ja kein Virologe oder sonstiger Gesundheitsexperte, aber es wird halt versucht, das möglichst faktenbasiert zu ermöglichen.
Natürlich ist das Ziel, dass man zumindest outdoor, weil das für den Sport relevanter ist, entsprechend mehr Besucherinnen und Besucher zulassen kann (Ruf: Indoor!) – vielleicht auch indoor; das wird man sehen –, aber selbstverständlich muss das Ziel auch sein, möglichst bald wieder alle Plätze, die es in einer Kulturinstitution gibt – auch indoor, wie hier zwischengerufen wurde –, verkaufen zu können oder jedenfalls entsprechende Besucherzahlen zuzulassen, und für draußen gilt das natürlich erst recht.
Aber nur, da sind wir dann schon auch ein bisschen im internationalen Vergleich unterwegs, und ich kenne kein Land, das sagt: Okay, es ist uns alles egal, auch in Innenräumen können so viele zusammensitzen, wie wollen, und wir legen einfach los! – Das wird noch ein bisschen Zeit brauchen, aber das Ziel ist, in dieser Abwägung möglichst viel zuzulassen.
Eines muss auch klar sein: Eine zweite Krankheitswelle wollen wir zumindest nicht mutwillig provozieren. Diese Abwägung muss ja immer jemand treffen! Es ist nämlich leicht, sozusagen im Unterholz herumzuhirschen, aber wenn du in der Lichtung stehst und das irgendwie verantworten musst, ist es schon eine Spur anders.
Wir können ja nicht so tun, als ob das Virus plötzlich weg wäre (Bundesrat Rösch: War immer schon da! – Bundesrat Steiner: Das macht ja keiner!), wenn es sich schon um 2 Uhr, wie hier gemeint wurde, nicht anders verhält als um 1 Uhr nachts – im Übrigen stimmt das sicher, aber die Menschen verhalten sich anders, weil sie in den entsprechenden Nachtlokalen immer lauter sprechen et cetera et cetera, daher kommt das. (Bundesrat Steiner: Nicht alle, manche sind mittags auch schon gut drauf!) Das hat ja diesen Grund – aber lassen wir diesen Nachtrag weg.
Jedenfalls ist und bleibt es eine Abwägungssache, solange wir nicht mehr wissen. Das, was wir wissen, wollen wir aber einsetzen für die Entscheidungsabwägung, und hoffentlich wissen wir bald noch mehr. Das Ziel ist natürlich, nicht absichtlich etwas niederzudrücken, sondern absichtlich einiges zuzulassen – und dann immer mehr –, damit man sich dann mit den entsprechenden kreativen Möglichkeiten dort bewegen darf. Das werden wir dann ja nicht vorschreiben.
Ich komme noch schnell zum Sport: Wir haben der Bundesliga nicht vorgeschrieben, dass sie jetzt eine Meisterschaft genau in diesem Modus fertig spielt, wir haben das nur ermöglicht!
Damit bin ich beim Spitzensport angelangt, und dabei waren wir, glaube ich, europaweit auch eher bei den Vorderen. Das ist jetzt vielleicht nicht das Lebenswichtigste, aber man soll die Bedeutung von so etwas, nämlich wenn ein Bedürfnis da ist, Sport passiv zu konsumieren und zuzuschauen, auch nicht unterschätzen. Das ist auch ein Schritt in Richtung sogenannte Normalität, die ja so sehr herbeigesehnt wird.
Siehe da, was haben wir gemacht!? – Wir haben das natürlich nicht nur für Fußball gemacht oder, wie hier im Raum einmal gesagt wurde, nur für die Männer, sondern das gilt natürlich für alle, auch für den Frauenfußball et cetera. Das gilt für alle, die eine gleiche Konzeption vorlegen, bis hin zu Kampfsportarten – das war ja bis jetzt eigentlich undenkbar. Mit gar nicht so vielen Testungen – wir sind da relativ moderat geworden –, aber mit einem entsprechenden Gesundheitskonzept kann man jedenfalls einmal im Spitzensport und im Berufssportlertum ziemlich viel machen. Das ist gelungen.
Breitensport – gehen wir jetzt weg von den Zuschauern – ist natürlich auch ganz wichtig. Da kann ich nur anmerken, dass mit 29. Mai – der ist ja eben schon vorbei – schon so ziemlich alles zugelassen wurde, wenn die Abstände eingehalten werden. Ich sage Ihnen eines ganz offen – ich komme jetzt auf ein schwieriges Beispiel mit großer ökonomischer Relevanz für viele Betriebe –: indoor: die Fitnesscenter.
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