Im Rahmen der
budgetären Gegebenheiten wird das österreichische Frühwarnsystem
und die Risikoforschung weiter ausgebaut.
Beim Kernkraftwerk
Temelín bleibt die Nullvariante weiterhin aufrecht und der Sicherheitsdialog
wird intensiv fortgesetzt. Im Rahmen des Melker Prozesses verfolgt die
Bundesregierung das Ziel, dass die im Anhang 1 vereinbarten Sicherheitsmaßnahmen
umgesetzt werden.
Die Bundesregierung
wird ihre Bemühungen im Hinblick auf eine Reform des Euratom-Vertrages
fortsetzen. Der derzeit geltende Euratom-Vertrag enthält auch wesentliche
Bestimmungen, die zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt wichtig sind.
Die
österreichische Bundesregierung wird sich auf EU-Ebene gegen den Bau neuer
Kernkraftwerke generell einsetzen und im Rahmen der gemeinschaftsrechtlichen Bestimmungen
für die Stärkung und den Ausbau der Sicherheitsbestimmungen zum Gesundheitsschutz
eintreten.
Das bestehende System
zur Behandlung und Lagerung von in Österreich legal anfallendem
strahlendem Material, wie z.B. aus der medizinischen Versorgung, Röntgen
und Forschung ist technisch und finanziell langfristig abzusichern.
Verwaltungsmanagement
Ziel ist die
Einführung von Verwaltungsbenchmarks zwischen den Gebietskörperschaften,
insbesondere die Straffung der UVP-Verfahren durch verbessertes Verfahrensmanagement
bei den UVP-Behörden, eine Verstärkung des Umweltsenates durch
Beiziehung unterstützender Mitglieder in den Kammern, der Ausbau des
UVP-Verfahrens mit seiner umfassenden Verfahrens- und Entscheidungskonzentration
auf weitere Bereiche.
Bildung
Bildungspolitik ist
Chancenpolitik. Die Kinder und Jugendlichen müssen deshalb im Mittelpunkt
aller zukunftsorientierten Maßnahmen stehen und entsprechend ihrer persönlichen
Begabungen, Interessen und Neigungen optimal gefördert werden. Bildung,
Wissenschaft und Forschung leisten einen entscheidenden Beitrag im Prozess der
Wandlung von der Industrie- zur Wissensgesellschaft.
Hochwertige
Bildungsangebote und die bestmögliche Betreuung für Kinder und Jugendliche
bedürfen einer verantwortungsvoll wahrgenommenen Autonomie an den Schulen,
moderner Strukturen in der Schulverwaltung, klarer Regelungen hinsichtlich der
Lern- und Leistungsziele sowie einer aussagekräftigen Evaluierungskultur.
Dazu bedarf es bestausgebildeter Pädagog/innen.
Zur Erhöhung der Chancen für die Jugend sind zukunftsorientíerte
Bildungsreformen erforderlich, die auch eine verstärkte Motivation, Mitwirkung
und Mitbestimmung aller Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen im Rahmen der
Schulpartnerschaft zum Zielhaben. Wir wollen das Ausbildungsniveau weiter
anheben und die Qualität der Bildung in Österreich weiter steigern.
Die Wahlfreiheit der Eltern für den Bildungsweg ihrer Kinder muss dabei
erhalten bleiben.
Um die Qualität der Bildung in Österreich weiter zu steigern
und nachhaltig zu sichern, sollen die öffentlichen Bildungsausgaben insgesamt
angehoben werden. Auf europäischer und internationaler Ebene wollen
wir Jugendlichen im Rahmen von Bildungsclustern und Austauschprogrammen,
wie grenzüberschreitenden Schulprojekten und Projekten im Bereich der Berufsbildung,
die besten Chancen bieten und aktiv an den Entwicklungen des europäischen
Wissensraumes mitwirken. Europa und die Europäische Union sollen den
jungen Menschen näher gebracht werden.
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