 wird es 136 Standorte zusätzlich geben, im Schuljahr 2015/2016 wird es 46 zusätzliche Standorte geben. Damit können wir sagen, dass die gesamte Umstellung von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen abgeschlossen sein wird.

Gestatten Sie mir zwei Sätze zu den Vorteilen dieser neuen Lehr- und Lernkultur, die­ser neuen Lehr- und Lernformen, in denen die Förderung in Kleingruppen sehr großge­schrieben wird und auch das gemeinsame Unterrichten in Hauptfächern. Im Regie­rungs­programm haben wir festgeschrieben, dass schulautonom auch zu einem Drittel davon abgegangen werden kann, das heißt, dass auch andere Fächer für das Team­teaching herangezogen werden können.

Zusätzlich zu Ziffernnoten wird es in der Neuen Mittelschule nicht nur die Eltern- Leh­rerInnen-SchülerInnen-Gespräche geben, sondern auch einen schriftlichen Zusatz zu den Ziffernnoten. In der Sekundarstufe I für die 10- bis 14-Jährigen wird es in der Neuen Mittelschule eine zusätzliche Beurteilung geben, damit man sich ein bisschen mehr vorstellen kann, als dass ein Dreier mittelmäßig ist. Das kann ja auch bedeuten, dass man in einem Bereich super gut ist und im anderen ein bisschen Nachholbedarf hat. Daher glaube ich, dass diese neuen Lehr- und Lernformen ein ganz richtiger Schritt in eine Lehr- und Lernkultur sind, die Kindern eine möglichst stressfreie Zeit in der Schule ermöglichen soll.

Zur Frage 8:

In die Neue Mittelschule gehen ab dem Schuljahr 2014/2015 150 852 Schülerinnen und Schüler. Über die Folgejahre ist es schwierig, Auskunft zu geben. Es steigen welche aus, es steigen welche ein – quer ein, quer aus. Die SchülerInnenzahlen schwanken, aber im Endausbau, können wir sagen, sind es rund 200 000 Schülerinnen und Schüler, die die Neue Mittelschule besuchen werden.

 


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