braucht 60 Millionen Euro mehr Mittel für die Periode 2019 bis 2021, um den Fachkräftemangel in dem Industriebundesland Österreichs nicht noch schlimmer werden zu lassen. Der Herr Minister ist darüber schon informiert.
Ein weiteres Positivbeispiel dafür, was Lehrende bewirken – auch das ist einer der Aspekte der Universitätsfinanzierung Neu –, ist: Durch den Bekanntheitsgrad von Professor Sepp Hochreiter, der ein Experte für künstliche Intelligenz und Bioinformatik ist, konnte die Anzahl der Studienanfänger in Informatik innerhalb von zwei Jahren um 35 Prozent gesteigert werden. Solche Koryphäen der Wissenschaft können aber nur durch entsprechend attraktive Forschungsprojekte gehalten werden. Daher gibt es auch weitere Projekte, die das Land Oberösterreich mit Unterstützung des Bundes trägt.
Vielleicht noch ein letzter aktueller Aspekt: 2014 wurde an der JKU Linz die Medizinische Fakultät errichtet, in der jährlich 350 Medizinerinnen und Mediziner ausgebildet werden. Die Ausbildung ist für die Arbeitswelt wichtig und Antwort auf den prognostizierten Ärztemangel in ganz Österreich.
Die Universitätsfinanzierung Neu – 11 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre – bietet viele Möglichkeiten – viel Erfolg bei den Verhandlungen! –, damit die Zukunft unseres Landes zu unserem Wohle gestaltet wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Bundesrates Todt.)
9.26
Präsidentin Inge Posch-Gruska: Danke sehr.
Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesrätin Doris Hahn. – Bitte.
Bundesrätin Doris Hahn, MEd MA (SPÖ, Niederösterreich): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Galerie und zu Hause via Livestream! Zunächst sei auch mir gestattet, dir, liebe Präsidentin, sehr herzlich zu gratulieren, nämlich zur Präsidentschaft ganz allgemein und auch zu deiner heutigen sehr eindrucksvollen Antrittsrede. Alles Gute jedenfalls auch von mir! (Allgemeiner Beifall.)
Präsidentin Inge Posch-Gruska: Danke schön.
Bundesrätin Doris Hahn, MEd MA (fortsetzend): Wir haben, wie ich meine, heute eine spannende Aktuelle Stunde zum Thema Wissenschaftsstandort Österreich. Im internationalen Vergleich zeigt sich eindeutig, dass besonders jene Länder und Regionen wirtschaftlich profitieren und im globalen Wettbewerb bestehen können, die einen Anziehungspunkt für Wissenschaft und Forschung darstellen.
Wichtige Grundvoraussetzung dafür sind natürlich erstklassige Universitäten und Hochschulen, aus denen bestausgebildete Jungakademikerinnen und -akademiker sowie Jungwissenschaftler hervorgehen können. Daher werde ich mich an dieser Stelle besonders diesem Bereich widmen.
Zunächst zum Positiven – meine Vorrednerin hat es auch schon angesprochen –: Auf Betreiben und Drängen der SPÖ wurde immerhin für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2019 bis 2021 eine Erhöhung des Universitätsbudgets um 1,35 Millionen Euro (Rufe bei der ÖVP: Milliarden!) beschlossen – so weit, so gut. Berücksichtigt man den Inflationsausgleich von rund 840 Millionen Euro, so bleibt immerhin ein reales Plus von 510 Millionen Euro pro Jahr.
Dieses Budgetplus hätte eine wichtige Absicherung dargestellt, um Studienplätze auszubauen und damit auch Betreuungsverhältnisse mittels Erhöhung der Anzahl an Professuren weiter zu verbessern, doch dann wurde im Februar die Novelle zum Universitätsgesetz beschlossen. Dazu gibt es nicht nur seitens der Sozialdemokratie einige
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