Dieses Gesetz nimmt Rücksicht darauf, dass große Energielieferanten jetzt verpflichtet werden, Ombudsstellen einzurichten, wo es um Energieberatung geht, wo es um Effizienz, Suffizienz und Dämmgeschichten, um Fragen geht wie: Wie heize ich richtig?, Wie lüfte ich richtig?.
Heute müssen wir den Leuten – vielleicht am Land nicht so, aber in der Stadt zum Teil sehr wohl – beibringen, wie man richtig kocht: dass man auf einen Topf einen Deckel drauf tut und dadurch Geld spart, dass man den Kühlschrank einmal im Jahr vorzieht und hinten das Gitter putzt.
All das sind Energiesparmaßnahmen, die man die Menschen lehren und ihnen nahebringen muss; und das können diese Ombudsstellen sehr gut vermitteln. Zum Teil ist es ja in Wien im Wien Energie-Haus passiert. Ich kann nur als Wiener Mandatar sprechen. Vielleicht gibt es das auch in Niederösterreich. In Vorarlberg gibt es Energiechecks, dabei werden die Leute beraten.
Da gibt es also vielfältige Maßnahmen. Da wurde schon versucht, über Bewusstseinsbildung und über Informationstransfer zu den Menschen, etwas zu tun. Wenn dieses Gesetz das jetzt noch unterstützt, ist es superbegrüßenswert.
Ich möchte auf zwei kleine Maßnahmen hinweisen, die wir in Wien auch machen. Da wären einerseits die „Energiepartner von nebenan“, wo wir Umwelt und Soziales sehr stark verbinden, wo wir in den Wohnungsbereich gehen, in den Wiener Gemeindebau, wo wir Mieterbeiräte beziehungsweise Mieter jetzt schon seit drei Jahren als Energieberater ausbilden, damit sie in der Nachbarschaft sozusagen vom Gleichen zum Gleichen Energieberatung machen.
Denn wir haben gesehen: Energieberatung ist etwas sehr, sehr Persönliches. Es hat einen großen Auftrag gegeben – ich glaube, der war vom Sozialministerium –, nämlich an eine Firma. Dabei ging es um Energieberatung in armutsgefährdeten Haushalten. Die haben den Auftrag zurückgegeben, weil die Menschen sie in ihre Privatsphäre, in die Wohnung nicht hineingelassen haben. Deswegen muss man sehr stark in der Nachbarschaft ansetzen, und mit solchen Peer-to-Peer-Modellen schafft man es eben eher, in die Wohnungen zu kommen, bei den Leuten Vertrauen zu gewinnen und die Leute zu schulen.
Ein zweites Projekt, das bei der Jugend ansetzt und sehr, sehr toll ist, bei dem sehr viele Lehrlinge mitmachen – ich glaube, auch Rewe macht jetzt mit seinen Lehrlingen mit –, ist der Energieführerschein. Dabei werden junge Leute ausgebildet, nämlich in Energiesparmaßnahmen, Energieeffizienzmaßnahmen im Haushalt, aber auch für den Arbeitsplatz, wo man kleine Maßnahmen treffen kann, um einiges zu sparen.
Dieser von der Wiener Umweltschutzabteilung beziehungsweise Energieplanungsabteilung geplante Lehrgang und dieses Zertifikat trägt bei der nächsten Generation schon sehr viel dazu bei, dass ein ganz anderer Umgang und ein Bewusstsein für dieses kostbare Gut Energie geschaffen wird.
Ich komme zum Schluss. Ich denke, dieses Energieeffizienzgesetz ist ein wichtiger weiterer Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Zukunft, zu einer Lebensqualität für diese Generation und für die folgenden Generationen, denn denen soll es auch einmal so gut gehen wie uns. Viele Dinge, die wir heute verbrauchen, haben mit Wohlstand nichts mehr zu tun, sondern das ist Unachtsamkeit. Die können wir weglassen und effizienter werden.
Deswegen möchte ich – weil mein Abschluss so in die Zukunft gerichtet ist, für unsere Kinder und Kindeskinder – mit einem Zitat von Willy Brandt enden: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie heute zu gestalten.“ Und mit diesem Gesetz hat die
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