für die Familien, sondern natürlich auch für die Kinder. Längere Öffnungszeiten sind auch ein wesentliches Qualitätskriterium, damit man sich diese Förderungen abholen kann.
Wir diskutieren und hören auch sehr oft, wie aktiv der Bundesrat in der EU ist. Gemeindeübergreifende Kooperationen sind mehr als notwendig, meiner Meinung nach ist das wirklich ein Gebot der Stunde und sehr wichtig, dass es drinnen ist. Ein besserer Betreuungsschlüssel ist ebenfalls verankert, und Drei- bis Sechsjährige werden nun auch stärker gefördert, dass wir diese Betreuungseinrichtungen haben.
Alles in allem ist das eigentlich ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich werden wir weiterarbeiten, natürlich werden wir weiter fordern, und das wird auch ganz im Sinne aller Parteien sein, die hier im Bundesrat sitzen.
Die Familie in den Mittelpunkt zu stellen, die Familie in allen Lebensformen, die es gibt, zu akzeptieren, das ist ganz sicherlich nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern unser Auftrag: zu handeln, zu arbeiten, aktiv zu sein. Wir sind Politikerinnen und Politiker, die nicht vor 20, 30, 40, 50 Jahren Politik gemacht haben, sondern wir sind jetzt hier und müssen jetzt für alle Lebensformen Politik die Familie betreffend machen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns das Recht hat, eine Familienform zu bewerten, über eine Familienform zu richten, sondern wir haben die Familienformen zu akzeptieren und allen Lebensformen, die es gibt, die besten Möglichkeiten zu geben, damit sie die Kinder auch betreuen können. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Wir haben 1986 – mein Sohn ist 1986 auf die Welt gekommen – die erste Veröffentlichung von einem Foto gehabt, wo ein Mann ein Kind hält, wo man auch Nähe spürt, wo man merkt, dass da Herz dabei ist, wo diese Herzlichkeit zwischen Vater und Sohn auch öffentlich gezeigt wurde. Diese Herzlichkeit gab es sicherlich auch schon viel früher, aber es war halt in unserem Familienbild nicht im Kopf, dass auch ein Mann ein Kind mit Wärme und mit Herzlichkeit halten kann.
Das war 1986. Seither ist schon sehr viel passiert, haben wir schon sehr viel gemacht. Es wurde in Österreich der Papa-Monat für alle, die im öffentlichen Dienst stehen, eingeführt. Der Papa-Monat ist eine wichtige Errungenschaft für die, die ihn jetzt schon nutzen können, weil ich – ich habe das eh schon ein paar Mal hier gesagt – davon überzeugt bin, dass, wenn Väter die Chance haben, im ersten Monat, wo die Familie in all ihren Lebensformen neue Grundlagen braucht, sich neue Formen zurechtlegen muss, wo es neue Zeitstrukturen gibt, beim Kind zu sein, wird es auch viel, viel leichter werden, erstens die Väterkarenz zu erhöhen und zweitens natürlich auch die Beziehung zwischen Vater und Kind, zwischen Eltern und Kind, auch zwischen Vater und Mutter zu intensivieren. Das ist für Eltern und Kinder sicherlich sehr, sehr wichtig.
Hinsichtlich der Erhöhung der Väterkarenz haben wir noch sehr viel zu tun. Da müssen wir die Familie als Familie wirklich noch sehr viel mehr in den Mittelpunkt stellen.
Ich komme von den „Kinderfreunden“, für mich ist natürlich das Thema Kinderrechte ganz wichtig. Von den Kinderrechten haben wir in Österreich schon einen Teil in der Verfassung, ein Teil fehlt noch. Auch da werden wir weitermachen müssen, auch da werden wir die sein, die nicht aufhören werden, darauf zu drängen, dass da etwas weitergeht, darauf hinzuweisen – das hat auch mein Vorredner schon gesagt –, dass Kinder Individuen sind, die wirklich akzeptiert werden müssen, so wie sie sind, und mit allen Rechten und Pflichten ausgestattet werden müssen.
Wir haben hier im Bundesrat schon einen wichtigen Schritt auf diesem Weg gesetzt. Wir haben im Jahr 2012 eine Petition im Bundesrat eingebracht, die heißt: „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“. Sehr viele Kolleginnen und Kollegen haben sich damals engagiert. Wir haben diese Petition mit 2 000 Unterschriften abgegeben; innerhalb kürzester Zeit
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