Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass aus derzeitiger Sicht der vorläufige Höhepunkt der Arbeitslosenzahlen erreicht ist. Ziel war und ist es, um Arbeitsplätze zu kämpfen – und wir kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Wir sehen, es war wichtig, mit der Coronakurzarbeit schnell und rasch zu helfen und zu unterstützen, und auch heute haben wir als Bundesregierung uns gemeinsam mit den Sozialpartnern hingesetzt, um zu schauen, welche Instrumente wir jetzt schnell und rasch zur Verfügung stellen können, um die Menschen wieder rasch in Arbeit zu bringen, die Beschäftigung bei der Kurzarbeit zu erhöhen, so viel wie möglich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu arbeiten. In den nächsten Tagen und Wochen werden aber auch weitere Maßnahmen und Schritte gemeinsam mit den Bundesländern und den Expertinnen und Experten der Wirtschaftsforschungsinstitute intensiv erarbeitet und gestaltet, mit denen wir die Menschen schnell und rasch wieder zurück auf den Arbeitsmarkt, an den Arbeitsplatz bringen können. Wir lassen niemanden zurück und entwickeln gemeinsam Modelle, dass wir so viele Menschen wie möglich wieder auf den Arbeitsmarkt bekommen können.
Ich darf nun zur Beantwortung der Fragen, die Sie übermittelt haben, kommen.
Zur Frage 1:
Am 3.5. – das sind die tagesaktuellen Arbeitslosenzahlen; die von heute bekommen wir erst morgen, das ist also der letzte verfügbare Wert – waren 245 184 Frauen und 276 220 Männer beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos registriert.
Zur Frage 2:
Aktuell sind die Branchen Tourismus, Handel und die Baubranche am stärksten betroffen, aber auch die Arbeitskräfteüberlassung.
Ich darf kurz die Zahlen aus den verschiedenen Branchen und die Verteilung in Prozent mit Stand 3.5.2020 vortragen:
In der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei sind es 2 504 Menschen, das entspricht 0,5 Prozent; Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden: 435 Menschen, das sind 0,1 Prozent; Herstellung von Waren: 37 221 Menschen, das sind 7,1 Prozent; Energieversorgung: 420 Menschen, das sind 0,1 Prozent; Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen: 1 404 Menschen, das sind 0,3 Prozent. In der Baubranche sind es 35 942 Arbeitsuchende, das sind 6,9 Prozent. Im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sind es 69 395 Menschen, das sind 13,3 Prozent. Im Bereich Verkehr und Lagerei sind es 29 979 Menschen, das sind 5,7 Prozent. Beherbergung und Gastronomie: 111 264 Arbeitsuchende, das sind 21,3 Prozent; Informations- und Kommunikationsbranche: 7 145 Menschen, das sind 1,4 Prozent. Im Bereich Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sind es 4 480 Menschen, das sind 0,9 Prozent. Grundstücks- und Wohnungswesen: 5 098 Menschen, das ist 1 Prozent; Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen: 15 436 Menschen, das sind 3 Prozent; Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen: 85 582 Menschen, das sind 16,4 Prozent; öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung: 13 072 Arbeitsuchende, das sind 2,5 Prozent; Erziehung und Unterricht: 11 892 Menschen, das sind 2,3 Prozent; Gesundheits- und Sozialwesen: 31 964 Menschen, das sind 6,1 Prozent; Kunst, Unterhaltung und Erholung: 8 347 Menschen, das sind 1,6 Prozent; Erbringung von sonstigen Dienstleistungen: 15 146 Menschen, das sind 2,9 Prozent; private Haushalte mit Hauspersonal, Herstellung von Waren und Erbringung von Dienstleistungen durch private Haushalte für den Eigenbedarf ohne ausgeprägten Schwerpunkt: 544 Menschen, das sind 0,1 Prozent; exterritoriale Organisationen und Körperschaften: 74 Menschen, das sind 0,01 Prozent; und Sonstige: 34 060 Menschen, das sind 6,5 Prozent.
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