und Facharbeiter. Dass diese Facharbeiterinnen und Facharbeiter zur Verfügung stehen, muss garantiert werden. Das heißt, es wird ab September ein verstärktes Angebot im Rahmen der überbetrieblichen Lehrausbildung geben müssen.
Eine weitere Gruppe liegt uns am Herzen: die älteren ArbeitnehmerInnen. Sie waren schon vor der Krise jene, deren Anteil an den Langzeitarbeitslosen am höchsten war. Wie wirkt sich jetzt die Krise auf sie aus? – Bei einer derart angespannten Arbeitsmarktlage wird es für ältere Arbeitslose noch schwieriger werden, wieder Arbeit zu finden. Daher braucht es dringend eine Wiederaufnahme der Aktion 20 000, und das in einem wesentlich größeren Umfang. Perspektiven auch für ältere ArbeitnehmerInnen und ein Ankämpfen gegen die Gefahr der Altersarmut – dafür stehen wir. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lassen niemanden zurück.
Erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang eine weitere Bemerkung: Es ist schon bestürzend, wenn eine der renommiertesten Traditionskonditoreien zwar MitarbeiterInnen in Kurzarbeit schickt, sich aber gleichzeitig von langjährigen MitarbeiterInnen verabschiedet und sie zur Kündigung anmeldet. So geht man mit bewährten Kräften sicher nicht um. (Beifall bei der SPÖ.)
Niemanden vergessen – das ist uns wichtig! Auch die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung ist noch schwieriger geworden. Für sie braucht es Arbeitsmarktförderungsprogramme, um ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt verstärkt zu ermöglichen.
Ich darf von ganzem Herzen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AMS Danke sagen. Sie leisten jetzt wirklich mit unglaublichem Einsatz großartige Arbeit. Da stellen wir die Frage: Wann wird endlich die Zusage der Regierung betreffend 500 zusätzliche Planstellen für das AMS umgesetzt? – Dazu gibt es Beschlüsse des Nationalrates und des Bundesrates. Wie werden die AMS-MitarbeiterInnen für ihre große Leistung belohnt?
Apropos Belohnung: Es wurde für die Heldinnen und Helden der Arbeit geklatscht und ihnen mit blumigen Worten gedankt. Jetzt ist es an der Zeit, dass sie ihre finanzielle Anerkennung erhalten. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Bundesrates Preineder.) Der Österreichische Gewerkschaftsbund fordert den Coronatausender für genau diese ArbeitnehmerInnen, die uns geholfen haben, unsere Versorgung sicherzustellen. Innerhalb von wenigen Tagen haben 126 000 Menschen die Petition des ÖGB dafür unterstützt. Die Regierung wird aufgerufen, nun die finanzielle Anerkennung unserer Heldinnen und Helden wirklich umzusetzen. Sie haben es sich verdient.
Es gibt 600 000 Arbeitslose und 1,25 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Wir wissen noch nicht genau, wie sich die Arbeitsmarktlage weiter entwickeln wird, aber wir blicken mit großer Besorgnis in den Herbst. Wie viele Klein- und Mittelbetriebe werden die Krise überstehen? – Es gilt, alles zu tun, um ihnen und damit auch den Arbeitsplätzen, die sie bereitstellen, ein Überleben zu ermöglichen.
Frau Bundesministerin, die Zahlen sind nicht tatenlos zur Kenntnis zu nehmen, werden Sie bitte aktiv! Die Betroffenen warten schon dringend auf Antworten und Perspektiven. Familien stehen vor den Scherben dessen, was sie sich mühsam aufgebaut haben. Es braucht Konjunkturpakete mit der Zielrichtung, Arbeitsplätze zu schaffen. Was es nicht braucht, sind Sparpakete, denn es kann nicht sein, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Kosten dieser Krise tragen müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Die öffentliche Hand und ihre Investitionen sind gefragt. Es braucht einen Ausbau der Infrastruktur, besonders auch im ländlichen Raum. Die Gemeindefinanzen müssen gesichert werden, damit besonders auf regionaler Ebene auch die Möglichkeit besteht,
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