BundesratStenographisches Protokoll839. Sitzung / Seite 119

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Ich bin ja gerade in allen Bundesländern unterwegs, um mit Menschen, die unterrich­ten, mit Direktoren, Direktorinnen, mit der Schulaufsicht, mit Primarpädagoginnen, ‑pä­dagogen in Diskussion zu treten. In einem Bundesland habe ich dabei unlängst gehört, dass Nachhilfe im Kindergarten, damit Kinder die Schulreife erlangen, nichts Fremdes mehr ist. Ich denke, dass das unangenehme Blüten treibt, wenn das schon vor dem sechsten Lebensjahr beginnt.

Das heißt, diese Trennlinien im Schulsystem, im Bildungssystem überhaupt, sind grund­sätzlich zu überdenken, und in diesem Zusammenhang machen wir gerade einen An­fang.

Zur Frage 7:

Diesbezüglich ist mir nicht nachvollziehbar, worauf Dr. Haider – Dr. Günter Haider in diesem Fall – seine Aussage begründet, weil der Evaluierungsbericht auch sehr ange­nehme Ergebnisse zeigt, die alle nachgelesen werden können. Er ist zum Download frei, er steht zu Verfügung. Ich bin für Transparenz, ich habe, wir haben da absolut nichts zu verbergen. Und ich möchte sagen, dass ich alle NMS-Schulstandorte persön­lich informiert habe, dass sie die Ergebnisse bekommen können und diese Ergebnisse herunterladen können.

Zur Frage 8:

Ich habe genau genommen rund 16 000 € dafür ausgegeben. Ich glaube, einmal wur­den Luftballons angekauft und einige andere Materialien. Also ich habe, seit ich verant­wortlich zeichne, keine einzige PR-Ausgabe für die Neue Mittelschule, wie Inserate oder Sonstiges, getätigt.

Zur Frage 9:

Es steht für mich außer Streit, dass es gut geführte AHS-Unterstufen gibt, das möchte ich wirklich betonen – es gibt sehr projektorientierte, fortschrittliche, gut funktionierende Unterstufen –, und es gibt genauso exzellente Neue Mittelschulstandorte. Wir wissen aus den Bildungsstandards, es gibt Neue Mittelschulstandorte, die bessere Ergebnisse erzielen als AHS-Unterstufenstandorte, und es gibt die umgekehrte Situation genauso. Das Gleiche gilt für die Prozentsätze, was den Übertritt von Schülerinnen und Schülern anlangt: Oft machen mehr Kinder aus Neuen Mittelschulen Matura als Kinder, die vor­her in eine AHS-Unterstufe gegangen sind. Also es gibt die ganze Bandbreite an Er­gebnissen, und man kann es nicht alleine an einer Schulart oder Schulform festma­chen.

Ich denke, dass es wichtig ist, jetzt diese Bund-Länder-Berichte herzunehmen und zu fragen, wie wir die Schulen so stärken können, dass die 10-bis 14-Jährigen am besten betreut sind –meiner Ansicht nach am besten gemeinsam.

Zur Frage 10:

Die Geldmittel in Höhe von 16 150,10 € für Fahnen, Luftballone, Kleinmaterial, die die­sen 1 100 Standorten sozusagen zur Verfügung gestellt wurden, habe ich schon er­wähnt. Es gab keine Zugpatronanzen, keine Inserate, gar nichts.

Die Fragen 11 und 12 kann ich gemeinsam beantworten.

Natürlich ist schon im vergangenen Jahr dadurch, dass sich das Ministerium und auch die beiden anderen Direktoren einvernehmlich trennen konnten und weil ja heuer eine Novellierung des BIFIE-Gesetzes ansteht, das jetzt mit Interimsdirektionen besetzte BIFIE einer Durchleuchtung durch eine Lenkungsgruppe unterzogen worden. Dieser Bericht ist im Fertigwerden, und ich werde demnächst – im Frühling – auch hier Ergeb­nisse präsentieren können, weil ich immer davon gesprochen habe, ob man nicht et­was, das lange entwickelt wurde wie die Zentralmatura, sozusagen redimensioniert wieder selbst verwalten kann. Das werde ich dann auch bekannt geben.

 


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