Für diejenigen von Ihnen, die noch nicht dort waren, habe ich eine Empfehlung: Fahren Sie zur Expo nach Mailand! Der österreichische Pavillon ist bereits jetzt von den gesamten Digitaljournalisten zum besten gewählt worden. Das lässt sich auch als wunderbares Beispiel für unsere Holzindustrie, unsere Alternativenergieindustrie, aber auch für das, was das Land in Summe zu bieten hat, sehen. Ich glaube, auch bei dieser Weltausstellung gelingt es uns wieder wunderbar, eine Signatur zu hinterlassen, um zu zeigen, was Österreich kann, um Lust auf Österreich zu machen und auch um Lust auf Österreich als Tourismusstandort zu machen.
Es gab noch ein paar Fragen vom Kollegen der Grünen. Die Alpenraum-Strategie ist vor zwei Wochen, glaube ich, zweieinhalb Wochen fertiggestellt worden und ist in der Umsetzung. Dann habe ich festgestellt, dass die Radfrage im Railjet sichtlich eine Kernfrage für die Grünen ist – im doppelten Sinne.
Das heißt also, man muss das mit dem Herrn Kern bei den Bundesbahnen besprechen. (Heiterkeit bei der ÖVP.) Ich werde das mitnehmen und bei der nächsten Gelegenheit auch tun. Das ist mir übrigens schon vielfach zugetragen worden, und zwar von sehr vielen unterschiedlichen Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, dass es tatsächlich ein bisschen ein Problem sein dürfte, aber ich glaube, da kann man sicher etwas machen, weil der Railjet jetzt das Aushängeschild schlechthin ist, weil man schnelle Verbindungen hat. Da muss man einmal schauen.
Immerhin ist es gelungen, dass die Wireless-Internetverbindung deutlich besser ist, wie ich gehört habe. Das ist auch immer wieder kritisiert worden – auch einmal im Tourismusausschuss des Nationalrats; daran kann ich mich erinnern. Es ist mir dann aber berichtet worden, dass es eine Initiative gab. Es war auch das Radthema schon – ich kann mich erinnern – im letzten Herbst ein Thema im Tourismusausschuss. Ich habe das auch schon einmal weitergetragen. Ich verspreche aber, nachzufragen und beim nächsten Mal, wenn ich hier bin, eine Antwort darauf zu geben, weil ich mich erinnern kann, dass das ein offener Punkt ist.
In diesem Sinne darf ich mich abschließend noch einmal beim Haus – auch für die breite Zustimmung von Ihnen – bedanken. Ich hoffe sozusagen, dass wir uns im Herbst mit einem wunderbaren Ergebnis der Sommersaison wiedersehen. Wir brauchen das in einer konjunkturproblematischen Zeit.
Gestatten Sie mir vielleicht noch eine Letztanmerkung zur Steuerreform: So viele Einzelgruppen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – und ich bin sehr viel in den Bundesländern unterwegs, nämlich in wirklich allen – haben sich zu Wort gemeldet und gefragt, ob wir nicht dies und das hätten anders machen können. Das ist bei so einem großen Werk, mit dem man 5,2 Milliarden € bewegt, immer so. Es wird immer Partikularinteressen spezifischer Gruppen geben, die sagen, dass sie das gerne anders gehabt hätten. Das ist zu respektieren.
Im Tourismus war das Hauptklagen nie eines, das die Steuerreform betroffen hat, sondern die bürokratischen Auflagen. Ich glaube, das war sozusagen ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, die Regulierungen der letzten Jahre, die gesamten Fragen rund um das Rauchen, die Fragen rund um die Barrierefreiheit und viele andere Detailfragen, die einfach die letzten Jahre – auch aufgrund der Notwendigkeit der Implementierung von EU-Regularien – auf die Touristiker zugekommen sind und dort einfach zu einem großen Unwohlsein geführt haben.
Dieses Unwohlsein muss man respektieren, anerkennen, ernst nehmen und in Zukunft auch etwas dagegen tun. Ich sage, um das ins rechte Licht zu rücken, dass ich in den letzten Monaten sehr viele Touristiker getroffen habe, die mir gesagt haben, dass sie das mit den 10 bis 13 Prozent gar nicht berührt und dass sie den Ärger nicht verstehen. Andere haben mir gesagt, es wird der totale Wahnsinn und das wird zu einer to-
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