BundesratStenographisches Protokoll921. Sitzung, 921. Sitzung des Bundesrates am 28. Jänner 2021 / Seite 16

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Wir werden dich, lieber Christian, bei den in deiner Rede angeführten zukunftsorientier­ten und visionären Vorhaben selbstverständlich gerne unterstützen. Viel Freude, Glück und Erfolg bei der Erfüllung der verantwortungsvollen Aufgabe, deren Fokus auf die Bun­desländer gerichtet ist!

Geschätzter Herr Landeshauptmann, lieber Hermann! Vielen Dank für die von dir abge­gebene Erklärung, aus der neben den zahlreichen inhaltlichen Themen vor allem auch die Zuversicht betreffend Chancen nach der Pandemie herauszuhören war! Du hast ja kurz nach deiner Vorsitzübernahme in der Landeshauptleutekonferenz, zu der wir auch herzlich gratulieren, anlässlich der wohl besten Pressekonferenz der Bundesregierung am Sonntag, dem 17. Jänner (Heiterkeit des Bundesrates Seeber), zum Thema „Aktuel­les zu Corona“ gemeinsam mit dem Bundeskanzler, dem Gesundheitsminister, dem Vi­zerektor der Med-Uni Wien und dem Wiener Bürgermeister das Miteinander bei der Be­kämpfung dieser Krise in den Mittelpunkt gestellt.

Du sprachst von einem Schulterschluss der Bundesländer im Wettlauf Impfung gegen das Virus und davon, dabei auf Sektionen, Klientel- und Parteipolitik zu verzichten, vereint Verantwortung durch Einbindung zu übernehmen und gemeinsam zum Wohle der Länder und der Menschen zu handeln. Danke für diese Initiative und ein klares Be­kenntnis zur Zusammenarbeit und zum Zusammenhalten in einer Krisensituation, die alle Österreicherinnen und Österreicher betrifft! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Heute ist für das Bundesland Steiermark ein großer Tag. Die Steiermarkfahne wurde im Beisein des steirischen Präsidenten des Bundesrates, unseres Landeshauptmannes und der steirischen Bundesrätinnen und Bundesräte vor dem Eingang in die Hofburg am Josefsplatz gehisst und wird bis Ende Juni 2021 auf die steirische Vorsitzführung hin­weisen. Wir sind uns dieser Ehre und auch Verantwortung bewusst und werden dieser nach bestem Wissen und Gewissen auch nachkommen.

„Steirerblut ist kein Himbeersaft“ ist bei uns ein geflügeltes Wort. Es spielt auf die be­sondere Eigensinnigkeit, die Selbstständigkeit und die Unnachgiebigkeit an, die der stei­rischen Bevölkerung bisweilen nachgesagt werden. Das Bild von den geradezu militant unabhängigen Steirerinnen und Steirern hat ja seinen Ursprung in der Geschichte des oftmals von Feinden bedrohten Grenzlandes, zu dem auch das Wappentier, der feuer­speiende steirische Panther, gehört.

Die Bedrohungen und Plagen sind in den Geschichtsbüchern dokumentiert. Die Stei­rerinnen und Steirer haben sich nicht unterkriegen lassen. Mit Hirn, Hand und Herz sowie mit Mut und geerdeter Selbstachtung stellte und stellt man sich den Herausforderungen der Gegenwart, der Zukunft, aber auch der Vergangenheit. (Beifall bei der ÖVP.)

Wir werden gerne auch grüne Mark genannt, sind doch immerhin 61 Prozent der insge­samt 16 400 Quadratkilometer Bodenfläche bewaldet. Dieser wichtige Rohstoff wird vor allem im Bereich des biologischen Bauens und Wohnens auch entsprechend genutzt und eingesetzt.

Kurz zur Topografie: Der höchste Punkt in der Steiermark ist der Dachstein mit knapp 3 000 Metern Höhe, und der tiefste Punkt, 200 Meter über dem Meeresspiegel, befindet sich in Bad Radkersburg. Vom ewigen Gletschereis bis in die so beliebte weintrauben­behangene steirische Toskana spiegelt sich die Vielfalt der Landschaft wider. Am Haupt­fluss, der Mur, liegt die von rund 300 000 Menschen bevölkerte Landeshauptstadt Graz mit ihren Universitäten, Hochschulen und international bekannten Kulturfestivals wie dem Steirischen Herbst und der Styriarte.

Die Tradition hat bei uns in der Steiermark einen hohen Stellenwert. In unzähligen Ver­einen und Verbänden arbeiten ehrenamtlich junge und junggebliebene Menschen mit Begeisterung mit, derzeit natürlich eingeschränkt. Die Gesangsgruppen, die Chöre, die Blasmusikverbände mit ihren Tausenden Interpreten sind ein Garant für Zusammenhalt, Unterhaltung und gelebtes Brauchtum.

 


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