Der Innovationswille schlägt sich positiv nieder, vor allem in der Wirtschaft – es wurde schon angesprochen – und in der Infrastruktur. Wir sind ein Land mit einem stark ausgeprägten, industriell-gewerblichen Sektor, mit Leuchtturmprojekten im Tourismus sowie über die Grenzen hinaus bekannten landwirtschaftlichen Produkten – ein Feinkostladen. Mit rund einem Drittel leistet der produzierende Sektor den größten Beitrag zur regionalen Wertschöpfung, gefolgt von den wirtschaftsnahen Dienstleistungen, dem Handel und dem Bankensektor.
Die wichtigsten Arbeitgeber sind die produzierenden Unternehmen, die öffentliche Verwaltung und der Handel. Die Steiermark hat in den vergangenen Jahren ihre Position als Innovationsland Nummer eins – das wurde vom Herrn Landeshauptmann ja schon angesprochen – ausgebaut, mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,9 Prozent, Europaspitze, erster Platz. Das wissen die meisten – wir in der Steiermark auf alle Fälle.
Besonders schnell wachsend ist der Ballungsraum Graz mit seiner Vielzahl an innovativen, exponierten Unternehmen, auch die Mur-Mürz-Furche mit ihren traditionellen Industriebetrieben leistet einen wertvollen Beitrag. Der rasche, auch schon angesprochene Breitbandausbau ist für die digitale Kommunikation von hoher Wichtigkeit und Bedeutung.
Ein Wort zum Tourismus: Vor allem die Obersteiermark, das Salzkammergut und die WM-Region Schladming/Dachstein – erst vor Kurzem stand diese Region wieder durch den Nachtslalom und den Sieg von Marco Schwarz im Schaufenster des öffentlichen Interesses – sowie das Thermen- und Vulkanland in der Oststeiermark und unser kleines, aber feines Weinbaugebiet in der Südweststeiermark, Stichworte: Sauvignon und Schilcher, sind wichtige und gern besuchte Touristenregionen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zum öffentlichen Verkehr: Die wichtigste Bahnlinie ist die Südbahn, die von Wien kommend über das Unesco-Weltkulturerbe Semmeringbahn und den Bahnknoten Bruck an der Mur durch die steirische Landeshauptstadt und von dort weiter an die österreichisch-slowenische Grenze bei Spielfeld führt. Auf dieser Strecke gibt es stündliche Verbindungen. Nach Fertigstellung des Semmeringbasistunnels wird man die Bundeshauptstadt in knapp zwei Stunden erreichen und – auch umgekehrt – in derselben Zeit wieder nach Graz zurückkehren können.
Die Koralmbahn, die eine direkte Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt herstellen soll, ist ja derzeit in Bau und wird, was wir hoffen, 2026 fertiggestellt werden. Die Fahrzeit wird dann 35 Minuten betragen. Der Ausbau von Autobahn und sonstigen Straßen ist selbstverständlich auch einer der wesentlichen Punkte.
Weitere Fragen sind im Gesundheitsbereich zu stellen, nicht nur jetzt in der Pandemie: Wie gehen wir in Zukunft mit unseren älteren Personen im Bereich Pflege und Betreuung um? Welche Anreizmodelle und Ausbildungsmöglichkeiten bieten wir jungen Menschen für diesen anspruchsvollen – das muss aber vom Herzen kommen – und wichtigen Pflegeberuf? – Betreuung durch Pflegeroboter, wie sie in Japan schon Alltag ist und angewendet wird, ist für unsere älteren Menschen, Mitmenschen, die durch ihrer Hände Fleiß sowie unter persönlichen Entbehrungen unser Land aufgebaut haben, nicht vorstellbar.
Abschließend: Unser unvergesslicher steirischer Kulturpolitiker Prof. Hanns Koren hat uns viel Nachhaltiges und Geistreiches hinterlassen. Für mich prägende Worte von ihm lauten: „Heimat ist Tiefe“. – Jeder von uns lebt in einem friedvollen, lebens- und liebenswerten, schönen, unvergleichbaren Bundesland. Jeder von uns ist ein Heimatbotschafter, der sein Land, seine Region, seine Gemeinde schätzt und sich im Rahmen des Föderalismus auch hier im Bundesrat mit viel Engagement einbringt. (Beifall bei der ÖVP.)
In diesem Sinne hoffe ich, dass ich Ihnen das aus meiner Sicht schönste Bundesland mit seinen Stärken und seinem Facettenreichtum im Zeitraffer nicht nur für die kommenden
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