gemeinsam mit dem Sozialminister sehr schnell bereinigt. Der Herr Sozialminister Hundstorfer hat einen Erlass für den Vollzug vorgesehen, und wir werden im Rahmen einer Regierungsvorlage auch die gesetzliche Sanierung vorschlagen, die demnächst im Hohen Haus zur Beschlussfassung anstehen wird.
Wir sind derzeit in der Finalisierung und Schlussbehandlung des ländlichen Entwicklungspakets, wo wir jetzt mit der Kommission die Endabstimmung vornehmen. Die Europäische Union finanziert ja dieses Paket mit 563 Millionen € jährlich. Wir werden übernächste Woche die Endabstimmung vornehmen. Da möchte ich insbesondere zwei Aspekte besonders hervorheben. Wir haben sowohl in der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik als auch in der zweiten Säule mit einer Niederlassungsprämie die beste Jungübernehmerförderung für die österreichische Landwirtschaft in der kommenden Periode vorgesehen, da es doch wirklich wichtig ist, die Jungen zu motivieren, in die Landwirtschaft einzusteigen und die Betriebe zu übernehmen.
Ich möchte, insbesondere auch, um Missverständnisse auszuräumen, auf die Biolandwirtschaft eingehen, denn auch da ist es nicht richtig, was Sie, Frau Bundesrat, behaupten, und zwar dass der Anteil der Biobetriebe zurückgegangen wäre. Der Anteil ist nämlich gleich geblieben. Wir sind tatsächlich mit einem Flächenanteil von 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche und mit der Anzahl der Betriebe nicht nur in Europa Europameister, sondern auch weltweit im Spitzenfeld.
Im Vergleich beispielsweise zu den Vereinigten Staaten haben wir in Österreich, im kleinen Österreich, mehr Biobetriebe als die USA und auch von der Fläche her etwa gleich viel wie in den USA. Also wir sind wirklich eine Bio-Großmacht. Gerade im neuen ländlichen Entwicklungsprogramm haben wir einen entscheidenden Ansatz, um Bio weiter auszubauen, da ist Potenzial vorhanden, wie insgesamt die flächendeckende Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft – das war die Beitrittsstrategie – im neuen ländlichen Entwicklungsprogramm intensiv weitergeführt wird, wofür es übrigens auch im Nationalrat eine wirklich breite Unterstützung gibt. Wir hatten gerade diese Woche einen Agrarausschuss des Nationalrates, wo es großes Einvernehmen darüber gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Bundesräten der SPÖ.)
Wir arbeiten darüber hinaus an der Bewältigung der aktuellen Marktkrise, hervorgerufen durch die Sanktionen und die Gegenreaktion der russischen Seite auf die Sanktionen. Die Landwirtschaft ist hier hauptbetroffen. Wir haben das sehr schnell auf die europäische Ebene gebracht, und die Europäische Kommission ist mit den neuen Möglichkeiten der Marktordnungsgesetzgebung auch aktiv geworden, hat marktentlastende Maßnahmen eingeleitet. Weitere müssen folgen, insbesondere im Schweinesektor, der aufgrund dieser Sanktionen wirklich sehr stark notleidend ist. Und es war mir ein großes Anliegen und es war mir sehr wichtig, dass wir auch national die entsprechend notwendigen Schritte einleiten.
Wir werden eine grüne Exportoffensive starten. Bereits nächste Woche werde ich in Seoul in Südkorea und in der Folge dann auch in China entsprechende Auftritte für die grüne Exportoffensive haben, um hier ein klares Signal zu geben. Wir müssen das, was uns an Drittlandsmarkt in Russland wegbricht, innerhalb von zwei Jahren wettmachen, und ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gemeinsam mit den Unternehmen und Betrieben gelingen wird.
Und schließlich – und das ist auch ein Appell, den ich hier erneuern möchte – ist es wichtig, dass wir in dieser schwierigen Marktsituation den nationalen Schulterschluss zwischen Konsumenten und Bauern schaffen. „Schau drauf, wo’s herkommt!“ heißt die Kampagne, die bewusstseinsbildend wirken soll dafür, dass jeder, der einkauft, darauf achten soll, dass er zu regionalen Produkten greift. Mit dem Kauf regionaler Produkte sind kurze Verkehrswege, kurze Transportwege und damit auch geringere Treibhaus-
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