Viertens: Publikation eines Bildungsberichtes 2008. – Na ja, der wird wahrscheinlich nicht unbedingt pädagogisch sehr wichtig sein, ist aber vielleicht als Vergleich für andere möglicherweise notwendig.
Fünftens: Schwerpunkt Lebensbegleitendes Lernen. – No na net, wer will das nicht?! Das wollen wir auch!
Sechstens: Großprojekt Pädagogische Hochschulen. – Das wurde eingeleitet durch die Reform der Pädagogischen Akademien, wie sie vorher geheißen haben.
Siebtens: Vertiefung der Integrationsanstrengungen. – Das haben wir sogar gesetzlich festgeschrieben. Das wollen wir auch!
Achtens: Bildung, Innovation und Beschäftigung zusammendenken und als gesamten Themenkreis sehen. – Na, wer will das nicht?!
Neuntens: Gemeinsam mit Minister Hahn Projekt „Kultur bildet Demokratie“ starten.
Zehntens: Betonung der Wichtigkeit der kulturellen und künstlerischen Ausbildung.
Bei all dem bin ich voll bei Ihnen, Frau Minister, aber ich ersuche Sie dennoch um Folgendes: Schauen Sie, dass neben der Ausbildung für berufliche Qualifikation – und da sind wir ja gut, was wir feststellen können, wenn wir uns all die Berufsolympiaden anschauen – auch der kulturellen Ausbildung ein größerer Stellenwert eingeräumt wird.
Ich sage immer: Es ist einer arm dran, der mit Kunst und Kultur im Leben zu wenig anfangen kann. Aber der Grundstein dafür wird in der Schule gelegt. Wenn ich nicht Musikerziehung habe, dann kann ich nicht erwarten, dass mir ein schönes Stück von Mozart oder Bruckner oder wie immer sie alle heißen mögen gefällt. Dann habe ich auch keinen Zugang zu moderner Musik.
Dasselbe gilt auf der Ebene der Bildnerischen Erziehung. Ich glaube, auch da gehören in der Schule Schwerpunkte gesetzt, um die Menschen für die Freuden der Kultur und Kunst heranzubilden. Und das soll in der Schule geschehen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Broukal.) Es ist einer arm dran, der diesen Zugang nicht hat; das möchte ich sagen. Er weiß nur nicht, was ihm fehlt. Das ist ja das Tragische! Ich glaube, da sind wir alle einer Meinung.
Meine Damen und Herren, ich habe meine Redezeit ein bisschen überzogen. (Abg. Broukal: Bitte einen Vierzeiler!) – Also die zehn Punkte unterstreiche ich voll, und dafür haben Sie auch unsere Unterstützung, denn das ist eine Fortschreibung der von uns eingeleiteten Bildungspolitik.
Ich komme zum Schluss: Ein Vierzeiler, meine Damen und Herren; ich mache es ganz schnell.
Gestern haben wir im Gesundheitsausschuss diskutiert, und Frau Glawischnig – sie ist heute nicht da – hat die Abtreibung auf Krankenschein gefordert und hat gesagt: Eigentlich ist eine Schwangerschaft dasselbe wie ein Verkehrsunfall, das ist auch keine Krankheit! Ich habe mir dazu Gedanken gemacht, meine Damen und Herren:
Abtreibung
auf Krankenschein fordert Frau Glawischnig ein,
und meint in voller Geisteskraft,
ob Autocrash, ob Schwangerschaft, dies sei ihr eigentlich egal,
da beides ein Verkehrsunfall.
(Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
12.19
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