Wir wollen daher diesen Wettbewerb weiter sehr ernst
nehmen, aber gleichzeitig die kommende Legislaturperiode vor allem für eine
Schwerpunktsetzung im sozialen Bereich nützen.
Wir haben im nächsten Jahr, 2003, das „Internationale
Jahr der Behinderten“, wir haben im Jahr 2004 das „Internationale Jahr der
Familie“, und es ist uns von der Österreichischen Volkspartei ein ganz
besonderes Anliegen, den sozialen Zusammenhalt zwischen den Generationen und
Geschlechtern ganz oben anzusiedeln.
Meine Damen und Herren! Wir möchten vor allem im
nächsten Jahr und in dieser Legislaturperiode die Bedürfnisse, die Sorgen,
aber vor allem auch die berechtigten Anliegen von behinderten Menschen oder
Menschen mit besonderen Bedürfnissen ganz besonders in den Vordergrund stellen.
Ich freue mich daher ganz besonders darüber, dass wir
mit Franz-Joseph Huainigg einen betroffenen, engagierten Menschen dafür
gewinnen konnten, in dieser Legislaturperiode für die Anliegen behinderter
Menschen hier in diesem Haus und darüber hinaus zu wirken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der
Freiheitlichen.)
Ich bin überzeugt davon, dass es uns – wie schon
in der Vergangenheit – gelingen wird, gerade in Behindertenfragen
gemeinsam über Fraktionsgrenzen hinweg gute Ergebnisse zu erzielen, und ich
hoffe sehr, dass es uns gelingen wird, das seit vielen Jahren ins Auge gefasste
Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen zustande zu bringen.
Es ist uns aber auch ein ganz besonderes Anliegen,
insbesondere was die Familien anbelangt, auch in dieser Legislaturperiode an
unserer Arbeit für Österreichs Familien weiterzuwirken. Wir haben in der
vergangenen Legislaturperiode mit dem Kinderbetreuungsgeld für drei Jahre Österreich
einmal mehr an die Weltspitze in der Familienförderung gebracht, und es wird
uns auch in dieser Legislaturperiode ein besonderes Anliegen sein, daran
intensiv weiterzuarbeiten.
Es ist für uns ganz wichtig, dass wir den Eltern in
einer sich ständig verändernden Welt mehr Zeit für Kinder geben. Es ist uns
ganz besonders wichtig, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur
für Väter, sondern auch für Mütter eine Selbstverständlichkeit ist und dass
dabei trotzdem die Kinder nicht zu kurz kommen dürfen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dipl.-Ing. Prinzhorn.)
Wir werden daher unser Augenmerk ganz besonders darauf
richten, Eltern bei ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen und ihnen
möglichst viel Hilfe auch bei der Erziehung ihrer Kinder anzubieten.
Meine Damen und Herren! Es ist mir aber auch ganz
besonders wichtig, dass diese Legislaturperiode von einer Fairness zwischen
den Geschlechtern und den Generationen getragen wird. Als Frauenpolitikerin,
als Frauensprecherin meiner Partei ist es mir ein besonderes Anliegen, dass
jene Benachteiligungen, die in unserer Gesellschaft in der Realität – im
Gesetz nicht mehr, aber in der Realität – tatsächlich noch existieren, in
dieser Legislaturperiode intensiv abgebaut werden. Ich möchte in diesem Bereich
vor allem, was die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern und die
Karrierechancen von Frauen anlangt, in dieser Legislaturperiode eine ganz
deutliche Weiterentwicklung zustande bringen.
Es ist mir daher ein Anliegen, dass das Gender
Mainstreaming – ein Ausdruck, von dem niemand weiß, was er wirklich
bedeutet; im Prinzip handelt es sich dabei um die geschlechterbezogene
Betrachtungsweise jeder gesetzlichen Maßnahme – in dieser
Legislaturperiode auch einen entsprechenden Niederschlag findet.
Es ist mir aber auch wichtig, dass vor allem zwischen den Generationen Fairness herrscht, dass vor allem bei den Pensionen ganz entscheidend weitergearbeitet wird. Wir wissen: Wer Gutes bewahren will, muss manches verändern. – Ich bin froh, dass es in der letzten Legislaturperiode gelungen ist, einen ersten ganz wichtigen Schritt zur Sicherung der Pensionen zu setzen, und ich bin froh, dass wir mit den jüngsten und ältesten Abgeordneten in diesem Haus – Andreas