Ebenfalls ein wichtiger Ausbildungsschwerpunkt: Gesundheits- und Pflegeberufe. Da halte ich es für besonders wichtig, dass in diesem Bereich viele qualifizierte Teilzeitstellen für die Frauen entstehen. Es ist überhaupt einer meiner Schwerpunkte, die qualifizierte Teilzeit entsprechend zu forcieren und auszubauen, weil, wie wir wissen, Teilzeit für viele Frauen sehr, sehr wichtig ist und auch sehr stark nachgefragt wird. Zehnmal so viel Frauen suchen eine Teilzeitstelle, wie derzeit österreichweit offene Teilzeitstellen von den Betrieben gemeldet sind.
Wichtig sind auch Initiativen, um Frauen und Mädchen – das sei gerade am heutigen „Töchtertag“ betont – in nicht traditionelle Berufe zu bringen. Hier seien die Initiative „FIT – Frauen in die Technik“ und das Programm „MIT – Mädchen in die Technik“, die es von Seiten des AMS gibt, erwähnt. Auch hier gibt es für Unternehmen sehr zielorientiert Förderungen, von denen die Betriebe ebenso wie die Mädchen, die hier für nicht traditionelle Berufe ausgebildet und dazu motiviert werden, profitieren. Hier haben wir schon entsprechende Erfolge zu verzeichnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Von Seiten meiner Zuständigkeit gibt es ganz wichtige Projekte im Rahmen der Wiedereinstiegsplanung. Bevor der Ausstieg stattfindet, ist der Wiedereinstieg entsprechend zu planen. Aber auch der betrieblichen Kinderbetreuung gilt ebenso mein Engagement.
Für den Bereich der Jugendlichen – das ist der zweite große Bereich, für den ich zuständig bin; auch darauf wurde schon in mehreren Debattenbeiträgen hingewiesen – nahmen und nehmen wir sehr viel Geld in die Hand, denn die Jugendlichen von heute, die Lehrlinge von heute sind die Facharbeiter von morgen. Das wissen wir, und das sagen auch die Betriebe. Ich glaube, hier ist jeder Euro ein doppelt und vielfach verdienter und investierter, der sich rechnet und zurückkommt. (Beifall bei der ÖVP.)
Der Mitteleinsatz für die Zielgruppe der Jugendlichen aus dem aktiven Förderbudget betrug im Jahr 2006 ganze 311 Millionen €. Mittel in vergleichbarer Höhe stehen selbstverständlich auch heuer wieder zur Verfügung. Alle Säulen der Jugendbeschäftigung und Jugendausbildung wurden und werden gestärkt.
Für solche Jugendliche, die nicht in einem betrieblichen Ausbildungsplatz unterkommen, gibt es natürlich weiterhin die überbetrieblichen Maßnahmen in JASG-Lehrgängen. Weiterhin gibt es aber auch die Stärkung des Blum-Bonus. Wir schreiben diesen fort mit einer geplanten Evaluierung, um in den Betrieben aktive Maßnahmen zu setzen.
Noch eine kurze Anmerkung zum Blum-Bonus. Ich glaube, es ist wichtig, zu sehen, wie viele Lehrplätze verlorengegangen wären, wenn wir den Blum-Bonus in den Unternehmen nicht eingeführt hätten, wenn wir diese Initiative nicht gesetzt hätten. Es sind viele Lehrbetriebe von Konkurs beziehungsweise von Betriebsschließungen bedroht gewesen. All diese Plätze konnten auch durch den Blum-Bonus aufgefangen werden, und das Niveau konnte ausgebaut beziehungsweise gehalten werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Erlauben Sie mir, noch Folgendes zu sagen: Eine wichtige Initiative wird es auch sein, das Ansehen der Lehre zu stärken, das Image der Lehre zu verbessern und die ausgezeichneten Betriebe und die Jugendlichen mit ihren Leistungen sozusagen vor den Vorhang zu holen. Das ist auch eine meiner Initiativen.
Abschließend sei den Beamtinnen und Beamten des Hauses, die mich im Rahmen der Budgetverhandlungen beziehungsweise bei der Vorbereitung sehr unterstützt haben, Dank und Anerkennung ausgesprochen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
12.20
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