mieren und Spitzengruppen ausbauen, verdoppeln – das wäre das Ziel. Dieses Autonomiepaket, das wir letzte Woche verabschiedet haben, adressiert das in jedem seiner Punkte.
Wie schaut dieses Autonomiepaket ganz grob skizziert aus? – Es ermöglicht den Schulen wirklich weitgehenden Gestaltungsspielraum. Wir geben den Schulen die Freiheit, vor Ort pädagogisch, organisatorisch, personell, finanziell zu gestalten, weil wir davon überzeugt sind, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer, unsere Direktorinnen und Direktoren sehr genau wissen, was unsere Kinder brauchen, auch sehr genau wissen, wie quasi die Verfasstheit in den Regionen ist, um diese Themen auch vor Ort zu bearbeiten und bestmöglich zu gestalten. Das heißt, wir machen Freiräume auf. Das ist es im Wesentlichen.
Die Eckpfeiler dieses Autonomiepakets sind folgendermaßen: Wir schaffen die Möglichkeit zur Clusterbildung. Wir wissen, dass wir in Österreich ein sehr, sehr kleinteiliges Schulsystem haben. Wir wissen, dass mehr als 70 Prozent unserer Pflichtschulen weniger als 200 Schülerinnen und Schüler haben. Wir wissen, dass 16 Prozent der Bundesschulen weniger als 200 Schülerinnen und Schüler haben.
Das heißt, hier ist die Möglichkeit zu schaffen, dass sich Schulen zusammenschließen können: zwei bis maximal acht Schulen. Das wird auch sehr stark in den Regionen abzustimmen sein. Das ist nichts, was wir von oben verordnen, sondern das soll aus den Regionen heraus wachsen, aus den Bedarfen der Regionen heraus wachsen, nämlich diese Verbünde zu schaffen.
Die einzelnen Schulen werden zusammengefasst, bekommen auch einen Clusterleiter vor Ort. An den einzelnen Schulstandorten bleiben Standortleiter implementiert – das sind die jetzigen Direktorinnen und Direktoren, die ja weiter koordinativ tätig sind und die dort weiter pädagogisch gestalten.
Wir wollen – und das möchte ich wirklich betonen – keine Kleinschulen abschaffen, sondern der Cluster ist genau die Möglichkeit, diese Kleinschulen zu erhalten und besser zu gestalten. In dem Cluster kann der Clusterleiter jetzt aber mit den vorhandenen Ressourcen anders agieren, weil er einen Pool an Pädagoginnen und Pädagogen hat. Und er kann zum Beispiel diese Pädagoginnen und Pädagogen wieder das tun lassen, was sie gut können, nämlich ihren erlernten Fachberuf auszuüben, wieder jene Fächer zu unterrichten, für die sie ausgebildet sind, und nicht mehr fachfremd zu unterrichten.
Es ist dann auch keine Pädagogin, kein Pädagoge mehr an einem kleinen Schulstandort völlig alleingelassen, an dem er sich nicht austauschen kann, sondern es ist dieses Netzwerk an Pädagoginnen und Pädagogen gegeben; der Austausch unter Pädagoginnen und Pädagogen ist ein ganz wichtiger Punkt in diesem Clusterpaket.
Was mit dem Cluster aber auch mitkommt, sind Infrastrukturnutzungen, die viel effizienter machbar sind. Es muss dann nicht jede Schule ihren Turnsaal bauen, sondern es können Turnsäle, infrastrukturelle Möglichkeiten und Freizeitplätze einfach gemeinsam genutzt und auch gestaltet werden, und das ermöglicht Spielräume, massive Spielräume.
Was da noch mitkommt, ist, dass mit dem Clusterpaket natürlich auch die Durchgängigkeit zwischen den Schulstufen adressiert wird, denn darüber hinaus: Cluster können sich wiederum zu einem Campus in der Stadt und in den urbanen Regionen oder zu einer Bildungsregion zusammentun; das heißt, dass auch Kindergärten in diesen Verbund mitaufgenommen werden können. Andere Schultypen – alles, was es in der Region braucht und was für das Thema Schule gut ist – können in diese Bildungsregion aufgenommen werden.
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