BundesratStenographisches Protokoll883. Sitzung, 883. Sitzung des Bundesrates am 12. Juli 2018 / Seite 13

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Herrn Bundesministers, die ebenfalls 10 Minuten nicht überschreiten soll. Danach folgt wiederum eine Rednerin beziehungsweise ein Redner der Fraktionen sowie anschlie­ßend eine Wortmeldung der Bundesräte ohne Fraktionszugehörigkeit mit einer 5-minü­tigen Redezeit. Zuletzt kann noch eine abschließende Stellungnahme des Herrn Bun­desministers erfolgen, die nach Möglichkeit 5 Minuten nicht überschreiten soll.

Als Erste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesrätin Mag.a Doris Schulz. – Bitte.


9.15.48

Bundesrätin Mag. Doris Schulz (ÖVP, Oberösterreich): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzter Herr Bundesminister! Liebe Frau Präsidentin, dir persönlich herz­liche Gratulation dazu, dass du jetzt unsere Präsidentin und Vorsitzende bist. Wir freu­en uns auf eine engagierte und gute Zusammenarbeit. Das Thema Kinderrechte passt ja sehr gut zu dem Thema, dem wir die heutige Aktuelle Stunde gewidmet haben, denn Kinderrechte leben heißt Selbstbestimmung für die jungen Menschen zu schaffen und zu gewährleisten, und diese jungen Menschen werden dann hoffentlich an unseren Universitäten in Österreich auch unsere Zukunft gestalten.

„Wissenschaftsstandort Österreich im Jahr der Leistungsvereinbarungs-Verhandlungen und der Ratspräsidentschaft“ – dieser Titel der Aktuellen Stunde klingt etwas sperrig. Kürzer gefasst könnte man sagen: Es ist ein Blick und vor allem ein wichtiger Schritt in die Zukunft unserer Universitäten.

Was hat Ihr Smartphone mit der Johannes Kepler Universität in Linz zu tun? – Mehr als Sie denken, denn es steckt garantiert Wissen darin, das von den Informatikerinnen und Informatikern dieser Universität entwickelt wurde. Der EU-weiten Datenanalyse unserer Volkswirtinnen und Volkswirte verdanken wir indes viele Erkenntnisse darüber, wie wir im Alter leben werden. Und Sie können sicher sein, dass die Juristinnen und Juristen der JKU, wie die Johannes Kepler Universität in Linz in Kurzform heißt, an vorderster Front stehen, wenn es um arbeitsrechtliche Herausforderungen bei der Digitalisierung der Arbeitswelt geht. Jede der österreichischen Universitäten könnte ähnliche Beispiele vorlegen.

In hoch entwickelten Volkswirtschaften ist Wissen der wichtigste Produktionsfaktor, der Wettbewerbsfähigkeit verbessert und zur Lösung gesellschaftlicher Probleme aktiv bei­trägt. Mangels Bodenschätzen in Österreich ist unsere Zukunft in den Köpfen der Men­schen zu suchen, unter dem Motto: Land der rauchenden Köpfe! Immerhin gehört Ös­terreich zu den reichsten Ländern dieser Welt, und das haben wir unter anderem der Bildung, der Wissenschaft und der Forschung sowie Innovationen und der entsprechen­den Infrastruktur zu verdanken.

Ungleichheit, Klimawandel, Ressourcenmangel, Migration, Krankheiten: Die Universitä­ten finden Antworten, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Forschung sowie künst­lerische und kulturelle Produktionen an den österreichischen Universitäten liefern nicht nur Wissen und Antrieb für marktfähige Innovationen, Universitäten finden auch Lösun­gen für die großen Probleme unserer Zeit.

Konkret auf den Wissenschaftsstandort Österreich bezogen bedeutet das: Universitä­ten bringen viel mehr Steuergeld, als sie kosten. Ein in die Universität investierter Euro rechnet sich schon nach drei bis fünf Jahren. Österreich ist in der Europäischen Union Spitzenreiter bei der Kooperation zwischen Unternehmen und Universitäten. 57 Pro­zent der Großunternehmen kooperieren mit heimischen Hochschulen; im EU-Durch­schnitt sind es etwa 33 Prozent. Außerdem stellen Österreichs Universitäten an den Standorten 110 000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Ihre Forschungsergebnisse sorgen für zusätzliche hochwertige Jobs und sogar für die Entstehung gänzlich neuer Bran­chen.

Und was steckt dahinter? Warum ist das jetzt aktuell? – Es geht um die Regelung der Universitätsfinanzierung Neu. Mit 1. August 2018 tritt die Verordnung in Kraft, die die


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