Nicht: „haben alle schon gemacht“! Ich bin vielleicht ein bisschen - - (Bundesrätin Mühlwerth: ... machts ihr das ...!) – Monika, ich bin vielleicht ein bisschen sensibel, weil mir das passiert ist. Ich lade dich aber recht herzlich ein: Verbringe einen Tag mit mir im Rollstuhl – ich habe einen zweiten – und dann schau einmal, wie es dir geht! (Bundesrätin Mühlwerth: Das ist ja nicht so gemeint! Das weißt du aber!) – Nein, in dem Fall hat er es nicht gesagt! Er hat es nicht so gemeint! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Ich habe einen Zwischenruf gemacht – er hätte das Ganze auch stoppen können, dann hätten wir diese Problematik nicht. (Bundesrat Steiner: Ah, geh!) Aber in diesem Überschwang von: Wir brauchen das alles eh nicht so wirklich!, seids mir nicht böse, da schießt man manchmal über das Ziel hinaus. Es gibt wirklich Sachen, da diskutiert man nicht mehr, und wenn man da anfängt, zu polemisieren, dann sind wir verloren, weil wir dann gar nichts zustande bringen.
Wir wollen für die Menschen etwas erreichen, wir wollen für die Behinderten etwas erreichen. Wir müssen an verschiedenen Punkten ansetzen. Wir müssen uns ganz einfach auch hinsetzen und mit den Menschen reden. Was ist ein Behinderter für die Menschen? Es gibt x Behinderungen – es gibt geistige Behinderungen, es gibt körperliche Behinderungen; ein Blinder ist behindert, ein Taubstummer ist behindert, es gibt so vieles –, und wir müssen in der Bevölkerung auch die Sensibilität dafür schaffen, zwischen den Behinderungen zu unterscheiden.
Ich muss sagen, ich habe es noch relativ gut getroffen, denn ich kann wenigstens ein paar Meter gehen. Es ist nur ein bisschen zu anstrengend für mich, jetzt zu stehen, darum sitze ich. Es gibt aber Menschen, die kommen aus ihrem Rollstuhl überhaupt nicht heraus. Für die ist eine einzige Stufe ein Hindernis, sie stehen davor und kommen nicht weiter (Bundesrat Steiner: Das streitet ja niemand ab! – Bundesrätin Mühlwerth: Das wissen wir ja!), und dann kommt von dir, lieber Herr Spanring, so etwas! Das ist doch ungeheuerlich! (Neuerlicher Zwischenruf der Bundesrätin Mühlwerth.) Versuchen wir doch bitte, Verbesserungen zu schaffen, damit wir unseren Kindern auch einmal ein Vermächtnis hinterlassen.
Wie schaut es denn aus? Ist ein alter Mensch schon behindert? Für den ist so eine Stufe (die Stufe mit einer Geste andeutend) nämlich auch manchmal ein Hindernis.
Versuchen wir doch erstens einmal, alles Menschenmögliche zu machen, um das Leben so angenehm und so leicht zu gestalten, wie es nur geht! Die Volksanwaltschaft hilft uns. Sie zeigt auf, was alles notwendig ist – vom Finanziellen her, von den Umständen her –, dass es ganz einfach besser wird. Sich hier herzustellen und so zu reden, das ist nicht in Ordnung. Es ist ganz einfach nicht in Ordnung! (Bundesrat Steiner: Du verdrehst die Sachen!) – Bitte? (Bundesrat Steiner: Du verdrehst die Sachen!) – Ich verdrehe gar nichts. Es ist immer so! Immer, wenn einer kommt und sagt: Warum tut ihr das? – Das ist nicht in Ordnung!, dann verdreht er das, dann ist er der Nestbeschmutzer oder so etwas! (Bundesrätin Mühlwerth: Nein, ich glaube, es ist genau umgekehrt! – Bundesrat Steiner: Und er darf es nicht sagen?) – Was heißt, er darf es nicht sagen? Was war das Thema? Oder war es eine Themenverfehlung? (Neuerlicher Zwischenruf des Bundesrates Steiner.)
Weißt du, worüber er hätte reden sollen? – Nicht über Homosexuelle, das steht nicht im Bericht! (Bundesrat Steiner: ... das darf man doch wohl noch sagen!) Er hätte nicht darüber reden müssen, was mit Flüchtlingen ist! (Bundesrätin Mühlwerth: Ja, aber das wird jetzt nicht - -! Wir machen jetzt keine Vorschriften, wer was sagen darf!) – Nein, ich mache dir keine Vorschriften! Monika, ich habe mir gedacht, ihr wisst selber, von ganz alleine, was der Anstand gebietet.
Wenn man über solche Themen redet, dann muss man das nicht immer - - Ich meine, du weißt, ich bin einer, der auch in diese Richtung (in Richtung ÖVP weisend) einiges
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