Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 122. Sitzung / Seite 65

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ist nicht ausreichend, da muß man methodisch sicherlich einiges verbessern. (Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)

Wir sind dabei, auf die Qualität im Hochschulsektor mehr Wert zu legen, als das bisher der Fall war. Es gibt die Evaluierungsverordnung, es gibt eine Fülle von Aktivitäten auch an den Universitäten. Ich habe, weil ich das vor kurzer Zeit bekommen habe, hier eine Evaluierung für das Studienjahr 1996/97 von der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Uni Innsbruck mitgebracht. Das ist auch publiziert. Darin werden auf eine bestimmte Art und Weise die Lehrveranstaltungen überprüft.  Das ist das eine.

Wir haben auf dem Sektor der Fachhochschulstudien  nahezu unbemerkt  sehr viel an Überprüfungen eingeführt, also ein begleitendes Monitoring aller Fachhochschul-Studiengänge, und es wird, wie Sie dem Bericht des Universitätenkuratoriums entnehmen können, auf dessen Betreiben Anfang Juli dieses Jahres ein Kongreß stattfinden. Veranlassung: "Universitätsübergreifende Evaluierungsmaßnahmen in Forschung und Lehre in Koordination mit dem Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr." Ich gebe zu, der Titel ist nicht sehr griffig, aber es geht dabei um die Evaluierung, die unser Universitätenkuratorium in die Wege geleitet hat. Ein internationaler Kongreß also, der dann stattfinden wird.

Zur Forschungspolitik abschließend: Da ist es einmal wichtig, darauf hinzuweisen, daß die Forschungsausgaben zwischen 1997 und 1998 um 5,9 Prozent gestiegen sind. Es ist auch der Anteil am Bruttonationalprodukt leicht gestiegen, nämlich von 1,5 Prozent auf 1,56 Prozent  also die Richtung stimmt wieder , und wir haben 1999 fast 4 Milliarden Schilling im Budget und erwarten noch zusätzliche Mittel dafür. Sie sind jetzt noch nicht budgetiert, aber sie werden in das Budget hineinkommen.

Ich erlaube mir, auch hier eine Idee noch einmal ganz explizit zu deponieren, nämlich daß im Zusammenhang mit der Euro-Umstellung Mittel aus der Nationalbank auch für die österreichische Forschungsförderung zu verwenden sein werden. (Abg. Dr. Gredler: Wann? Wann?) Bitte, den Euro gibt es noch nicht, wie Sie wissen, Frau Kollegin. (Abg. Dr. Gredler: 2002!) Dieses Geld läuft uns nicht davon, das möchte ich auch bemerken. Aber es haben sich Bundesminister Edlinger, Kollege Nowotny, Kollege Stummvoll, Kollege Lukesch und, wenn ich mich recht erinnere, auch Kollege Van der Bellen in diese Richtung geäußert. Ich habe sicherlich nicht alle aufgezählt, aber da scheint es doch einen sehr breiten Konsens derer zu geben, die für das Geld und die Forschung verantwortlich sind.

Im öffentlichen Sektor haben wir  darauf hinzuweisen, ist auch wichtig  zwischen 1989 und 1998 eine Steigerung von rund 90 Prozent bei den Forschungsaufwendungen; im privaten Sektor sind es 61 Prozent. Da ist sicherlich auch noch einiges aufzuholen.

Zusammenfassend möchte ich mich zunächst namens meiner Fraktion bei den Damen und Herren des Ressorts bedanken, die uns in den Budgetberatungen mit sehr viel Information zur Seite gestanden sind und die dieses Budget im Gesamtausmaß von rund 28,3 Milliarden Schilling erstellt haben. Das sind rund 2,3 Prozent mehr gegenüber dem Jahre 1998. Das ist zwar kein üppiges Budget, aber ein Budget, das ausreicht, eine positive Entwicklung von Lehre und Forschung an unseren Universitäten zu garantieren und sicherzustellen.  Ich danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

13.05

Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Gredler.  Bitte.

13.05

Abgeordnete Dr. Martina Gredler (Liberales Forum): Guten Tag, Herr Bundesminister! Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich möchte zunächst den Bereich Technologieoffensive der Bundesregierung beleuchten; ein sehr interessantes Thema, zu dem viele Hoffnungen geweckt wurden.


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