Nationalrat, XXIII.GPStenographisches Protokoll9. Sitzung / Seite 302

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Möglichst ab 1. Jänner 2008 wird eine Obergrenze bei der Rezeptgebühr in Höhe von 2 % des Einkommens festgelegt, die über die e-Card administriert wird. .

Niedrigere Rezeptgebühr bei der Verschreibung von Generika und für Original­präparate auf dem Preisniveau des Generikums.

Anreize für die Teilnahme an Hausarzt- und Vorsorgeprogrammen.

6. Medikamente

Ein umfassender Ansatz zur Kostendämpfung bei Arzneimitteln (Zulassung und Aufnahme in den Erstattungscodex (ECO), Verschreibung und Abgabe, Handels­spannen).

Unterstützung einer europäischen Perspektive bei der Zulassung und Bewertung des therapeutischen und gesundheitsökonomischen Nutzens von Arzneimitteln.

Auf der Grundlage einer Evaluierung des Systems der „Boxen“ im ECO wird eine Weiterentwicklung - insbesondere in bezug auf innovative Produkte – vorgenommen.

Evidenzbasierte Anerkennung von homöopathischen Produkten für den ECO.

Die chefärztlichen Bewilligungen sollen auf einheitliche Regeln und begleitende Qualitätssicherung ausgerichtet werden.

Die e-Medikation Datenbank (Arzneimittelsicherheitsgurt) und das e-Rezept werden für verschreibende und abgebende Stellen flächendeckend eingeführt.

Transparenz bei Studien zur Anwendungsbeobachtung wird hergestellt.

Förderung des Einsatzes von Generika, insbesondere durch stärker betonten Preis­wettbewerb zwischen Erstanbieter und Generikum.

Gemeinsame Arzneimittelausschüsse der Krankenhäuser und der Kranken­versiche­rung sollen Richtlinien zur Bewertung und Auswahl von Heilmittel erarbeiten.

7. Ausbildung der Ärzte, Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe

Der Ausbildungsweg (Studium und Approbation) von FachärztInnen erfolgt über eine gemeinsame einjährige Basisausbildung. Die Ausbildung zu FachärztInnen für Allge­mein­medizin wird mit verdichteten Ausbildungsinhalten umgesetzt. Allgemeinmedizin wird universitär ausgebaut.

Ausbildungsstätten müssen qualitative Voraussetzungen erfüllen, Lehrpraxen in den Ausbildungsweg einbezogen werden.

Das Ausbildungs- und Tätigkeitsprofil der TurnusärztInnen wird unter Berücksichtigung der Strukturänderungen im Krankenanstaltenbereich überarbeitet.

Die Harmonisierung der Bildungswege von Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen soll die Durchlässigkeit zu verwandten Berufsbildern herstellen.

Die Anbindung der Pflegeausbildung an das Regelschulwesen wird verbessert.

Ein modularer Aufbau der Ausbildung soll Durchlässigkeit, Flexibilität und Mehrfach­qualifikationen im Sinne des lebensbegleitenden Lernens ermöglichen.

Bei der Ausbildung ist die Vergleichbarkeit auf der europäischen Ebene herzustellen.

Der begonnene Umbau der MTD-Akademien in Fachhochschulstudiengänge soll bis 2010 abgeschlossen werden. Das Berufsbild der Medizinisch Technischen Fachkraft soll überprüft werden.

Es erfolgt eine Erfassung und Registrierung aller Gesundheitsberufe.

 


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