Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 77. Sitzung / Seite 42

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Ein tragischer Arbeitsunfall hat ihn nur wenige Tage nach seinem 56. Geburtstag unerwartet und plötzlich aus unserer Mitte gerissen. Wir haben mit ihm einen sehr sachkundigen und geschätzten Kollegen verloren.

Abgeordneter Pistotnig war ein Mandatar, der sich vor allem im Land- und Forstwirtschaftsbereich sehr engagiert und in allen Fraktionen große Anerkennung gefunden hat.

In dieser Stunde trauern wir auch um Brunhilde Plank, die am 31. Juli bei einer Bergtour in Grönland auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Mag. Brunhilde Plank wurde 1956 in der Steiermark geboren, war als Lehrerin an einer allgemein bildenden höheren Schule für Deutsch und Französisch bei Schülern und bei allen ihren Kollegen und Kolleginnen sehr beliebt.

Auch sie ist bei der letzten Nationalratswahl 1999 in den Nationalrat gewählt worden. Brunhilde Plank war eine sehr sozial engagierte Abgeordnete, die sich vor allem durch ihre Arbeit für Behinderte auszeichnete.

Ich habe Brunhilde Plank noch drei Tage vor ihrem Tod in ihrer Heimatgemeinde am Fuße des Grimming besucht und glaube sagen zu können, dass wir eine allseits geschätzte Kollegin verloren haben.

Unser Mitgefühl für Jakob Pistotnig und Brunhilde Plank gilt vor allem auch ihren Angehörigen und Kindern.

Die Verstorbenen werden allen Mitgliedern des Hohen Hauses als geschätzte und engagierte Parlamentarier in allerbester Erinnerung bleiben.

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Meine Damen und Herren! Es ist uns allen in dieser Stunde auch und ganz besonders ein Bedürfnis, an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September in New York zu denken und unser Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen.

Wie Sie wissen, war der österreichische Nationalrat für den 13. September verfassungs- und geschäftsordnungsgemäß zu einer Sondersitzung einberufen. Die verbrecherischen Terroranschläge vom 11. September auf Einrichtungen in den USA, denen Tausende unschuldige Menschen aus rund 60 Nationen zum Opfer gefallen sind  Freunde aus Deutschland berichten zum Beispiel, dass diesem Terroranschlag mehr Deutsche zum Opfer gefallen sind als in der Zeit der siebziger Jahre durch Baader/Meinhof- und RAF-Anschläge und -Verbrechen , haben uns veranlasst, diese Sondersitzung abzusagen, Trauerbeflaggung anzuordnen und ein Kondolenzschreiben an den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von Amerika zu richten.

Ich möchte aber auch heute die erste Plenarsitzung des Nationalrats nach dem Sommer zum Anlass nehmen, um in dieser gemeinsamen und offiziellen Form dem Kongress der Vereinigten Staaten, dem amerikanischen Volk und ganz besonders den Angehörigen und Freunden der Opfer unsere Betroffenheit, unsere Solidarität und unsere Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen.

Die Ereignisse vom 11. September sind  über alle menschlichen Dimensionen hinaus  von weitreichender Bedeutung; sie haben vieles verändert  und sie werden weiterhin vieles ändern.

Es ist meine Hoffnung, dass all jene, auf deren Schultern nunmehr die Verantwortung für die Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus und für alle anderen zu treffenden Vorkehrungen liegt, diese schwierigen Aufgaben mit Weitblick, mit Weisheit und im Wissen um ihre enorme Verantwortung erfüllen werden.


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