Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 133. Sitzung / Seite 100

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Und was sagen Sie Eltern, deren Kinder sexuell mißbraucht werden, wenn im selben Katalog solche Bilder mit Ihrer Subvention als "Kunst" verkauft werden?! (Der Redner hält eine Abbildung in die Höhe, auf der ein gegen ein Baby gerichteter erigierter Penis dargestellt ist.) Da wird ein Baby, auf das ein Penis gerichtet ist, gezeigt, wo zum Kindesmißbrauch und zur Kinderschändung geradezu aufgefordert wird! Was sagen Sie bitte den Eltern? (Beifall bei den Freiheitlichen.)

Was sagen Sie Kindern und Erwachsenen, die in ihrer Jugend mißbraucht wurden, Menschen, die lebenslang mit den Folgen dieser Verbrechen zu kämpfen haben? Was sagen Sie diesen Leuten, Herr Staatssekretär?

Und was sagen Sie dazu, wenn solche Publikationen großartige Preise bekommen und mit öffentlicher Förderung in Theatern aufgeführt werden, etwa unter dem damaligen Kulturreferenten Pühringer im Phönix-Theater in Oberösterreich, Publikationen, in denen es heißt:

Ich ficke Babys. "Mit geschlossenen Augen. Greif ich ins Gewimmel. Fisch mir eins. Ficks. Werfs zu den anderen zurück. Alle nackt. Alle da." Und weiters: "Mal erwisch ich ein Männchen. Mal ein Weibchen. O es kommt nicht drauf an. Ringfinger und kleiner Finger decken die Kerbe im Fleisch. Der Hautzipfel läßt sich zwischen Daumen und Zeigefinger verstecken. Es geht keusch zu in meiner Mansarde. Schaben. Reiben. Ich habe Lust eine keusche Geschichte zu schreiben. Der Mittelfinger. Das Poloch. Die Fontanelle. Der zahnlos speichelnde Mund. Wo dring ich ein. Wo rutsch ich rein. Die mir entgegen aufgerissenen Poren. Mein keuscher Ehrgeiz. Mit geschlossenen Augen. Ertasten. Erobern. Jede Babypore ein Loch fürs Leben. Ich habe Lust eine Geschichte über Löcher fürs Leben zu schreiben."  Zitatende.

Herr Staatssekretär! Was sagen Sie Eltern, deren Kinder sexuell mißbraucht werden, warum solcher Unrat und Schmutz gefördert wird, bedeutende Preise bekommt und in Theatern aufgeführt wird?! (Beifall bei den Freiheitlichen.)

Herr Staatssekretär! Darum geht es! Es geht nicht darum, die Freiheit der Kunst anzugreifen. Es gibt die Freiheit der Kunst, und sie muß hochgehalten werden. Es gibt aber auch Menschenrechte und Rechte der Kinder. Diese haben keine Freiheit, wenn sie geschändet werden. Welche "Freiheit" haben die Kinder gegenüber solchen Publikationen, in denen zu derartigen Handlungen ermutigt, ja geradezu aufgefordert wird?

Meine Damen und Herren! Wir haben alles gegen eine Kunst, bei der unter dem Deckmantel "Freiheit der Kunst" in Wirklichkeit Perversitäten ausgelebt werden, die strafrechtlich zu ahnden sind.

Herr Staatssekretär! Wir wollen mit diesem Dringlichen Antrag erreichen, daß endlich bei Ihnen und in diesem Land ein Umdenkprozeß stattfindet, daß solche Publikationen (Abg. Mag. Barmüller: Warum habt ihr das immer abgelehnt?), daß solche Bilder (Abg. Mag. Barmüller: Herbert, warum hast du das immer abgelehnt?), Kollege Barmüller, auf denen Mutter Teresa, die sich nicht mehr wehren kann, in derart übler Art und Weise verunglimpft wird, daß solche Dinge eben nicht mehr möglich sind  und wenn, dann im Verborgenen, aber nicht mit staatlicher Subvention! (Beifall bei den Freiheitlichen.  Zwischenrufe beim Liberalen Forum.)

Meine Damen und Herren! Kollegin Povysil hat gesagt: Der Mißbrauch an Kindern ist Mord.  Ich meine, wir sollten uns an derartigen Dingen nicht beteiligen. (Abg. Mag. Barmüller: Dann würde ich an deiner Stelle im Justizausschuß anfangen!)

Herr Staatssekretär Wittmann! Ich zitiere jetzt noch einmal aus dem Buch "Babyficker". Das sollten Sie sich einmal vor Augen führen; Sie haben gesagt, Sie haben Kinder. Nehmen Sie diesen Text, lassen Sie sich Ihre Rede vorspielen, wie Sie sie heute formuliert haben, und wenn Sie nach Hause kommen, schauen Sie Ihr Kind an. Und überlegen Sie sich, ob Sie mit Ihrer Wortmeldung anläßlich unseres Dringlichen Antrages richtig gehandelt haben.

Zitat: "Die Babies schlafen. Nicht nur nachts. Auch tagsüber. Wenn ich sie ficke. Früher einmal haben sie immer gebrüllt." (Rufe bei der ÖVP: Hör auf! Scheinheilig!  Weitere Zwischenrufe bei


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