BundesratStenographisches Protokoll921. Sitzung, 921. Sitzung des Bundesrates am 28. Jänner 2021 / Seite 72

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Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich glaube, uns allen ist bewusst, wie heraus­fordernd die Situation im Moment ist, wie schwierig die Zeit im gesundheitlichen Bereich, im gesellschaftlichen Bereich, im wirtschaftlichen Bereich ist.

Ich bin aber ganz fest davon überzeugt: Was jetzt, was wir für die kommenden Wochen, die noch so herausfordernd werden, brauchen, ist Zuversicht. (Ruf bei der SPÖ: Mona­te! – Bundesrätin Hahn: Aber Zuversicht ...!) Zuversicht macht aktiv, sie macht kreativ, und sie macht auch optimistisch. Zuversicht gibt uns auch das Vertrauen in unsere Fä­higkeiten, das Vertrauen, dass wir diese Krise bewältigen und meistern können. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)

Wenn ich unterwegs bin, dann bin ich sehr froh, dass es viele Menschen gibt, die genau diese Zuversicht ausstrahlen, die sie als Vorbild, als Rolemodel auch leben. (Zwischen­rufe der Bundesrätinnen Gerdenitsch und Hahn.) Ich denke da zum Beispiel an die Unternehmerin aus meinem Bezirk, die seit November ihr Kaffeehaus geschlossen hat, die in dieser Zeit mit einem anderen Betrieb eine Innovation auf den Markt gebracht hat, die etwas Neues für ihre Gäste anbietet und die wie selbstverständlich zu mir sagt: Am wichtigsten ist doch, dass wir gesund aus dieser Zeit herauskommen! (Zwischenruf der Bundesrätin Gerdenitsch.)

Oder ich denke an die Arbeitnehmerin, die selbst zu einer Risikogruppe gehört, die als Personalleiterin ihren Betrieb seit März fast durchgehend im Homeoffice managt und die alles tut, um die Unternehmenskultur hochzuhalten und die Arbeitnehmerinnen und Ar­beitnehmer täglich zu motivieren. (Bundesrätin Gerdenitsch: Das ist nicht ...!)

Ich denke an alle Mütter und Väter, die in diesen Tagen viel mehr als Eltern sind: die Pädagogen sind, die Nachhilfelehrer sind, die sich um die Freizeitgestaltung kümmern – von der täglichen Bewegungsstunde bis zum virtuellen Musikunterricht und der Online­heimabendstunde bei den Pfadfindern. (Bundesrätin Gerdenitsch: Das ist aber ...! – Zwischenruf der Bundesrätin Schumann.) Ich bin überzeugt: Unsere Zeit braucht genau diese Powerfrauen und -männer, und unsere Zeit braucht genau diese starken Familien, die generationenübergreifend den Zusammenhalt leben. (Beifall bei der ÖVP. – Zwi­schenruf der Bundesrätin Gerdenitsch. – Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.)

Ich sehe es ganz klar als unsere Aufgabe in der Politik, dass wir die Rahmenbedin­gungen schaffen, damit all diese Frauen und Männer ihre Power auch ausleben können (Bundesrätin Schumann: Power! – Zwischenruf der Bundesrätin Gerdenitsch), damit sie sie auf so vielfältige Art und Weise in die Gesellschaft einbringen können.

In diesem Zusammenhang bin ich sehr froh darüber, dass wir auf unserer Regierungs­bank auch eine echte Powerfrau sitzen haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich sage Ihnen ganz klar: Für mich ist Frau Bundesministerin Raab genau die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Bun­desrätin Gerdenitsch.) Ich freue mich wirklich, dass mit ihr eine Powerfrau dieses Res­sort übernimmt, die für ihr Engagement, aber auch für ihre Expertise bekannt ist. (Ruf bei der SPÖ: ... kein einziges Mal ...!) Ich freue mich vor allem auch darüber, dass eine junge Frau und werdende Mutter ein echtes Zukunftsressort übernimmt. Sie wird in Zu­kunft sicherlich auch ihre ganz persönliche Erfahrung einbringen, und ich bin überzeugt davon, dass sie ein echtes Vorbild hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und auch für junge Frauen in der Politik sein wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Bundes­rates Schreuder. – Zwischenrufe der Bundesrätinnen Gerdenitsch und Schumann. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frauen, Familie, Jugend und Integration: All das sind Politikbereiche, in denen es jetzt in dieser Krise gilt, maximale Unterstützungs­leistung zu zeigen und ganz besonders jene zu unterstützen, die durch die Coronapan­demie sehr plötzlich und unverschuldet in Not geraten sind. Gerade im Familienbereich


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