Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 24. Sitzung / Seite 159

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Wahr ist vielmehr, Herr Mag. Johann Maier, dass die Freiheitlichen sich sehr wohl für die Errichtung eines neues Stadiums in Salzburg aussprechen, aber nicht an dem derzeit geplanten Standort vor dem Schloss Kleßheim! (Beifall bei den Freiheitlichen.)

19.47

Präsident Dr. Werner Fasslabend: Als Nächste zu Wort gemeldet hat sich die Frau Vizekanzlerin.  Bitte.

19.48

Bundesministerin für öffentliche Leistung und Sport Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess-Passer: Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Kollege Maier, ich schließe gleich an Ihre Ausführungen an. Ihre Behauptung, dass von meinem Ressort falsche Budgetzahlen vorgelegt wurden, ist unrichtig.

Ich habe am 1. April die Ressortverantwortung für den Bereich Sport übernommen, und die Zahlen im Budgetkapitel Sport, das in meiner Verantwortung erstellt wurde, waren vollständig richtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Wenn Sie fragen, in welche Richtung der Sport geht, und aufzählen, was alles in den ersten drei Monaten noch nicht erledigt wurde, dann entschuldige ich mich ausdrücklich bei Ihnen, dass wir nicht 100 Prozent des Regierungsprogramms in den ersten drei Monaten umgesetzt haben! Aber wenn Sie mir noch weitere drei Monate Zeit geben, dann kann ich Ihnen das vielleicht zusichern! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Zur Frage Stadion Salzburg  und ich möchte Sie jetzt sehr herzlich um Ihre Aufmerksamkeit bitten, weil mir das sehr wichtig ist  haben Sie gesagt, dass es darauf ankomme, ob die FPÖ Salzburg beziehungsweise die FPÖ generell dafür oder dagegen sei. Dazu muss ich Ihnen leider sagen: Diesbezüglich sind Sie in einem alten Denken verhaftet. Für mich kommt es nicht darauf an, welche Parteien für oder gegen dieses Stadion sind, sondern für mich kommt es darauf an, ob die Förderungsrichtlinien und Voraussetzungen erfüllt sind, denn ich werde meine Entscheidung allein aufgrund dieser Grundlage treffen.

Zu Kollegen Grabner und zu den Verbänden: Was bei Ihrer Darstellung der Verbandspolitik in Österreich immer ein bisschen vergessen wird, ist, dass es bei den Verbänden nicht nur darum geht, welche hervorragenden Leistungen die vielen ehrenamtlichen Funktionäre erbringen, sondern dass wir eine Verbandsstruktur in Österreich haben, die sehr verpolitisiert und parteipolitisch gewichtet ist.

Ich nenne Ihnen nur ein kleines Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung: Als ich mein Ressort übernommen habe, habe ich einen jungen Mitarbeiter aus dem ASKÖ eingeladen, bei mir im Kabinett mitzuarbeiten, und er hätte das auch sehr gerne gemacht, hat mir aber geantwortet, dass er das nicht tun könne, weil er dann im ASKÖ ein für alle Mal unten durch sei. Und genau das ist das Problem, Herr Kollege Grabner! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.  Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl. )

Darum geht es mir: Die Parteipolitik muss raus aus den Verbänden und raus aus dem Sport in Österreich! (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel. )

Die Bestellung des Generalsekretärs der Sporthilfe wird in den nächsten Tagen erfolgen. Wir haben hiefür ein unabhängiges Personalberatungsbüro eingeschaltet, das die Bewerber in einem Hearing getestet hat. Drei davon werden ein weiteres Hearing zu bestehen haben, und von diesen wird der beste Bewerber ausgewählt werden. Auch das ist ein neuer Zugang. Ich hätte es mir natürlich auch sehr einfach machen können, Herr Kollege Grabner, und hätte mir einfach den aussuchen können, der mir am sympathischsten ist. Mir kommt es jedoch darauf an, dass der Beste diese Funktion bekommt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Nun noch ein Wort zu den Ausführungen des Kollegen Brosz von den Grünen, dem ich eigentlich in fast allem, was er gesagt hat, zustimmen kann: Sie hatten auch mir in fast allem zuge


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