für Kinder und Jugendliche natürlich unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der FPÖ und bei BundesrätInnen der SPÖ.)
Nun aber auch zu Ihrem Aufgabenbereich, Frau Bundesminister: Sie bekommen Aufgaben hinzu, die uns allen ein besonderes Anliegen sein sollten und sein müssen.
Gerade die Familien und die Kinder sind es, die in dieser Coronakrise massiv in Mitleidenschaft gezogen werden, nämlich durch die völlig überzogenen Maßnahmen dieser schwarz-grünen Bundesregierung. Es sind die Familien, die nahezu seit einem Jahr angehalten sind, sich nicht miteinander zu treffen. Es sind die Familien, die ihre Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen gehen sollen. Der 80-jährige Großvater darf seine Familie besuchen gehen, die Familie darf den 80-jährigen Großvater nicht besuchen gehen. Kinder dürfen in ein randvolles Massenbeförderungsmittel einsteigen, dürfen dieses benutzen, dürfen damit in die Schule fahren, dürfen aber in der Schule nicht mehr unterrichtet werden. (Präsident Buchmann übernimmt den Vorsitz.)
Frau Bundesminister, merken Sie eigentlich, welcher Schwachsinn diese Regelungen zum Teil sind? Man darf in einen Bus einsteigen, der randvoll ist. In der Schule, wo man in den Klassen 1 Meter Abstand hat, 2 Meter Abstand hat, darf man nicht mehr unterrichtet werden. Ich glaube, da haben wir wirklich Verbesserungsbedarf.
Unsere Kinder dürfen im Lernen auf Distanz ihren schulischen Verpflichtungen nachgehen. Es wurde den Eltern dabei empfohlen, den Schlafbereich, den Spielbereich, den Arbeitsbereich voneinander zu trennen. Genau diese Aussage ist für viele Familien ein Schlag mitten ins Gesicht gewesen, Frau Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
In der Realität schauen Heimunterricht und Heimarbeit nämlich ganz, ganz anders aus. Da wird der Küchentisch nach dem Frühstück in das Heimbüro umfunktioniert, in den Ort für das Lernen auf Distanz, die Küche wird zum Klassenraum, gemeinsam genützt von Eltern und Schülern. Der eine telefoniert mit Arbeitgebern, mit Kunden, der andere macht seine Hausübung. Parallel dazu, wo es vielleicht ein wichtiges Kundengespräch gibt oder der Arbeitgeber etwas braucht, braucht auch das Kind etwas bei seinen Hausaufgaben. Ich sage, das, was da zurzeit passiert, was diese Bundesregierung im Bereich der Familie und der Kinder angerichtet hat, ist in Wahrheit ein Kuddelmuddel, das schnellstmöglich zusammengeräumt werden muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Was passiert weiter? – Zu Mittag werden dieses Büro, dieses Heimbüro, diese Schule zu Hause natürlich wieder in die Küche umfunktioniert, es wird dort gemeinsam gegessen. Am Nachmittag wird sie wieder zur Schulklasse und zum Büro. Es wird geputzt, es wird gewaschen, es wird gebügelt, es wird gekocht, es wird Unterricht betrieben, und das alles zu Hause von den Eltern. Das sind Dinge, die unsere Familien wirklich belasten, unsere Kinder wirklich belasten. Dieses Distanz-, Einsperr- und Wegsperrchaos hat unsere Familien jetzt bereits über ein Jahr massiv belastet.
Massiv belastet es auch die vielen, vielen Nachwuchstalente, die wir unter unseren Kindern haben, und ich kann Ihnen nur sagen: Irgendwann werden wir unseren Kindern nicht mehr erklären können, warum sie regelmäßig ihren Sport machen sollen, wenn keine Wettkämpfe mehr stattfinden; teilweise geht es ja schon so weit, dass nicht einmal mehr ein Training stattfinden kann. Der Nachwuchsschwimmer, der Tennisspieler, der Fußballer hat inzwischen gar keine Möglichkeit mehr, seinem Sport nachzugehen. Liebe Kollegen, ich frage Sie schon: Na, wie viele werden nächstes Jahr oder im Sommer auf ihren Sport pfeifen, weil sie seit einem Jahr schon nicht mehr die Möglichkeit gehabt haben, ihren Sport überhaupt auszuüben? Das ist für unsere Kinder eine massive psychische Belastung und auch eine massive Belastung für den österreichischen Nachwuchssport. (Beifall bei der FPÖ.)
Es sind so viele Dinge, über die man nachdenken sollte, bevor man wieder irgendwelche Verordnungen erlässt, wie diesen Mundschutz für Kinder. Wie sollen Kinder lernen, mit
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