besonders gut und toll hervorgehoben. Es hat für mich dort zwei Sätze Ihrerseits gegeben, die mich als Zuseherin sehr erstaunt, wenn nicht sogar erschüttert haben. Sie haben gesagt, Ihre große Sorge – ich will nicht das Wort Angst in den Mund nehmen –, ist: Packen wir das in den Spitälern? Das ist für Sie die Hauptfrage. Und das sagt ein Landeshauptmann, der, seit er in der Regierung Verantwortung trägt, nichts anderes zu tun hat, als Spitäler – eines nach dem anderen – in der Steiermark zuzusperren? Wie ernst kann man dann Ihre Sorge in dieser Frage wirklich nehmen? (Beifall bei der FPÖ.)
Sie haben in Ihrem Statement auch erwähnt, dass die Steiermark ein Vorzeigebundesland in Sachen Zusammenarbeit unterschiedlicher Parteien ist. Es wird nicht mehr gestritten, es wird gut und sinnvoll im Interesse der Steiermark gearbeitet, und dadurch sind sehr, sehr viele Dinge möglich geworden. – Ich zähle einmal diese Dinge, die möglich wurden, die umgesetzt wurden, auf: Schließung von Spitälern im Bundesland, Schließung von sehr vielen Schulen in den Regionen, Abwanderung der jungen Menschen aus den ländlichen Regionen, Reduzierung von Bettenkapazitäten für die stationäre Langzeitpflege. Das sind die tollen Möglichkeiten der Zukunft?
Natürlich haben Menschen verschiedene Zugänge und verschiedene Ansichten, vor allem das macht ja die Demokratie aus. Es kann aber doch nicht sein, dass jedes Mal, wenn nicht ohne Wenn und Aber Maßnahmen, Äußerungen von Regierungsmitgliedern oder Vertretern der Regierungsparteien super und gut geheißen und beklatscht werden, wir dann sofort wieder die Leugner, die Spalter, die Hetzer oder sonst irgendetwas sind. Demokratie lebt ja von der Kritik, denn sonst hätten wir eh eine Diktatur. Wenn wir alle einer Meinung sind, dann brauchen wir keine Demokratie. Es wird immer unterschiedliche Zugänge und gemeinsame Dinge im Interesse – und das steht bei uns allen immer an erster Stelle – der Menschen, die in diesem Land, in der Steiermark leben, geben. Das ist das oberste Gebot. Man sollte wirklich die Offenheit haben, die unterschiedlichen Zugänge ernsthaft zu überprüfen und in die eigenen Überlegungen einzubeziehen, denn dann kommt wirklich immer das Beste für unsere Menschen heraus. (Beifall bei der FPÖ.)
Sie haben in Ihrer Rede auch etwas getan, was sehr gut, richtig und wichtig ist. Man soll Menschen, wenn sie Gutes tun, egal was sie tun, immer Anerkennung aussprechen und sich bei ihnen bedanken. Dass Sie als Landeshauptmann jenen Menschen Dank aussprechen, die gerade im Pflegebereich hervorragende und wirklich extensive Arbeit machen, dann aber nur auf Druck der FPÖ im steirischen Landtag die Nulllohnrunde verhindert wurde, damit die Kages-Bediensteten, nämlich die Krankenschwestern, Ärzte und Pfleger, eine Lohnerhöhung bekommen, ist für mich auch wieder eine sehr zwiespältige Geschichte. (Beifall bei der FPÖ.)
Sie haben in Ihrer heutigen Rede auch erwähnt, dass Sie in Ihrer Funktion als Landeshauptmann, seit Sie Landeshauptmann sind, schon einige Herausforderungen und Krisen bewältigen mussten oder miterlebt haben. Sie haben unter anderem auch das Jahr 2015 erwähnt, als eben diese Flüchtlingswelle, diese Flüchtlingskrise insbesondere auch über die Steiermark hereingebrochen ist, weil sie ein Grenzland ist. Sie haben gesagt, Ihnen schlotterten die Knie, als Sie an der Grenze in Spielfeld waren. Sie haben aber nicht dazugesagt, dass Sie ein paar Tage vorher, nämlich sehr standfest, gemeinsam mit der SPÖ, der KPÖ und den Grünen eine Menschenkette gegen Hass und Rassismus gebildet haben, weil die Freiheitlichen genau zu dieser Problematik eine Sonderlandtagssitzung einberufen haben. Das gehört auch zur Wahrheit dazu! (Beifall bei der FPÖ.)
Was mich bei Ihrer Pressekonferenz am 17.1. aber am meisten zum Erstaunen gebracht hat – da bin ich dann wirklich mit offenem Mund dagesessen –, war, als Sie mitbekommen haben, dass Ihre Rede etwas zu lang ist, und dann gesagt haben: Oh, der Herr Bundeskanzler schaut schon ein bisschen böse, jetzt muss ich zum Ende kommen! –
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