BundesratStenographisches Protokoll831. Sitzung / Seite 119

HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite

Wir haben auch von der Ausbildung von Lehrkräften, die sozusagen neu aufgestellt wurde, gehört. Eine qualitativ hochwertige Pädagoginnen- und Pädagogenbildung ist der Grundstein für einen guten Unterricht und in weiterer Folge auch für bessere Bildungserfolge von Schülerinnen und Schülern. Dazu kommt, und darauf, glaube ich, kommt es besonders an, dass es attraktive Angebote im Sinne der Weiterbildung für die Lehrerinnen und Lehrer gibt und auch eine Motivation für ein lebenslanges Lernen.

Wesentlich ist auch – und verstehen Sie das nicht falsch als Seitenhieb –, dass es Planungs­sicherheit gibt, was neue Schulsysteme betrifft, insbesondere betreffend die Neue Mittelschule mit den Stundenkontingenten. Hier ist doch einiges an Unruhe hineingebracht worden.

Wir haben auch schon gehört, dass die Schulabbruchsquote in Österreich bei 7,6 Prozent liegt. Das ist unter dem Geforderten, aber doch noch immer zu viel, und vor allem brisant ist die Zahl, wenn man hört, dass Kinder mit Migrationshintergrund in Österreich eine viermal so hohe Schulabbruchsquote als der Rest haben. Hier gibt es also einiges zu tun.

Österreich setzt, so entnehmen wir dem Bericht, verstärkt auf Maßnahmen im Bereich der Elementarbildung; insbesondere geht es um die Stärkung des Übergangsmanage­ments vom Kindergarten in die Volksschule sowie den Ausbau der Sprachförderung von Kindern.

Ich möchte auch noch auf das Erasmus+-Programm zu sprechen kommen, das heute schon im Wissenschaftsbericht sozusagen erwähnt wurde. Wir wissen, dass Erasmus+ jetzt auch den Teil der Jugend – sprich: der Schulen – umfasst, und gerade, weil auch unsere Schule in Bad Aussee sehr, sehr erfolgreich an einem Comenius-Projekt teilge­nommen hat, weiß ich, wie wichtig und wie nachhaltig fördernd das für die betroffenen jungen Damen und Herren sein wird.

Dann heißt es auch, und das ist wichtig, dass die Schlussfolgerungen dazu beitragen sollen, dass dem Bildungsbereich eine stärkere Stimme im Jahreswachstumsbericht und im Prozess der Europa-2020-Strategie gegeben wird. Die Mitgliedstaaten sind unter anderem dazu eingeladen, Grundkompetenzen zu fördern sowie lebenslanges Lernen zu stärken und digitale Fertigkeiten und Lernmethoden sowie die Ausschöpfung des Potenzials neuer Technologien zu unterstützen. – Ich freue mich schon darauf, und dankenswerterweise wurde im Nationalrat dazu, wie auch zur gesamten Bildungs­thematik, ein Unterausschuss eingerichtet.

Hier liegt sozusagen vieles auf dem Tisch, aber gerade was die neuen Technologien betrifft – ich spreche da ein Beispiel an, nämlich das Thema Handy in der Schule –, wird der Umgang damit mit unterschiedlichen Ergebnissen unterschiedlich gehandhabt. Sie können Fachmeinungen dazu in jede Richtung haben. Ich persönlich war in Däne­mark beeindruckt: Dort ist das selbstverständlich, dort gibt es einen neuen Zugang. Diese neuen Technologien ermöglichen auch neue Unterrichtsformen. Also diesbe­züglich, glaube ich, ist es an der Zeit, dass man einmal eine klare Richtlinie trifft.

Die neue Generation der europäischen Finanzierungsinstrumente, insbesondere Eras­mus+ sowie die Struktur- und Investitionsfonds sollen voll ausgeschöpft werden. – Diesbezüglich wissen wir, dass es diese Mittel, die aufgestockt wurden, gibt, ich habe sie schon bei Erasmus+ angesprochen. Es sind insgesamt 14,7 Milliarden € für das Programm bereitgestellt, 40 Prozent mehr als in der Finanzperiode 2007 bis 2013. Der Anteil Österreichs wird allein im Jahr 2014 rund 28 Millionen € betragen.

Dies ist ein imposanter Bericht in einem Bereich, in dem vieles in Veränderung ist. Wir haben es heute schon vom Sozialminister gehört: Wir leben in vielen Bereichen in einem Zeitalter der Veränderung, so auch im Bildungsbereich. Dort warten große Auf-


HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite