Grundlage für die Leistungsvereinbarungen der Universitäten bildet. Das heißt, ab September tritt jede Universität zu inhaltlichen und finanziellen Zielen in Verhandlungen mit dem Ministerium beziehungsweise mit unserem Minister Dr. Faßmann.
Vieles wird möglich, das zuvor nicht möglich war: Es gibt erstens eine deutliche Budgetsteigerung für die Universitäten, ein Plus von 1,35 Milliarden Euro, und zweitens wird ordnungspolitisch die Beliebigkeit in Bezug darauf, wie viele Studierende an Österreichs Universitäten betreut werden können, beendet. Das sind die zwei Kernpunkte.
In Summe bedeutet das 11 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren für unsere Universitäten in Österreich. Dieser Betrag setzt sich aus 840 Millionen Euro für die Fortführung begonnener Vorhaben sowie zusätzlichen 510 Millionen Euro, um insbesondere die Betreuungsrelationen zu verbessern, und aus weiteren Positionen zusammen. Es gibt also mehr Budget und alle Universitäten profitieren.
Allein für Personalressourcen werden 510 Millionen Euro investiert. Rund 500 Professuren sowie Assistenzpersonal und Ausstattungsoverhead können dadurch zusätzlich finanziert werden.
Neu ist, dass nun viel stärker auf die individuellen Rahmenbedingungen an den Universitäten eingegangen wird. Qualitätsaspekte wie Studierendenzahl, Studiendauer und Betreuungsverhältnis stehen im Vordergrund. Die Anzahl der prüfungsaktiven Studien und das Forschungspersonal rücken ins Zentrum.
Digitalisierung und soziale Dimension sind die zwei neuen Schwerpunkte der kommenden Leistungsvereinbarungen.
Geregelter Zugang für bundesweit besonders stark nachgefragte Studien wird auch ein wesentlicher Aspekt sein. Dazu gehören deutlich bessere Betreuungsrelationen zwischen Massenfächern und betreuungsintensiven Fächern, auch das ist ein wesentlicher Schlüssel.
Die Universitätsfinanzierung wird transparenter und effizienter und ist als Struktur auf drei Säulen aufgebaut. Die Bereiche Forschung, Lehre und Infrastruktur beziehungsweise strategische Entwicklung werden getrennt betrachtet und zusätzlich werden die Studienrichtungen in Fächergruppen eingeteilt. Diese unterscheiden sich durch den Bedarf an Ausstattung und Betreuung, etwa haben die Buchwissenschaften, wie mein Studium der Geisteswissenschaften, einen anderen Bedarf als die technikorientierten Mint-Fächer, wie zum Beispiel jene der Johannes Kepler Universität in Linz, oder auch bestimmte künstlerische Fächer.
Ein wesentlicher Aspekt ist auch mehr Wettbewerb, denn für die Universitäten soll es stärkere Anreize geben, zusätzliche Mittel zu erhalten. In der Forschung sind die eingeworbenen Drittmittel oder die Anzahl der angebotenen strukturierten Doktoratsprogramme entscheidend. Je mehr Absolventinnen und Absolventen das Studium abschließen beziehungsweise je zügiger die Studierenden sind, desto mehr Mittel können Universitäten für die Lehre akquirieren.
Nun zurück nach Oberösterreich und Linz, zur Johannes Kepler Universität als aktuellem Beispiel: Die JKU besteht seit 1966, betreibt vier Fakultäten und 20 000 Studierende gehen hier ein und aus. Es gibt 130 Professoren, 127 Institute, und das Jahresbudget von 150 Millionen Euro wird zu drei Vierteln vom Bund und zu einem Viertel vom Land getragen.
Der Standort Oberösterreich braucht
aufgrund seiner Stärke im industriellen Sektor dringend Absolventen von
Mint-Fächern. Deshalb ist das oberste Ziel der JKU eine
25-prozentige Steigerung der Zahl der Mint-Studenten bis 2021, und um das zu
erreichen, muss die JKU budgetär gut ausgestattet sein. Zurzeit
laufen die Budgetverhandlungen mit dem Ministerium. In konkrete Zahlen
gegossen heißt das, die JKU Linz
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