BundesratStenographisches Protokoll827. Sitzung / Seite 67

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Zur Frage 9:

Zu den Mehrkosten: Diese gesetzlichen Grundlagen sind natürlich auf Basis des Bun­desfinanzrahmens gelegt. Die Kosten sind im Schulorganisationsgesetz festgeschrie­ben und auch budgetiert. Nur ein kleiner Hinweis: Zur Hauptschule sind es nur 600 € mehr, zur AHS um einiges mehr, das ist klar, aber das ist ohnehin bekannt und braucht nicht noch einmal erwähnt zu werden.

Zur Frage 10:

Wir wechseln jetzt das Thema – nur um es noch einmal in Erinnerung zu rufen – und beginnen, über die Matura zur reden.

Es geht um die Frage, ob die Abschaffung der Matura im Regierungsprogramm steht. Sie haben es sicher alle gelesen und nicht gefunden: Natürlich steht das nicht im Re­gie­rungsprogramm, und es steht für die Koalition auch nicht zur Diskussion. (Bundes­rätin Mühlwerth: Die Frage ist, ob eine vereinbart ist!)

Nicht nur ich, sondern auch der Bundeskanzler und auch die Frau Bildungssprecherin Laura Rudas haben sich auch den Medien gegenüber klar und deutlich geäußert, dass wir nicht infrage stellen, dass die neue Matura kommen wird.

Die Matura steht grundsätzlich auch nicht infrage.

Zur Frage 11:

Das können wir nicht umsetzen, weil nicht vorgesehen. Daher erübrigt sich Frage 11 aufgrund von Frage 10.

Zur Frage 12:

Es geht wieder um die nächste Gesetzgebungsperiode. Ich stehe zum Leistungs­nachweis durch die Matura beziehungsweise durch die Matura Neu am Ende der Schulzeit.

Noch einmal kurz gesagt: Die Matura Neu bedeutet mehr Objektivität durch teilweise – es ist keine Zentralmatura, um das noch einmal zu sagen – standardisierte Fragen. Es ist nicht mehr von den Pädagoginnen und Pädagogen abhängig, wer welche Fragen bekommt.

Die Matura Neu bedeutet, dass wir auch einen anderen, eigenständigen Zugang zu Prüfungsfragen festlegen und konzipieren wollen. Entsprechende Schulbücher sind schon auf dem Markt – schon längst, schon seit einigen Jahren. Die Matura Neu wird ja schon seit zehn Jahren entwickelt.

Heuer können wir in einen Probebetrieb gehen, mit zwei Schulen, die den Durchlauf machen werden, und im nächsten Schuljahr wollen wir die Matura Neu für die AHS-Oberstufe und im Schuljahr darauf, also erst 2016/2017, für den berufsbildenden Bereich für alle flächendeckend anbieten.

Alle machen jetzt schon vorwissenschaftliche Arbeiten, wodurch sie sich schrittweise durch Teilergebnisse dieser Matura Neu annähern können. Das ist modern, das ist angenähert an die Universitäten, die vielleicht dann der nächste Schritt für die Ober­stufen­schülerinnen und -schüler sind. Vielleicht entscheiden sich aber die einen oder anderen auch für einen Lehrberuf. Wir haben im Regierungsprogramm vorgesehen, dass die Lehre nach der Matura ebenfalls implementiert ist und dass durch die Matura teilweise Anrechnungen für die Lehre gewährleistet werden können.

Umgekehrt haben wir es ja schon: dass Lehrabschlüsse nach einer berufsbildenden Ausbildung in einer Schule auch angerechnet werden.

 


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