Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 66. Sitzung / Seite 208

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daß das Recht der Grundeigentümer auf Entschädigung für Ertragseinbußen und Nutzungsentgang für die Volkspartei unteilbares Recht ist und auch auf die Bundesforste AG zutrifft.

Weitere 25 Millionen Schilling fließen den anderen Grundeigentümern für Entschädigungen sowie dem Management der AG zu. (Abg. Dr. Cap: Gott sei Dank!) Die Kosten für die Durchführung der Managementmaßnahmen auf Flächen der Bundesforste durch die Österreichischen Bundesforste betragen jährlich 11 Millionen Schilling, das ist ein Teil der 24 Millionen Schilling. Sie sind nach Maßgabe des jeweiligen Rechnungsabschlusses abzurechnen. Mit dem Artikel 15a-Vertrag zwischen dem Bund und dem Land Oberösterreich muß jetzt alles darangesetzt werden, den ersten Schritt umzusetzen, das Vertrauen der Bevölkerung in der Region zu gewinnen und das Bewußtsein für Natur in den Menschen zu wecken. (Abg. Dr. Cap: Richtig!)

Herr Kollege Wimmer! Es wurde vorhin zum Thema Nationaler Umweltplan von erneuerbaren Energieformen gesprochen. Ich wundere mich, daß Sie Landeshauptmann Pühringer Vorhaltungen machen, weil er sich für das Kraftwerk Lambach engagiert hat. Ich verstehe Ihre Argumentation wirklich nicht! (Beifall bei der ÖVP.)

23.08

Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Ing. Langthaler. Bitte.

23.08

Abgeordnete Ing. Monika Langthaler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Landtagswahlkämpfe haben manchmal auch ihr Gutes (Abg. Auer: Für euch nicht in Oberösterreich!), diesmal, daß wir noch vor der nächsten Landtagswahl in Oberösterreich die Errichtung des Nationalparks Kalkalpen beschließen. Das hat sicherlich eine gewisse Beschleunigung bewirkt, zumal wenn zu hören ist, daß die Eröffnung sicher vor dem 5. Oktober stattfinden wird.

Die Grünen begrüßen es selbstverständlich, daß es einen zusätzlichen Nationalpark gibt, und wir werden diesem Gesetzesvorschlag gerne zustimmen, wiewohl ich vor allem den Rednern der ÖVP hier folgendes nahelegen möchte: Man sollte Naturschutz nicht nur in ökologisch geschützten Gebieten wie Nationalparks, nicht nur in Öko-Reservaten ernst nehmen, sondern ich rate Ihnen, Naturschutz ein bißchen umfassender zu sehen. Sagen Sie das auch Ihrem Landeshauptmann Pühringer, besonders wenn es um das Kraftwerk Lambach geht, weil ihm dort der Naturschutz völlig egal war und ausschließlich ökonomische Interessen wichtig waren nicht energiepolitische, denn das haben wir ihm hundertmal widerlegt. (Abg. Auer: Unwahrheit! Abg. Dr. Fekter: Sie kennen das Budget gar nicht!)

Sagen Sie das ihm und auch Ihren anderen ÖVP-Landeshauptleuten! Andere Parteien versuchen immer wieder, in die Richtung zu verhandeln, daß Naturschutz endlich Bundeskompetenz werden kann und nicht in jedem Land völlig andere Kriterien fixiert sind. Im internationalen Vergleich können wir, was den Naturschutz betrifft, keine sehr gute Bilanz ziehen. Wir holen aber jetzt mit einem Nationalpark auf, dem auch wir heute sehr gerne unsere Zustimmung geben. Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Cap und Mag. Barmüller. )

23.10

Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Aumayr. Bitte.

23.10

Abgeordnete Anna Elisabeth Aumayr (Freiheitliche): Herr Minister! Herr Präsident! Auch die Freiheitlichen begrüßen die Errichtung des Nationalparks Kalkalpen. Herr Kollege Murauer! (Abg. Murauer: Ja! Bitte!) Ich verzeihe Ihnen die Rede, die Sie hier gehalten haben. (Abg. Murauer: Freut mich!) Ich glaube, Herr Kollege Murauer, Sie sind ein wenig frustriert darüber, daß Sie bei der Eröffnung des Nationalparkes nicht zu Wort gekommen sind, deshalb haben Sie heute hier die Eröffnungsrede gehalten. (Zwischenruf: Die war noch nicht!) Wo waren dann die 250 ... (Abg. Murauer: Die waren nicht dort, im Unterschied zu Ihnen!) Sie haben aber auch nicht reden können! Aber Kollegin Madl war dort, und sie kommt aus dieser Region. (Abg. Murauer: Sie ist das erste Mal dort gewesen! Heiterkeit.) Wie wollen Sie wissen, wo Kollegin


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