BundesratStenographisches Protokoll844. Sitzung / Seite 38

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wo ich tätig war, auf universitärem Gebiet, im Kulturbetrieb, in Redaktionen. 50+, das ist so eine Politsprechblase. (Bundesrätin Mühlwerth: Da warst du ja auch noch zu jung!) Ich war auch noch jünger, das stimmt schon. Jetzt bin ich ja sozusagen knapp vor 50+. In vier Jahren ist es so weit. (Bundesrat Preineder: Bei „50-“!)

Wenn wir Politiker ununterbrochen von „50+“ sprechen, das problematisieren und in eine Ecke drängen, dann hat das natürlich zur Folge – es ist auch ein bisschen eine Henne-Ei-Diskussion –, dass in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Wahrneh­mung vieler Menschen plötzlich das Gefühl entsteht, das seien problematische Gruppen. Das halte ich für nicht richtig. Wenn wir allerdings von „Generationenpolitik“ sprechen würden und wenn wir darüber sprechen würden, wie Junge, Menschen mittleren Alters – also so Menschen wie ich – und ältere Menschen miteinander leben, wie wir eine solidarische Gesellschaft gestalten, wie wir Arbeit sichern, und zwar sowohl für Jung als auch für Alt, dann, glaube ich, wären wir ein großes Stück weiter, weil wir dann über das Gemeinsame diskutieren würden.

Dieses kleine Beispiel, das Efgani genannt hat, was das Parlament in der Demo­kratiewerkstatt drüben machen könnte, damit werden wir keine großartige politische Revolution auslösen, aber das wäre ein kleiner Aspekt, wo das Parlament seinen Beitrag leisten kann. Warum soll die Demokratiewerkstatt nicht für Senioren geöffnet werden, und zwar gemeinsam mit den Jungen? Nicht: Dort kommt die 50+-Gruppe und dort kommen die Kids hin – sondern gemeinsam! Das wäre es nämlich. Wir wissen ja zum Beispiel auch – jetzt gehe ich weit über die Arbeitsverhältnisse hinaus – von den Wohnverhältnissen, dass es dort am besten funktioniert, wo Jung und Alt gemeinsam wohnen, und nicht, wo sie getrennt voneinander wohnen.

Das wollte ich einfach einmal betonen in dieser Debatte, weil ich glaube, dass es auch eine hoch kulturelle Frage ist und nicht nur eine wirtschaftliche und eine arbeits­politische. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Bundesräten von ÖVP und SPÖ.)

10.15


Präsident Gottfried Kneifel: Die Aktuelle Stunde ist beendet.

10.16.43Einlauf und Zuweisungen

 


Präsident Gottfried Kneifel: Hinsichtlich der eingelangten, vervielfältigten und verteil­ten Anfragebeantwortungen 2852/AB-BR/2015 bis 2854/AB-BR/2015 und

eines Schreibens des Herrn Bundeskanzlers betreffend seinen Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union

verweise ich auf die im Sitzungssaal verteilten Mitteilungen gemäß § 41 Abs. 1 der Ge­schäftsordnung des Bundesrates, die dem Stenographischen Protokoll dieser Sitzung angeschlossen werden.

Die schriftlichen Mitteilungen haben folgenden Wortlaut:

Liste der Anfragebeantwortungen (siehe S. 18)

*****

Schreiben des Bundeskanzlers betreffend Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union:

 


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