Ich danke Ihnen für den sehr freundlichen Empfang, den Sie mir bereitet haben. Das bedeutet mir persönlich wirklich sehr, sehr viel. Es ist aber mehr als das, es ist ein Arbeitsauftrag, nämlich einerseits den Kunst- und Kulturbereich gut durch die Coronakrise zu bekommen und andererseits eine Kulturpolitik für die Zukunft zu definieren, die die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur in Österreich gestaltet und verbessert.
Wie Sie wissen, sind Kunst und Kultur für mich persönlich sehr wichtig. Sie bilden zudem seit vielen Jahren, Jahrzehnten einen zentralen Bestandteil meiner beruflichen Laufbahn. In unterschiedlichen Funktionen habe ich mir umfassende Kenntnis der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft aneignen können.
Ich möchte beiden Vorrednern recht geben. Es ist richtig, sehr geehrter Herr Bundesrat Beer, dass wir Verwaltungsmenschen sehr viel und sehr hart arbeiten. Ich glaube, gerade jetzt in der Coronakrise wurde das besonders bewiesen, aber natürlich, sehr geehrter Herr Bundesrat Buchmann, ist es richtig und eine große Veränderung, sozusagen in die erste Reihe zu gehen und auch politische Verantwortung zu übernehmen.
Für mich sind Kunst und Kultur ein zentraler und unverzichtbarer Teil unseres Lebens und unseres Zusammenlebens. Kunst und Kultur äußern sich in einer Vielfalt künstlerischer und kultureller Ausdrucksformen, von der freien Szene bis zu den Angeboten größerer Häuser. Sie eröffnen uns neue, oft ungeahnte Blickwinkel und laden ein, über unsere Welt zu reflektieren und damit diese neu zu gestalten – gerade in schwierigen Zeiten wie diesen. Das sind einige der Gründe, weshalb ich als Staatssekretärin für Kunst und Kultur heute vor Ihnen stehen darf und warum ich mich mit aller Kraft und vollem Engagement für unsere Kulturnation einsetzen möchte.
Wie Sie wissen, wird die derzeitige Kulturpolitik, wie viele Politikfelder, von einer globalen Gesundheitskrise bestimmt. Diese Krise zeigt uns deutlich, wie verletzlich Kunst und Kultur sind. Das stellt uns vor unerwartete Herausforderungen und nie dagewesene Aufgaben. Die ersten wichtigen Schritte zur Unterstützung der Kulturbranche haben wir in der Bundesregierung bereits gesetzt, einige davon erst in der vergangenen Woche. Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, eine maßgeschneiderte Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstlerinnen und Künstler in der Höhe von bis zu 90 Millionen Euro auf die Beine zu stellen.
Gleichfalls letzte Woche haben wir ein Paket von 25 Millionen Euro für die Filmbranche geschnürt. Hierbei geht es um Übernahme der Kosten von Covid-19-bedingten Produktionsabbrüchen. Das Paket ermöglicht, dass Filmteams wieder ohne existenzielles Risiko zu drehen beginnen können. In der Sektion für Kunst und Kultur wurden ebenfalls umfangreiche Finanzmittel aus dem regulären Budget in die Hand genommen, um Kulturschaffenden und Einrichtungen über diese schwierige Phase zu helfen. So wurden in diesem Halbjahr bereits rund 50 Millionen Euro an Förderungen ausgeschüttet, die Mehrheit davon betrifft vorgezogene Förderungen, die die finanziellen Probleme von Einrichtungen und Kulturschaffenden abfedern sollen. Zudem wurden Förderungen von über 3 Millionen Euro umgeschichtet und werden den Bereichen Musik, Film, Bildende Kunst und Literatur, also dem gegenwärtigen Kunstschaffen, zugutekommen.
In der Zielgerade befindet sich auch die Verhandlung zu den Rahmenbedingungen für den mit 700 Millionen Euro dotierten NPO-Fonds. Dieser ist ganz zentral und wird auch gemeinnützigen Kulturinstitutionen zur Verfügung stehen.
Ich möchte an dieser Stelle meiner Amtsvorgängerin Ulrike Lunacek für ihre Arbeit und das Engagement in den letzten Monaten danken. Sie hat die ersten wichtigen Schritte zur Unterstützung der Kulturbranche gesetzt.
Was mich weiters besonders freut, sind die Lockerungen im Veranstaltungsbereich, die mit 29. Mai begonnen haben. Sie ermöglichen vielen Beschäftigten in Kunst und Kultur,
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