Nationalrat, XXII.GP Stenographisches Protokoll 103. Sitzung / Seite 16

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Was soll das jetzt heißen? – Soll das heißen, Sie sind in der Erwartungshaltung, dass Sie endlich etwas angeschafft bekommen (Abg. Dr. Glawischnig: Das nennt man selektive Wahrnehmung!), sind Sie in der Hoffnung, dass es endlich Neuwahlen gibt und Sie vielleicht doch einmal dann Minister oder Ministerin werden? Was war da der Vater des Gedankens? – Die Hoffnung, der Wunsch, die Verzweiflung, dass Sie jetzt eigentlich endlich wieder etwas machen müssen? Sie müssen wieder etwas machen. Sie müssen jetzt wieder arbeiten, denn wir haben uns ganz klar ausgerichtet, wir haben uns positioniert. Sie werden ab dem gestrigen Tag keine Wählerstimme mehr bekommen, ohne dafür zu arbeiten, und deswegen werden es wenige Wählerstimmen sein, die Sie bekommen.

Diese Bundesregierung mit der ÖVP, mit dem freiheitlichen Klub und mit dem Bündnis Zukunft für Österreich wird es Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen und vor allen Din­gen liebe Frau Dr. Glawischnig, nicht leicht machen, die nächsten Wahlen zu gewin­nen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)

Die Zeiten, als man sich nur mehr zurücklehnen und darauf warten konnte, irgend­welche Stimmen abzuholen, die vielleicht hier keine Heimat mehr gehabt haben, sind vorbei. Es wird noch lange dauern, bis Sie vielleicht gemeinsam mit dem ÖVP-Klub etwas machen oder Ihnen vielleicht Herr Klubobmann Molterer gar irgendetwas an­schaffen wird. Anscheinend haben Sie auch die Nerven für Ihren eigenen Aktionismus nicht, denn Sie legen zwar groß die Feinstaubmasken auf, aber Sie scheinen auch selbst gemerkt zu haben, dass es bei uns nicht sehr staubt, denn sonst hätten Sie Ihre Masken aufgesetzt und somit Ihren Aktionismus auch fertig gemacht.  – Gut.

Eigentliches Thema ist aber das Budget. Ich darf mich mit Land- und Forstwirtschaft beschäftigen. Ich bin ja, auch wenn es in den letzten Tages etwas untergegangen ist, Agrarsprecher dieses Klubs und denke mir, dass es die Bauern und Bäuerinnen ... (Abg. Brosz: Das ist ziemlich untergegangen! Der ganze Klub ist untergegangen!) Kol­lege Brosz, Sie können wohl lachen. Sich über Bauern lustig zu machen, mag zu Ihrem Charakter passen, aber es passt sicherlich nicht zu diesem Haus. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)

Deswegen – und das können Sie mir glauben – werde ich mich, egal mit welchen Be­reichen ich innerparteilich bedacht bin, um die Bauern und Bäuerinnen auch kümmern. Ich glaube, es steht mir als viertem Redner an, auch all jenen danke zu sagen, von denen Herr Grillitsch gesprochen hat, die alles vom Frühstück, bis zu jenen Dingen, zu denen sich Herr Kollege Kummerer geäußert hat, zur Verfügung stellen. Das sind nun einmal die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land. Das sind nun einmal all diese Leute, die in ihren Bereichen arbeiten, die dafür sorgen, dass wir auch diese gute Um­welt haben, von der Frau Dr. Glawischnig meint, dass sie gefährdet wäre. Ich möchte an dieser Stelle aber auch dem Ministerium natürlich für seine Arbeit danken, wenn­gleich ich in vielen Bereichen nicht so einverstanden bin, wie man glauben möchte.

Dem Bauernbund, Kollege Grillitsch, kann ich nicht danken. Das habe ich dir schon bei der letzten Budgetrede gesagt. Das habe ich mir gerade angeschaut. Auch damals wolltest du schon, dass man dem Bauernbund dankt. Danken müssen wir den Bauern und den Bäuerinnen. Wenn wir der Berufsvertretung danken, dann müssen wir den Kammern danken (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP), denn die Kammern sind der Grundstein dafür. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Es ist schon so, dass die Kammern politisch natürlich hauptsächlich vom Bauernbund domi­niert sind, aber nicht nur politisch.

Jetzt muss ich mich wieder der anderen Seite zuwenden, nämlich Kollegen Kummerer. Herr Kollege Kummerer, Sie sollten irgendwann einmal zu Ihren bäuerlichen Berufs­vertretern hinausgehen! Die reden nämlich ganz anders als Sie.

 


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