Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 164. Sitzung / 90

Wir gelangen nun zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Haigermoser und Genossen betreffend die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Sicherstellung eines freien Wettbewerbes im Bereich der Mineralölwirtschaft.

So Sie dem die Zustimmung erteilen wollen, bitte ich um ein entsprechendes Zeichen.  Dies ist die Minderheit. Abgelehnt.

Wir gelangen weiters zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Peter und Genossen betreffend Zerschlagung des Benzinkartells durch ein stärkeres Kartellrecht.

Im Falle Ihrer Zustimmung bitte ich um ein entsprechendes Zeichen.  Dies geschieht durch die Minderheit. Daher abgelehnt.

Wir gelangen schließlich zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Haigermoser und Genossen betreffend überhöhte Treibstoffpreise in Österreich.

Für den Fall Ihrer Zustimmung bitte ich um ein entsprechendes Zeichen.  Dies ist die Minderheit. Abgelehnt.

2. Punkt

Bericht des Umweltausschusses über die Regierungsvorlage (1389 der Beilagen): Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Burgenland zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel samt Anlagen (1692 der Beilagen)

Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder: Ich rufe nun den 2. Punkt der Tagesordnung auf.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Wir gehen in die Debatte ein.

Erster Debattenredner ist Herr Abgeordneter Mag. Steindl. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 8 Minuten.  Bitte, Herr Abgeordneter.

14.11

Abgeordneter Mag. Franz Steindl (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister! Frage an das Parlament: Wer kennt einen Rotschenkel oder einen Schwarzsturmwürger, eine Schafstelze?  Kollege Schweitzer fragt als Burgenländer: Was ist denn das?  Das sind Vögel. Das ist keine Parteizugehörigkeit, sondern das sind Vögel, die im Nationalpark Neusiedler See angesiedelt sind. (Abg. Mag. Schweitzer: Ich habe nicht gefragt, was das ist!) Und es gibt insgesamt über 300 Vogelarten in diesem Gebiet.

Wir haben voriges Jahr im Sommer mit dem ÖVP-Klub einen Ausflug in das Burgenland gemacht und uns den Neusiedler See und den Nationalpark als Tourismus- und Naturschutzattraktion angesehen. Der Nationalpark ist ein gutes Beispiel dafür, wie Natur und Mensch zusammenwirken, harmonisch vereint sein können. Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie alle möglichen Faktoren gut zusammenspielen können, von der Jagd, der Fischerei über die Bevölkerung, die Natur bis zur Umwelt. Und er ist ein gutes Beispiel für die Verwirklichung des Prinzips der Nachhaltigkeit.

Dabei war dieser Weg zum Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel kein einfacher, sondern ein sehr schwieriger. Im Jahre 1972 gab es die obskure Idee eines Landeshauptmannes Kery, der eine Brücke über den See bauen wollte. Und es gab die Idee, eine Schnellstraße entlang der B 50 zu bauen. (Abg. Mag. Schweitzer: Die haben Ideen!) Ich kann mich noch gut daran erinnern: 300 000 Unterschriften wurden dagegen gesammelt, und das Projekt wurde Gott sei Dank fallengelassen.

Es gibt Parallelen zur Jetztzeit, denn jetzt gibt es auch in den Medien, in den regionalen Medien die Idee, daß man die Bahn zwischen Neusiedl und Eisenstadt aufläßt und statt dessen eine Schnellstraße baut. Die würde genau durch meine Heimatgemeinde führen, würde Wohngebiet


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