Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 66. Sitzung / Seite 207

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Ich kann es mir nicht verkneifen, sehr geehrte Damen und Herren, zur ursprünglich geplanten Vorgangsweise Stellung zu nehmen. Ich erinnere an das Jahr 1993, in dem sich der sozialistische Parteichef in Oberösterreich, Hochmair, offen für eine Enteignung ausgesprochen hat und ebenso, wenn auch auf etwas verdeckte Art und Weise, der VP-Altlandeshauptmann Ratzenböck. (Abg. Murauer: Das stimmt nicht!) Selbstverständlich stimmt das! Aber solche Dinge, Herr Kollege, werden immer wieder vergessen. Ich bin sehr froh darüber, daß der Ent-eignungsparagraph nicht zur Anwendung gekommen ist, sondern gestrichen wurde, und ich glaube, daß auch das ein gangbarer Weg ist im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung dieses Nationalparkes. Ich denke, daß mit den Menschen für die Natur geplant wurde, und ich wünsche aus freiheitlicher Sicht dem Nationalpark eine gute Zukunft. (Beifall bei den Freiheitlichen.)

23.03

Präsident Dr. Heinz Fischer: Der verlesene Abänderungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht mit in Verhandlung.

Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Barmüller. Redezeit: 5 Minuten.

23.03

Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller (Liberales Forum): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die Rede des Abgeordneten Murauer war wirklich beeindruckend, da ist offensichtlich gut gearbeitet worden. Ich habe hier den Vierten Umweltkontrollbericht aufgeschlagen und lese in Teil A unter "Flächenschutz"  ich erinnere daran, daß das vorhin gerade mit Mehrheit in diesem Hause zur Kenntnis genommen wurde , daß einige Maßnahmen unbedingt notwendig sind. Es wird dabei auch die baldige Errichtung der Nationalparks Donauauen und Kalkalpen genannt.

Herr Abgeordneter Murauer, so prompt wie in diesem Fall ist von der Koalition selten gearbeitet worden. Ich hoffe, daß die Erstellung und Umsetzung von Managementplänen für Naturschutzgebiete, die Normierung weiterer Ramsauer Gebiete oder eine ausreichende Ausweisung von Schutzgebieten entsprechend den EU-Naturschutzrichtlinien, mit derselben Schnelligkeit betrieben wird, mit der Sie jetzt die Errichtung eines Nationalparks vorgeführt haben. In diesem Sinne schließe ich mich den Redebeiträgen meiner Vorredner an und bin froh, daß wir das heute beschließen können. Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)

23.04

Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Wortmeldung: Herr Abgeordneter Schrefel. Redezeit: 5 Minuten.

23.05

Abgeordneter Josef Schrefel (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Seit dem Jahre 1989 laufen Planungs- und Vorarbeiten zur Errichtung und Erhaltung des Nationalparks Kalkalpen, wobei das Projekt vom Umweltministerium durch die Finanzierung von Planungsarbeiten unterstützt wurde. Das zentrale Anliegen des Ministeriums stellt die nachhaltige Sicherung und Entwicklung von Naturlandschaften dar, so wie sie in Österreichs größtem Karstkomplex mit seiner immensen Artenvielfalt in Fauna und Flora sowie der Vielfalt der Waldgesellschaften vorzufinden sind.

Ähnlich wie in unserem Nationalpark Donauauen in Niederösterreich soll auch dort eine effiziente Nationalparkverwaltung errichtet werden, welche am 2. Mai 1997 ihre Arbeit aufnehmen und zunächst eine Fläche von, wie wir gehört haben, 18 500 Hektar verwalten wird. Die laufenden Kosten der Nationalparkgesellschaft für den Betrieb sollen jährlich höchstens 50 Millionen Schilling betragen. Hierin sind die Kosten für Entschädigungsleistungen an die Grundbesitzer sowie die Kosten für Managementmaßnahmen enthalten.

Zu dem vorhin eingebrachten Abänderungsantrag der Freiheitlichen Partei, worin kritisiert wird, daß die Nationalparkgesellschaft gezwungen sein wird, ab dem vierten Jahr 24 Millionen Schilling jährlich an die Österreichische Bundesforste AG zu überweisen, muß festgestellt werden,


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