so in Sachen Bildung gerade berichtet wird. Da ist in der gestrigen Ausgabe der „Presse“ eine ganze Seite dem gewidmet, was mit der Überschrift beginnt: „Wir wollen die beste Bildung! Nur, wie?“
Da heißt es:
„Bildungsinitiativen. Zahlreiche NGOs und Vereine kämpfen für eine bessere Bildungspolitik. Wie diese aussehen soll, darüber scheiden sich aber die Geister.“
Ich darf nur daran erinnern: Ob die Bildungs-NGO „jedesK!ND“, ob „BILDUNGGRENZENLOS“, ob das Bildungsvolksbegehren, ob die „Bildungsplattform Leistung und Vielfalt“, ob die Initiative „Pro Gymnasium“ oder die Plattform „EduCare“ – alle wollen eine bessere Bildung. Die Wege, die dorthin führen sollen, sind allerdings meist sehr unterschiedlich. Und fast beängstigend wirkt die Zahl der sogenannten Bildungsexperten, die eine Lösung anbieten.
Sie haben es ja nicht leicht, Frau Bundesminister, aber manche Vorschläge fallen dabei sogar unter die Rubrik Kuriosa.
In ihrem Buch „Der vergessene Schulwart“ hält die Psychotherapeutin Rotraud Perner eine Art Plädoyer für eine größere Wertschätzung der Schulwarte und eine Aufwertung des Berufs. Die Psychotherapeutin sieht die Schulwarte als „Ressource zur Förderung von Kindern und Jugendlichen“ und meint:
„In einer Zeit, in der Lehrkräfte mit einer immer ,verhaltensoriginelleren‘ Schülerschaft konfrontiert sind und nach sozialer Unterstützung rufen (), erscheint es mir grob fahrlässig, die wichtige Zentrumsperson Schulwart als ,nur‘“ – unter Anführungszeichen – „Raumpflege- und Reparaturperson auf die unterste Stufe der Schulhierarchie einzuordnen.“
Also die Schulwarte sollen es künftig richten. Ich denke, hier gibt es viel zu tun, und es wird viel gemacht, Frau Bundesminister, und dafür möchte ich Ihnen auch danken.
Wir wissen und wir haben es schon gehört: Schule beginnt bei den Kleinsten und betrifft alle Lebensabschnitte. Und wenn wir gemeinsam das Beste für unsere Kinder, also für unsere Zukunft, wollen, dann brauchen wir gut zugängliche und qualitativ hochwertige Bildungsangebote in allen Lebenslagen.
Schauen wir uns vielleicht gemeinsam kurz ein paar Zahlen zu den 3- bis 18-Jährigen in Österreich an! Die Zahlen sind sinkend, das heißt, weniger Kinder, natürlich auch weniger Schüler. Im Durchschnitt gab es in den vergangenen drei Jahren in Österreich insgesamt rund 1 150 000 Schülerinnen und Schüler, davon an Volksschulen etwa 330 000, an Hauptschulen beziehungsweise Neuen Mittelschulen etwa 220 000, im Bereich der AHS sind es rund 200 000, im Bereich der berufsbildenden höheren Schulen etwa 350 000. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer bleibt mit etwa 125 000 konstant. Das heißt also grob gesagt: Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern sinkt. Das bedeutet, auf einen Lehrer oder eine Lehrerin kommen weniger Schülerinnen und Schüler. Das ist auch gut so.
Ich war mit dem, was Ihre Vorgängerin, die geschätzte Frau Ministerin Schmied, gemacht hat, nicht immer einverstanden. Aber eines ist geblieben, und das möchte ich auch anerkennend herausstreichen: Die Klassenschülerhöchstzahl von 25 hat sich wirklich positiv auch im Alltagsbetrieb der Schulen ausgewirkt.
Nun ein paar Gedanken oder Anmerkungen zum Thema „Schulstart NEU“, das sich im 6-Punkte-Programm, das bei der Regierungsklausur in Schladming ganz aktuell verabschiedet wurde, fand. Da hat es nach intensiven Diskussionen eine Einigung gegeben. Von meiner Kollegin wurde das Thema „Schulstart NEU“ schon erwähnt. Eine bessere Zusammenarbeit zwischen den KindergartenpädagogInnen und den VolksschullehrerInnen wird ermöglicht.
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